Montag, 7. Oktober 2013

Was Hänschen mal gelernt, muss Hans heute neu lernen

Aus aktuellem Anlass - erkäääältet - versuche ich mich gerade neu zu konditionieren.
Statt wie als Kind gelernt, die Hand vor den Mund zu halten beim Husten - naja, möglichst schon bevor man hustet - ist heute das Husten in die Armbeuge nicht nur hip sondern auch besonders für diejenigen, die später mit dem Händchen begrüßt werden, viel hygienischer.
Ich muss allerdings zugeben, Hans tut sich noch schwer.
Immerhin liege ich bei ungefähr 80 % Armbeuge.
Kniebeuge wäre natürlich noch schwieriger.
Aber bestimmt auch noch hygienischer.
Wer wird schon mit den Knien begrüßt?

Aber auch das Zähneputzen ist nicht mehr einfach ein Abschrubben der Zähne.
Früher hieß es noch einfach von Rot nach Weiß.
Das war einfach zu merken, vor allem für Pommes-Liebhaber.

Heute gibt es die verschiedensten Techniken(!).
Bei der einen streicht man in einem 45°-Winkel in einen halben Zahn breiten Strichen gegen den Zahnfleischrand, beginnt außen, nimmt sich dann die Kauflächen vor - hier flach halten und vor und zurück bürsten - und geht dann nach innen über - Zahnbürste vertikal neigen und mit der Spitze der Zahnbürste sanft entlang des Zahnfleischrandes und sanft auf und ab bürsten.
Uh, man darf aber nicht vergessen, seine Kiefer vorher in Quadranten einzuteilen, denn man reinigt ja jeden Quadranten für sich. Jawohl!

Bei der "Bass-Technik" hält man auch den 45°-Winkel ein, säubert seine Zähnchen aber mittels kleiner, rüttelnder Hin- und Herbewegungen. Hier werden die Zähne aber nicht grob in Quadranten eingeteilt sondern in Zahnabschnitte, die bitte mit jeweils 10 Rüttelbewegungen bedacht werden sollen. Es soll erst außen, dann innen und zum Schluss die Kauflächen bebasst werden.
Aber Obacht! Mit maximal 100 g Putzdruck!!

Nicht zu vergessen, vorher Zahnseide, nach dem Zähneputzen Zunge entweder von hinten nach vorne bürsten oder mit dem Zungenschaber abschaben  (dabei soll der eine oder andere schon mal kräftig ins Waschbecken gereihert haben) und zum Schluss den Gaumen auch noch bürsten - für das "Frische"erlebnis.

Ach, und letztens hab ich noch gehört, wer Probleme mit Mundgeruch hat, kann auch noch zusätzlich Kardamom-Samen kauen oder mit Nelkenaufguss (das Gewürz, nicht die Blume!!!) spülen und gurgeln.

So.
Reicht jetzt auch.

Ich gurgel jetzt noch mal mit Salzwasser.
Hab schon wieder Halsschmerzen.

*husthust*

Kommentare:

Frau Vau hat gesagt…

Grins.. man kann es auch kompliziert machen.. ich benutze einfach eine elektrische Zahnbürste (Zahnseide, Zungenbürste und Mundspülung sowieso), putze bis alle Zähne sauber sind, fertig. Mir hat eine Zahnärztin erst vor Kurzem gesagt, dass ich meine Zähne sehr gut pflegen würde. Also brauch ich das mit den Quadranten auch nicht mehr zu lernen ;-)
Aber schön, mal wieder von Ihnen zu lesen, Frau Meise!

Frau Vau hat gesagt…

Ich vergaß: Gute Besserung!!

Meise hat gesagt…

Passend zum Thema könnte ich auch noch das Nasehochziehen nennen. Das macht man nämlich heute statt dem Naseputzen, denn das ist besser für Mittelohr und Nebenhöhlen.
Gehört allerdings noch nicht zum feinen Ton! ;)

Danke für die Genesungswünsche, Frau Vau. ;)
Es dauert aber eben seine Zeit. Die Woche ist noch nicht rum. *schnüffschnaufhust*
Aber ich bin ja auch nur eine von Vielen im Moment.

Meine Zahnärztin konnte bisher auch nicht Meckern. Und trotzdem ist jeder Besuch dort Stress für mich Weichei. :D