Montag, 31. Mai 2010

Mies

Wie wird aus einem stressigen Tag ein richtig mieser?
Zum einen lässt man sich auf dem Weg zur Bushaltestelle mal ein bisschen nassregnen, der Bus kommt natürlich aufgrund des Feierabendverkehrs verspätet, was einen ein bisschen hektisch auf die Uhr schauen lässt, denn man hat ja einen Termin zur Bestrahlung, die man ziemlich doof findet und wo man eigentlich gar nicht hin will. Wenn dann endlich der Bus kommt, sitzt man dummerweise neben einem streng riechenden Menschen. Ist man der fiesen Dunstwolke endlich entkommen, wird man wieder nass und kann sich endlich bestrahlen lassen.
Auf dem Rückweg scheint erstmal alles in Ordnung zu sein, man freut sich fast, dass man nach einem langen Arbeitstag gleich endlich zuhause alle klammen Hüllen fallen lassen und sich sein Abendessen bereiten kann (wozu man eigentlich schon gar keine Lust mehr hat, aber was soll man machen, es ist keiner da, der dies für einen erledigt). An der Bushaltestelle ausgestiegen, schließt man sein Rad auf und schwingt sich auf selbiges, der Regen hat sich verschärft und man denkt, Mensch, wenn ich zuhause bin, bin ich bis auf die Haut nass!
Tja. Stimmt.
Denn zuhause angekommen, bemerkt man erstmal, dass der Schlüssel futsch ist.
Eben noch das Rad aufgeschlossen, wo ist er denn jetzt hin?
Alle Taschen durchgekramt - nix.
Also muss er aus der Jackentasche herausgefallen sein.
Wieder rauf auf's Rad und die Strecke abfahren!
Zweimal.
Nix.
Muss irgendjemand aufgelesen haben...

Mutter angerufen, Ersatzschlüssel geholt (die Mutter natürlich völlig entsetzt!). Endlich nach Hause kommen. Die nassen Klamotten in die Ecke pfeffern.

Aber der Schlüsselbund, wo alles dranhängt, auch sämtliche Schlüssel von der Arbeit. Weg.
Das gibt Ärger.

Sch... aber auch!

Samstag, 29. Mai 2010

Schnipp

Wenn ich des Morgens - noch nicht ganz wach - von meinen Haarsträhnen, die mir immer wieder ins Gesicht fallen und mich an der Nase kitzeln, völlig genervt bin, sollte man mich von Scheren fernhalten.

Tja.

Die Nagelschere lag allzu nah...

Donnerstag, 27. Mai 2010

Es lebt

Wow, ich kann wieder ohne Schnaufen und Ächzen in die Hocke gehen!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Körperertüchtigung

