Samstag, 24. März 2012

Es läuft.

Seit diesem Jahr bin ich ja beim gleichen Arbeitgeber auf anderer Position tätig. Statt vorher in einer Werkstatt an einer Maschine zu stehen, betätige ich jetzt die Tastatur eines Computers und habe Kundenkontakt en masse. Und diese Arbeit hat überhaupt nichts mit meiner vorigen Tätigkeit zu tun.

Bis letzte Woche saß ich dabei neben einem Kollegen, der mich einarbeitet, bzw. er saß neben mir und kontrollierte das, was ich tat.
Dabei hat er sich sehr geduldig gezeigt. Ich muss sagen, ich habe im Vorfeld von mir ein wenig mehr Grips erwartet. Ich hätte nicht gedacht, wie wenig von dem, was mein Kollege mir so erklärt hat, so bei mir hängenbleibt. Das ging doch früher alles viel leichter, irgendwie von selbst. Ich werde wohl doch alt...
Aber er wiederholt unermüdlich die Dinge, die ich wissen muss.

Ich fühlte mich aber trotzdem oft sehr unsicher, weil da immer irgendwas war, was ich noch und wieder zu beachten hatte und bedenken musste. Irgendwie wollten die Dinge nicht im Kopf abrufbar bleiben. Auch Aufschreiben war nicht die Lösung, man kann ja, wenn der Kunde da vor einem sitzt nicht sagen "Augenblick, ich blättere mal in meinen Notizen."

Darum war ich sehr nervös, als er mir ankündigte, dass er ab dieser Woche zwar noch die Endkontrolle machen würde, ich aber mal alleine klarkommen solle.

Aber was soll ich sagen, es lief ganz gut.
Montag und Dienstag war ich noch etwas konfus und fahrig, ab Mittwoch aber wurde ich sicherer und es lief.
Gut, Freitag hab ich zwei richtige Schnitzer gemacht. Natürlich nachdem mir mein Kollege ein Lob ausgesprochen hatte. Klar. Aber wir konnten es wieder richten und danach lief es auch wieder.
Schnitzer müssen ja auch sein. So was bleibt haften, das schreibt man sich hinter die Ohren.

Aber mal abgesehen von meiner mir ungewohnten Arbeit, der blöden Situation, dass ich davon auch erst mal keine Ahnung hatte (zwanzig Jahre Berufserfahrung in Handwerk und Weiterverarbeitung helfen da nicht wirklich), wurde ich von der ersten Sekunde an ganz toll empfangen, aufgenommen und angeleitet.
Und das war und ist so wichtig für mich. Der Umgang untereinander, miteinander.
Endlich kann ich mich mal wieder innerlich entspannen, kann mal wieder lachen auf der Arbeit, ein bisschen nett rumfrotzeln. Hach.

Jetzt fehlt nur noch, dass ich meine Arbeitszeit irgendwann wieder aufstocken kann, damit mein Verdienst ein bisschen besser wird. Aber die Möglichkeit besteht. Meine neue Chefin hat schon mal was anklingen lassen.

Es läuft. Es läuft.

Kommentare:

mkh hat gesagt…

Na, das klingt doch gut!

Georg hat gesagt…

Ich habe auch den Eindruck das es besser läuft bei dir. Du kommst schon entspannter rüber. Das ist auch für die private Situation sehr gut. Wenn man zu viele Baustellen hat, dann kann das nicht gut gehen. Ich freue mich für dich und hoffe, das es so weiter geht.

Falcon hat gesagt…

Es freut mich doch sehr, dass sich Deine Entscheidung als die richtige herausgestellt hat.

Meise hat gesagt…

:)

Orinoko hat gesagt…

Möchte auch gern beglückwünschen :) Kunden können ja auch ein sehr zweischneidiges Dingens sein. Weiterhin viel Spaß beim Geldverdienen.

Meise hat gesagt…

Ja. Das können sie sicherlich. Aber die meisten sind doch nett. Bisher zumindest. ;)
Ein paar ruppige Leute gibt's natürlich immer dazwischen. Vor allem, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Aber der nächste Kunde bedeutet ja wieder "alles auf Null". ;)