Samstag, 22. Mai 2010

demnächst: Hulk-Meise

Donnerstag war ich beim Arzt.
Nachdem mir ja vom Röntgenologen bescheinigt worden war, dass ich in Schulter und Hüfte bereits Arthrose hätte, wurde ich von meiner Hausärztin zum Orthopäden/Rheumatologen überwiesen.
Dieser meinte, in meinem Alter sei Arthrose doch eher unwahrscheinlich und auf den Papieraufnahmen, die ich vom Röntgenologen mitgebracht hatte, könne er davon auch nichts erkennen und im Ultraschall habe er auch nichts sehen können.
Dass meine Schmerzen sich auch schonmal auf ganz andere Gelenke ausweiten, beispielsweise die Fingerknöchel, darauf ging er gar nicht weiter ein.
Er gehe davon aus, ich hätte einfach eine Überbelastung.
Und verschrieb mir Bestrahlung.
Weshalb ich jetzt zweimal die Woche nach Feierabend eine Reise quer durch die Stadt vollführen darf, um in der zur Praxis gehörenden "Physikalischen Therapie" mir also irgendwelche Strahlen verpassen zu lassen. Natürlich hab ich vergessen zu fragen, welche Art Strahlen mich da erwarten.
Infrarot? Rotlicht hätte ich selbst und müsste dafür nicht so weit durch die Gegend gurken.
Mikrowellen? Hm... Prost-Mahlzeit.
Gammastrahlung? Werde ich zum Hulk mutieren?
Oder Radiowellen? Yeah.
Oder vielleicht doch N-Strahlen?
Und zahlt das alles die Kasse oder muss ich dafür auch noch zusätzlich blechen?

Generös teilte mir der Orthopäde dann aber mit, dass er, falls das alles (ich bekam zusätzlich noch Ibuprofen-Tabletten verschrieben) nichts helfen würde, dann doch noch irgendwann auf Rheuma testen würde, er hätte sich das notiert.
Na. Danke auch.

Nun, wie auch immer. Ich habe meine Ernährung zuungunsten von Fleisch und zugunsten von Obst, Gemüse und Fisch (wobei besagte Pflanzen und Tiere es wohl eher umgekehrt sehen) umgestellt und hoffe so, zum einen an Gewicht zu verlieren (wofür ich natürlich auch auf die ganzen Knabbereien und Süßigkeiten verzichten muss!) und zum anderen, dem Rheuma entgegen zu wirken oder eben vorzubeugen. Wie auch immer die Ärzte sich einigen werden...
Aber soll ich etwa abwarten, bis sich die Ärzte einig werden???

Es fällt mir ein bisschen schwer, mein Essverhalten jetzt so umzudrehen, nachdem ich im vergangenen Jahr sehr darauf geachtet habe, eben viel Fleisch zu essen, da ich nach meiner OP an Eisenmangel litt und die normalen Präparate (auch die pflanzlichen) nicht vertrug.

Nunja. Gleich gibt's jedenfalls Erdbeeren mit Milch für mich. Mjam!

Kommentare:

Orinoko hat gesagt…

Ich habe schon früher gelegentlich vermutet, daß der Name einer Erkrankung davon abhäng ist, worauf sich die beteiligten Ärzte einigen können.
Wünsche baldige Gesundung und achten Sie darauf, daß im Bestrahlungszimmer keine Spinnen anwesend sind.

mkh hat gesagt…

Die Ernährung auf diese Weise umzustellen, würde ich mal als die entschieden positive Sache an der Entwicklung betrachten. Gemüse, Obst, Fisch - um Klassen besser als Fleischklumpen, meine ich doch... Ansonsten - tja, halt mal abwarten. Die Bestrahlungen, hm, ich weiß gar nicht so recht, ob ich mir die reinziehen würde: Wenn es eine Überlastung ist, dann geht es doch IMHO auch ohne Behandlung wieder vorbei. Wenn es Rheuma wäre, ist es vielleicht gar nicht die passende Behandlung. Etwas knifflig, zu entscheiden, wie man damit umgeht. - Ein Stück weit müssen wir uns mit dem allmählichen Älterwerden natürlich auch mit Schmerzen abfinden, hier und da. Aber das hilft dir jetzt nur sehr bedingt weiter, eher gar nicht. Auf jeden Fall: gute Gesundheit dir und gute Besserung!

Meise hat gesagt…

@Orinoko:
Ja, mutierte Spinnen wären fatal, bzw. Mutation meinerseits nach Spinnenbiss. Uaaah. Obwohl... so ein bisschen durch die Häuserschluchten hangeln, ist vielleicht auch mal schön. ;)

@mkh:
Wohl ist mir mit der Bestrahlung auch nicht. Zumal ich nicht von einer Überbelastung ausgehe. Wüsste nämlich nicht, wo die herkommen sollte. Werde bei der ersten Bestrahlung mal nachhaken, wie was wo und evtl. nochmal mit meiner Hausärztin Rücksprache halten...

mkh hat gesagt…

Spiderman gegen Hulk - gabs das schon bei Marvel?!?