Es gibt ja diverse Sportarten und -weisen, sich körperlicher Ertüchtigung zu befleißigen.
Die üblichen Verdächtigen sind ja schon irgendwie Joggen*, Radfahren, Schwimmen, Fußball, manchmal auch Handball und Basketball oder eben das Fitnesstraining im Fitnessstudio*², wo man weiteren lustigen Sport-Formen begegnen kann, z. B. dem Spinning, Aerobic, Pilates, Yoga - man kann sich an mannigfachen Geräten austoben, wie Crosstrainer, Ergometer, Rudergeräte und den tausend anderen namentlich meist unbekannten "Muskelbildungsgeräten". Mir hat mal jemand von statischem Training erzählt und kürzlich von Freundesseite von Tabata. (Derjenige trainiert im Übrigen für den Volkstriathlon, nur so nebenbei.)
Ich selbst stehe dem Spocht ja eher skeptisch gegenüber. Hach, das ist so lästig, ständig daran denken zu müssen, dass man sich ja mal ein wenig ertüchtigen sollte. Ich bin ja schon froh, wenn ich es samt innerem Schweinehund - und dank nettem Schwimmpartner - ins Schwimmbad schaffe... Gut, ich fahre täglich mit dem Rad, aber das sind ja immer nur Kurzstrecken.
Jedenfalls habe ich aus dem Bericht über's Tabata-Training mal wieder nur Fragmente im Hirn gespeichert, nämlich die, dass man 20 Sekunden lang "volle Pulle" trainiert (hier mit Kniebeugen - man kann natürlich auch so lustige Sachen wie Burpees versuchen), um dann 10 Sekunden auszuruhen, das Ganze dann acht mal. Macht zusammen 4 Minuten.
Toll, dachte ich, nur vier Minuten Schwitzen und man hat Sport getrieben und ist fertig.
Quasi, Quäl-änd-go.
O.k., im Hinterstübchen behielt ich auch noch den Fakt, dass es für besagten Trainierten schon zu mächtig Muskelkater geführt hat und auch recht fordernd war.
Ich dachte aber, na, so ein paar Kniebeugen, halt ein bisschen schneller, zwanzig Sekunden und so... ich könnt's ja wenigstens mal ausprobieren und dann eben aufhören, wenn ich merke, dass das zu heftig ist. Das kurze Aufflackern eines Einwurfs meiner Kontrollinstanz (landläufig auch gesunder Menschenverstand genannt), das den Inhalt hatte, vor und nach gewissen fordernden Trainingseinheiten gehöre ein Aufwärmtraining und abschließende Dehnübungen, völlig ignorierend, fummelte ich mir am Montag mit dem Countdown-Zähler meines Handys ein kleines Intervall-Programm mit immerhin 4 Wiederholungen (4 x 20 Sekunden, mit je 10 Sekunden Pause dazwischen) zusammen, was also sogar nur die Hälfte des eigentlichen Trainings war.

Nunja.
Wie soll ich sagen...
Mein Muskelkater gestern war schon echt sehenswert.
Ich hab schon ein bisschen gelitten. Dabei hab ich am Montag echt nicht "volle Pulle" gemacht! Wollte ja nur ausprobieren... wie gesagt.

Gestern war ich übrigens schwimmen. Ging auch ganz gut. Taten gar nicht so weh. Die Muskeln.

Aber heute.
Wie soll ich es am besten beschreiben...?

Nun,
ich würde sagen, so:
ich bewege mich momentan mit der grazilen Eleganz eines Herman Munster.



Noch was:
Sport soll von lateinisch disportare („sich zerstreuen“) kommen.

Ähm. Ja.

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* oder einfach Laufen, wie man heute wohl wieder lieber sagt
jaja, drei s - hat was von ner zischelnden Schlange

Samstag, 22. Mai 2010

demnächst: Hulk-Meise

Donnerstag war ich beim Arzt.
Nachdem mir ja vom Röntgenologen bescheinigt worden war, dass ich in Schulter und Hüfte bereits Arthrose hätte, wurde ich von meiner Hausärztin zum Orthopäden/Rheumatologen überwiesen.
Dieser meinte, in meinem Alter sei Arthrose doch eher unwahrscheinlich und auf den Papieraufnahmen, die ich vom Röntgenologen mitgebracht hatte, könne er davon auch nichts erkennen und im Ultraschall habe er auch nichts sehen können.
Dass meine Schmerzen sich auch schonmal auf ganz andere Gelenke ausweiten, beispielsweise die Fingerknöchel, darauf ging er gar nicht weiter ein.
Er gehe davon aus, ich hätte einfach eine Überbelastung.
Und verschrieb mir Bestrahlung.
Weshalb ich jetzt zweimal die Woche nach Feierabend eine Reise quer durch die Stadt vollführen darf, um in der zur Praxis gehörenden "Physikalischen Therapie" mir also irgendwelche Strahlen verpassen zu lassen. Natürlich hab ich vergessen zu fragen, welche Art Strahlen mich da erwarten.
Infrarot? Rotlicht hätte ich selbst und müsste dafür nicht so weit durch die Gegend gurken.
Mikrowellen? Hm... Prost-Mahlzeit.
Gammastrahlung? Werde ich zum Hulk mutieren?
Oder Radiowellen? Yeah.
Oder vielleicht doch N-Strahlen?
Und zahlt das alles die Kasse oder muss ich dafür auch noch zusätzlich blechen?

