Sonntag, 26. Februar 2012

Zeitreise

Heute morgen hat mal wieder ein Elektrogerät von mir - bzw. eine für mich wichtige Funktion desselben - den Dienst einestellt. Mein CD-Player (mit mp3-Abspielmöglichkeit) mag nicht mehr. Die letzten drei Monate musste ich das Gerät beim Einschalten schon schräg halten, damit die CD überhaupt erkannt wurde - irgendein Teil im Inneren brauchte also diesen Schubs, um an die richtige Stelle zu fahren. Seit heute klappt nicht einmal mehr das. Es brummt, das Gerät, das Lämpchen flackert, die Meldung erscheint: NO DISC.

Das ist innerhalb von zehn Jahren immerhin das dritte Gerät, das auf diese oder ähnliche Weise seine Garantie gerade mal überschreitet und sich dann verabschiedet. Ich kann mir das nur noch so erklären, dass gewisse Teile einfach Billigteile sind und eben nur so-und-so-lange halten. Quasi Sollbruchstellen.

Jedenfalls hat sich damit das abendliche Hörbuch-Hören zum Einschlafen erledigt.
Dachte ich zunächst.
Denn - hahaaaa - ich habe da ja noch Cassetten!
Der CD-Player hat nämlich tatsächlich und wahrhaftig ein Cassetten-Deck und ich besitze auch genügend Cassetten, auf die ich mittels meiner Anlage, die sogar noch über ein - man höre und staune - Doppel-Cassetten-Deck verfügt, die von von mir gewünschten Hörbücher aufnehmen könnte*.
Heute morgen habe ich mir indes erst einmal eine Cassette aufgelegt, die mit Lieder der Gruppe bespielt ist, die es im vorangegangenen Post zu erraten gilt.
Wahrhaftig eine Zeitreise.
Die Aufnahme knistert noch, denn damals hatte ich ja vom Plattenspieler meines Bruders aufgenommen.
Hach.

------------------------------------
*Heute morgen habe ich schnell mal sortiert, welche Cassetten durchaus überspielt werden dürfen und welche - um Gottes willen - auf jeden Fall überdauern müssen. Da tauchen schnell mal alte Bilder im Kopf auf. *seufz*

Samstag, 25. Februar 2012

Zitateraten 2012-5

Das neue Zitat stammt nun wieder aus einem Lied.
Wenn ihr könnt, nennt den Songnamen und den Interpreten/die Gruppe.
"Feeling unknown and you're all alone, flesh and bone by the telephone, lift up the receiver, I'll make you a believer. Take second best, put me to the test, things on your chest you need to confess, I will deliver, you know I'm a forgiver."
-------------------------------------------------

Mittwoch, 22. Februar 2012

Zitateraten 2012-4

Das nächste Zitat steht an:
dieses stammt nicht wieder aus einem Lied, wie es hätte sein müssen, würde ich immer der Reihe nach gehen,
nein, dieses Zitat stammt aus einer Fernsehserie, die ihr erraten sollt.
"Wie geht es dir?"
"Wie jedermann: man unterliegt der Entropie, dem Verfall und stirbt schließlich."
-------------------------------------------

Dienstag, 21. Februar 2012

Ihr Lieben,

mir geht's gut. Ich habe alles besser über- und durchgestanden, als ich befürchtet hatte.
Den Kirchenteil habe ich, wie von mehreren geraten, tatsächlich aussparen können. Die Verwandten, mit denen ich darüber gesprochen hatte, warum und wieso, hatten Verständnis.
Ich bin froh, dass ich es so gemacht habe.
Jetzt muss sich nur mein Magen wieder einkriegen, der zickt noch ein bisschen herum.
Aber das sehe ich nur als "Nachwehen".
Zurzeit kämpfe ich wieder mit meinem neuen Job, irgendwie scheine ich über die letzte Woche alles, was ich gelernt habe, vergessen zu haben, komme mir konfus vor und irgendwie so, als hätte ich bisher nix gelernt...
Naja, wird wieder.

