Sonntag, 6. Januar 2019

Ich lebe noch

Ja, man sollte es nicht meinen, aber ich lebe noch.
Obwohl ich momentan manchmal eher das Gefühl habe, es ist eher ein Existieren und nicht wirklich Leben.
Ich fühle mich dermaßen von den Umständen auf meiner Arbeitsstelle eingenommen, dass mir kaum Kraft für andere Dinge bleibt. Und ich hadere sehr damit. Ich weiß nicht, wie lange ich das weiter ertragen kann. Und ich will nicht mehr. Ich werde immer wütender darüber, was schon so lange mir und meinen Kollegen abverlangt wird und was ich alles gegeben habe. Ich bin auch wütend auf mich selbst. Warum mach ich das alles, die ganzen Überstunden, die vielen Extraaufgaben, warum lehne ich mich nicht auf und sage "Ich kann das nicht, ich will das nicht!" ?
Zu engagiert? Zu feige?
Vielleicht beides.
Zu harmoniebedürftig in jedem Falle.
Aber Harmonie habe ich dort im vergangenen Jahr ohnehin meist vergeblich gesucht.
Die Kollegen sind okay, teilweise sogar toll. Daran liegt's nicht. Nicht mehr. Die Doofen sind weg oder dauerkrank.
Aber die Masse an Arbeit ist einfach unbeschreiblich und lastet dermaßen auf mir, dass sie mich lähmt, kaum dass ich vom Schlachtfeld Arbeitsstelle in mein Privatleben zurückkehre.
So.
Dies als Lebenszeichen.
Wenn man so will.