Generös teilte mir der Orthopäde dann aber mit, dass er, falls das alles (ich bekam zusätzlich noch Ibuprofen-Tabletten verschrieben) nichts helfen würde, dann doch noch irgendwann auf Rheuma testen würde, er hätte sich das notiert.
Na. Danke auch.

Nun, wie auch immer. Ich habe meine Ernährung zuungunsten von Fleisch und zugunsten von Obst, Gemüse und Fisch (wobei besagte Pflanzen und Tiere es wohl eher umgekehrt sehen) umgestellt und hoffe so, zum einen an Gewicht zu verlieren (wofür ich natürlich auch auf die ganzen Knabbereien und Süßigkeiten verzichten muss!) und zum anderen, dem Rheuma entgegen zu wirken oder eben vorzubeugen. Wie auch immer die Ärzte sich einigen werden...
Aber soll ich etwa abwarten, bis sich die Ärzte einig werden???

Es fällt mir ein bisschen schwer, mein Essverhalten jetzt so umzudrehen, nachdem ich im vergangenen Jahr sehr darauf geachtet habe, eben viel Fleisch zu essen, da ich nach meiner OP an Eisenmangel litt und die normalen Präparate (auch die pflanzlichen) nicht vertrug.

Nunja. Gleich gibt's jedenfalls Erdbeeren mit Milch für mich. Mjam!

Dienstag, 18. Mai 2010

geschmeichelt

Heute hat mich jemand für Anfang 20 geschätzt und mich gefragt, ob ich denn überhaupt schon im Berufsleben sei.
Auch mal schön.

Montag, 17. Mai 2010

Wieder da

Ja.
Ich war weg.
Vier Tage.
Zur Deutschen Meisterschaft im PC-Schreiben und Kurzschrift.
Oder wie immer die das da nochmal offiziell genannt haben... Ähem.

Nunja. Ich war nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte, etwas mehr hätte aber durchaus drin sein können. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, konnte ich doch, da es auch Mannschaftswertungen gab, trotz meiner durchschnittlichen bis eher bescheidenen Leistung, eine Medaille einsacken. Meine erste bei den "Deutschen". *grins*

Am Wichtigsten war aber, dass wir dort viel Spaß hatten!

So. Und nu ist wieder Alltag.
Leider.

Püh.

Montag, 10. Mai 2010

Young Lovers



leider ein wenig unscharf -
eben per Handy-Foto-Knips

Sonntag, 9. Mai 2010

On first sight

Einen Partner via Internet zu suchen, ist ja an sich schon so ein Thema, das vom einen oder anderen unbedingt diskutiert werden will. Da werden Fürs und Widers gesucht und ausgewalzt und da kann schonmal, wenn man auch noch wirklich Geschehenes oder gar selbst Erlebtes beisteuern kann, ein ganzer Abend drüber vergehen.

Nun, hier ein Beispiel:

Die beiden Einsamen waren jedoch nicht die, die via Internet suchten.
Nein, es gab Vermittler. Verkuppler, quasi.
Per Mail wurde da besprochen, wie die Frau und der Mann zusammenfinden sollten.
Es war so einleuchtend, dass die beiden zusammenpassen würden - irgendwie waren sich die Verkuppler-Seiten da sicher. Oder... nunja, die Hoffnung war eben groß.

Samstag sollte der große Tag sein.

Und so durfte die Nichtsahnende aus dem Gebiet des Oberrheins den Nichtsahnenden vom Mittelrhein am Samstag begegnen.
Die Mittler waren äußerst gespannt auf die jeweiligen Reaktionen.


"Schuld" ist Bär-Bellinda. Sie hatte die Idee!