Mittwoch, 15. Februar 2012

ich weiß gar nicht wie

Mir geht's ich weiß nicht wie. Ich heule herum, versuche mich abzulenken.
Meine Oma ist gestorben.
Was eigentlich sowohl der Ausweg für sie selbst gewesen sein dürfte, als auch in vieler Hinsicht uns, den Meinen, vieles erleichtert.
Das hört sich herzlos an, aber die Hilfestellungen, die alle aus meiner Familie ihr geben wollten, wollte sie Zeit ihres Lebens nie annehmen. Sie war eigen. Alles nur zu ihren Konditionen. Die aber einfach realitätsfern waren.
Aber das hat sich ja nun gelöst.
Auch das hört sich fies an. Liest sich so für mich.
Aber "gelöst" heißt, dass es eigentlich für alle Beteiligten eine Erleichterung ist, auch für die Oma, denn wäre sie wieder aus dem Krankenhaus gekommen, hätte sie so gemusst, wie sie nie gewollt hat, da gab es kein Verhandeln mehr.

Wo ist jetzt mein Problem, mal abgesehen von der normalen Trauer?

Ich kann nicht gut mit Beerdigungen.
Ich hab da ein ganz dünnes Fell, was das angeht.
Erst recht, wenn es um so nahestehende Menschen geht.
Und alle aus der Familie dabei sind.
Mir graut vor der Kirche, den Worten des Pfarrers, den Liedern, dem Gang zum Grab, den atemstockenden Gefühlen, all den Dingen, die mir den Brustkorb eng werden lassen.

Übermorgen.

Dienstag, 14. Februar 2012

Zitateraten 2012-3

Es geht weiter mit der Raterei.
Jetzt ist - so ist es nur fair - wieder ein Film an der Reihe.
Aus welchem Film stammt das folgende Zitat?
"Die Waffen hatten sich weiterentwickelt, aber unsere Befehle blieben die gleichen: Macht Jagd auf sie und bringt sie um, einen nach dem anderen. Ein höchst erfolgreicher Feldzug - vielleicht zu erfolgreich. Für jene wie mich, die Todeshändler, läutete dies das Ende einer Ära ein. Wie die Waffen des vorigen Jahrhunderts würden auch wir überflüssig werden. Schade, denn dafür habe ich gelebt."
------------------------------------------------

Montag, 6. Februar 2012

wie gehabt

Ich versuche seit einiger Zeit einen Nebenjob zu ergattern, der mir mehr einbringt als meine freiberufliche Tipperei, die ich im letzten Jahr betrieben habe, und der vor allem nichts mit Computer zu tun hat. Denn am Computer sitze ich ja nun hauptberuflich.
Zu meinem Leidwesen muss ich sagen, dass ich bisher erfolglos war.
Beim ersten Job hätte ich nur 5 Euro die Stunde bekommen, was somit unerschwinglicher war als meine Tipperei.
Der zweite Job hätte mir mehr eingebracht, doch habe ich nach einem Tag zur Probe (worst first day ever) bereits das Handtuch geworfen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass es auch wirklich ungünstig abgelaufen ist. Aber es war heilsam für mich. Ich habe mal wieder dazugelernt. Arbeit in der Altenpflege ist nichts für Mimosen.

Ansonsten war alles 'n Satz mit x.

Jetzt rudere ich erstmal wieder zurück und tippe zunächst mal weiter...
... und schaue mich um.

Zitateraten 2012-2

Ihr Lieben,
das nächste Zitat harrt eurer Ratekünste.
Es ist ein Buchzitat und ich bin gespannt, wie viele es erkennen oder ob es überhaupt jemand erkennt.
Es stammt immerhin aus einem alten Buchklassiker und ist auch schon verfilmt worden.
"So greife ich denn im Jahre des Heils 17** zur Feder und versetze mich in die Zeiten zurück, da mein Vater noch das Wirtshaus >Zum Admiral Benbow< hielt, und jener sonnverbrannte alte Seebär mit dem Säbelhieb über der Wange seinen Wohnsitz unter unserem Dache aufschlug. Ich erinnere mich deutlich, als wäre es gestern gewesen, wie er schwerfällig zur Türe hereinstapfte, seine Seemannskiste auf einem Schubkarren hinter sich. Ein großer, breitschultriger, dunkelhäutiger Kerl, dem der Matrosenzopf über die Achsel eines schmutzigen baluen Rockes fiel. Seine Hände waren schwielig und zerschunden, die Nägel schwarz und brüchig, quer über die eineBacke lief eine schmutzig-weiße Narbe von einem Säbelhieb. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er sich leise pfeifend in der Bucht umsah und dann mit hoher, zittriger Fistelstimme, die an eine verrostete Gangspillspeiche erinnerte, das alte Seemannslied anstimmte, das er später so oft sang: >Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Truh, johoho, und 'ne Buddel voll Rum!<"
--------------------------