Montag, 31. Oktober 2011

im Kreis

Seit Tagen grübele ich um eine Entscheidung und verzettele mich im Kampf zwischen Vor- und Nachteilen.
Soll ich eine schon gewählte Richtung verwerfen?
Soll ich etwas aufarbeiten, um etwas kämpfen, das ich längst hätte hinter mir lassen müssen, das ich aber auch hätte klären müssen?
Soll ich mich den neuen Herausforderungen stellen, vor denen ich mich fürchte, weil ich weiß, dass es dabei auch darauf ankommen wird, mich mit meinem größten Unvermögen, meinem blinden Fleck im Leben auseinanderzusetzen?
Ich muss bis Mittwoch eine Enscheidung getroffen haben und dann damit leben, mit allen Folgen, mit allen Änderungen für mich.
Und ich fühle mich im Moment in keinster Weise erwachsen, sondern kindlich hilflos. Ich möchte am liebsten an der Hand genommen und geführt werden, nicht selbst entscheiden müssen, wohin der Weg führen soll.
Ich schäme mich für mich selbst, dass mich das so verzweifelt, dass mich das so fertig macht, dass ich am liebsten nur wegrennen will, dass ich nicht wirklich klar denken kann, wo andere ganz klar wüssten, wie sie sich entscheiden würden...
Aber ich muss entscheiden. Ich muss mich entscheiden.

Kommentare:

Frau Vau hat gesagt…

Liebe Meise, Sie schaffen das! Eines nach dem Anderen, das Wichtigste zuerst.. das Schwierigste gegen Ende.. und Listen schreiben, das soll helfen!

mkh hat gesagt…

Ich habe ja durchaus Kampfhahntendenzen. Aber das Kämpfen ist keineswegs immer der bessere Weg. Oder anders: Es kommt darauf an, ob es sich wirklich lohnt, für oder gegen etwas zu kämpfen. Ich glaube, man muss sich nicht jeder Konfrontation stellen. Insbesondere dann nicht, wenn man spürt, dass man dabei selbst auch mehr Federn lassen würde als es einem (gegenwärtig) lieb ist. Niemand muss sich schämen, einen Kampfplatz zu verlassen, weil er die Aufregung scheut, aus welchen Gründen auch immer. Und: Alles hat seine Zeit. Es wird noch genug Gelegenheiten im Leben geben, sich neuen Herausfordrungen zu stellen und dann vielleicht auch aufmerksamer zu sein, wenn sich einem wieder mal ein Arschloch, mit Verlaub, in den Weg stellt. Und es wird Zeiten geben, in denendie Ressourcen, die Kräfte, für einen Kampf zur Verfügung stehen, genau so wie es Zeiten gibt, in denen sie nicht zur Verfügung stehen. "Krieger des Lichts" wissen das, womit ich ein mäßiges, aber hierzu passendes Büchlein von Herrn Coelho empfehle. Also, meine Ansicht aus der Ferne: Schreite (in diesem Fall) stolzgeschwellter Brust auf deinen neuen Wegen! Und zeig dem Kerl den Stinkefinger.

Meise hat gesagt…

@Frau Vau:
Die Liste half zwar beim Sortieren, aber noch nicht beim Entscheiden. Nunja. Die Entscheidung ist gefallen. Morgen wird's ernst.

@mkh:
Ich werde, denke ich, in jedem Fall Federn lassen. Die Arena lässt grüßen. *seufz*