Montag, 21. Juni 2010

Zeugnis eines Desasters

Ob das eine Sollbruchstelle ist?
Hm. Dann eine ziemlich komplizierte, denke ich mal, so geriffelt, wie das gebrochen ist.

Mein erster Impuls war noch: Ponal her!
Aber da sprach die alleinstehende Frau aus mir, die daheim verdammt viel mit Klebstoff und Klebeband bewerkstelligt - meist provisorisch - letztlich dann doch für länger.

Aber hier war auch mir schon in der nächsten Sekunde klar, dass da höchstens ein Profi was machen kann. Aber Profis sind teuer...

P.S.: Bei den Fotos in den letzten Tagen hab ich mir doch mal eine ordentliche kleine Kamera gewünscht. Das ist echt furchtbar unscharf. :(

Kommentare:

Steffen hat gesagt…

Auch wenn es (vor allem US-)Klavierreparateure gibt, die auf Sekundenkleber schwören (um wackelnden Stimmwirbeln wieder Haltung zu verleihen) - für die Gitarre ist weder Cyanacrylat noch Ponal zu empfehlen.
Daß der Bruch so glatt durch den Hals geht (zumindest sind auf dem Foto keine rausgerissenen Holzfasern zu erkennen), spricht für einen Verarbeitungsfehler - an so stark belasteten Stellen sollten die Fasern längs und nicht quer verlaufen. Insofern wäre eine freundliche Anfrage bei der Qualitätssicherungsabteilung des Herstellers schon mal nicht ganz verkehrt.

mkh hat gesagt…

Also, da es per Mail Probleme gab... [ist meisenpost bei gmx.de nicht deine Adresse???] - hier kommt die eingeholte "Expertise":

"...Hier handelt es sich, so wie es aussieht um einen glatten, sauberen Bruch – das kann man gut reparieren – so sollten die Teile lückenlos und ziemlich passend, schön aufeinanderliegen, wenn man sie zusammen hält.

Es ist hier eine große Fläche vorhanden, die gut halten wird, wenn man es mit Holzleim und unter Zuhilfenahme von Schraubzwinge und Beilagen (Unterlagen aus Holz) verleimt und ein-zwei Tage liegen lässt.

So geht es am billigsten – und es wird halten.

Wenn es so gemacht werden soll, daß es „Unsichtbar ist“ dann muss das Fachgerecht von nen Gitarrenbauer gemacht werden, der nach dem Verleimen und Trocknen noch die Klebefuge verschleifen wird, mit Farbe drüber lackieren (Farbverlauf ) und Klarlack.

Eine so reparierte Stelle ist gleichermaßen haltbar und belastbar wie ein neuer Hals und wenn es richtig gemacht wurde sieht man überhaupt nichts davon dass es mal gebrochen war– wenn sie wieder mal bricht, dann wohl an anderer Stelle.

Ich würde es zum XXX in XXX bringen..."

Steffen hat gesagt…

@mkh: Holzleim ist nicht gleich Holzleim, und auch Ponal ist nicht gleich dem Zeug vom schwedischen Möbelhaus.
Ich würde das dem Fachmann überlassen, der die scheinbar glatten Flächen auch noch einmal von evtl störenden Fasern befreien wird... Frau Meise, kann man Sie flattrn (lassen)?

Meise hat gesagt…

@Steffen:
Tja, ich kann hier nur auf meine miserablen Fotos schimpfen. Leider erkennt man nicht, dass die Holzfasern hier längs gehen und nicht quer. Und soo glatt ist die Bruchstelle nicht, sondern kommt sehr zickzackig daher.

@mkh:
Ich hoffe, wenigstens meine Mail hat dich erreichen können. ;)

@beide:
Vorerst lasse ich mal Finger von Reparaturversuchen. Der Korpus der Washburn ruht nach wie vor im Koffer zusammen mit dem in ein Tuch gewickelten abgebrochenen Kopf. Der Koffer steht auch nicht mehr aufrecht. Wie es damit weitergeht... wer weiß? FALLS es damit weitergeht, werde ich stelbstversändlich berichten. ;)

nochmal @Steffen:
Ich flattere schonmal aufgescheucht durch die Gegend, aber flattrn kann man mich bisher nicht.

mkh hat gesagt…

@Meise
Sie läuft ja nicht weg...
Und Danke dir, ja, die Mail kam an!!


@Steffen
Keine Frage, dass Fachmannfachfraumachenlassen grundsätzlich besser wäre, aber eventüll mag manfrau gerne die hierfür anfallenden Kosten sparen. Aber meinereiner hat hier nur die Einschätzung eines gelernten Schreiners, ehemaligen Gitarrehändlers und Gitarristen weitergegeben. Selbst gemacht habe ich das (auch) noch nicht.

Steffen hat gesagt…

@mkh: Eben wegen des pekuniären Dilemmas meine Flattr-Frage. Ich komme hier immer wieder gern vorbei und hätte schon oft den Zahlknopf gedrückt, wenn es ihn denn schon gegeben hätte bzw. gäbe. Bloggen ist nicht umsonst, und ob es kostenlos ist, würde ich schon gern selbst entscheiden.
Und nicht jede(r) hat (oder bewirbt) einen Wunschzettel beim Buchversender oder anderswo.

mkh hat gesagt…

Hm, das ist eine interessante, überlegenswerte Sicht der Dinge @Steffen.