Sie hat sich mit Ihrem Liebsten und der einsamen Seele "im Gepäck" aufgemacht, die weite Strecke zu bewältigen, um aus zwei einsamen zwei glückliche Herzen zu machen.

Und besser hätt es nicht laufen können!
Die beiden waren - wie der Titel ja schon längst verraten hat - von Anfang an ein Herz und eine Seele. Herrlich!

Danke, liebe Bär-Bellinda,

sagen vor allem

Charlotte und Luzifer

Donnerstag, 6. Mai 2010

aufmüpfig

Nachdem ich diese Nacht - keine Ahnung woher dies kommt - von einer Revolte zur anderen gewechselt und mich im Traum bis aufs Blut mit jemandem gezofft hatte, bin ich heute morgen mit ziemlich aufständischen Gefühlen erwacht.
Heute sollte mir keiner quer kommen...

Es sei denn, ich habe tatsächlich alles heute Nacht schon verpulvert...

Sonntag, 2. Mai 2010

Kein Kraulen mehr

Karl-Erwin sieht miese Zeiten auf sich zukommen.

Weil ich immer öfter von Schmerzen zunächst in der Schulter dann im Hüftgelenk geplagt wurde, kam ich zur Überzeugung, ein Besuch beim Arzt wäre nicht verkehrt.

Richtig.

Irgendwie hatte ich aber gehofft, das Ergebnis würde lauten: einmal ordentlich einrenken - feddich! (Zumindest zu Anfang hatte ich das gehofft - als sich jedoch die Schmerzen ausweiteten, bekam ich eine Ahnung, dass das wohl nicht reichen wird...)
Mit der Diagnose Schulter- und Hüftgelenks-Arthrose hatte ich aber nun nicht gerechnet, dafür bin ich doch noch zu jung. Finde ich zumindest! Dachte ich.
Zerbröselnde Gelenke. *f*

Nun wird noch in Richtung Rheuma und Osteoporose ermittelt. Wobei Rheuma ja ein so herrlich schwammiger Begriff ist.

Aber ob die Diagnose nun noch auf Rheuma oder Osteoporose erweitert wird oder nicht, regelmäßige Bewegung und Gewichtsreduktion sind schonmal heftigst angeraten.
*seufz*
Wo das ja bisher auch schon so toll geklappt hat.

Tja, Karl-Erwin, wir müssen ernsthaft in einen Dauerclinch gehen.

Und beim Schwimmen muss ich jetzt aufs Kraulen verzichten.
:(

Samstag, 1. Mai 2010

nichts Aufregendes

Zum Tag der Arbeit meinte ich, (nachdem ich den halben Tag mit Snooker-Gucken vertan hatte,) es sei es doch mal ratsam, mich wieder an mein Projekt zu machen, dem Malen eines ganz bestimmten Bildes*.
Was mich frustet ist, dass ich da irgendwie nicht den richtigen Dreh hinbekomme. Ich male und male und bin nie zufrieden mit dem Ergebnis. Vielmehr ist das Ergebnis nie das, was ich eigentlich malen will. O.k., es sieht schon ganz nett aus, trotzdem habe ich das Gefühl, ich komme nicht vorwärts.
Heute geht gar nix mehr, denn mir tut von der blöden Haltung beim Malen mal wieder so einiges weh.
Nunja. Dann mach ich morgen weiter.

Dafür war ich eben knapp anderhalb Stunden spazieren**. Und siehe da: trotz eines Tropfens, der mir gleich zu Anfang aufs Brillenglas fiel, blieb das Wetter mir (und den anderen die unterwegs waren) hold und tat mit lockeren 17 Grad wohl.

Und jetzt gibt's bei mir gleich frischen Spargel vom Bauern. Hmjam.

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*begleitet von Status Quo und dann dem genialen Erich Klapp-Ton
**mit einem neuen Ohrwurm: Apoptygma Berzerk - Mourn (APB Remix)