Sonntag, 24. Januar 2010

Moin

Ich wollt mich mal wieder melden...
Ich bin grad etwas schreibfaul.
Dabei hätte ich durchaus einiges berichten oder hierfür verarbeiten können, angefangen bei meiner Bus-Odyssee letzte Woche, weiter bei meinem verunglückten "Rettungsversuch" eines offensichtlich angetrunkenen Halbwüchsigen und den darauf folgenden Rückrufen der Polizei auf mein Handy, weil sie sich in der Örtlichkeit nicht zurechtfanden, bis hin zum hinterlistigen Sieg Karl-Erwins, der mir für die nächste (hoffentlich nicht zu lang bemessene) Zeit das Schwimmen verleidet hat.
Die Worte dafür hatte ich tatsächlich schon teilweise im Kopf vorsortiert und trotzdem scheiterte es an meinem Unwillen überhaupt ins Netz zu gehen. Ich checke meine Mails und das war's dann auch schon. Nach mehr ist mir grad nicht.
Ich gucke zurzeit viel auf meine Vögel, was die so treiben, wie sie sich putzen und gegenseitig putzen, herumjagen, ärgern, versuchen durch Landungen auf der Gardinenstange mich zu ärgern... ich male, lese, sehe mir Filme an... koche, besuche und habe Besuch... und vielleicht häkle ich auch noch, denn passende Filzwolle ist jetzt auch gefunden...

Also, bis die Tage dann mal...

Samstag, 16. Januar 2010

Unverhofft

Eben hat mein Nachbar bei mir geklingelt und mich gefragt, ob er mir das Rad, das seit gestern (schon wieder) platt ist, flicken soll.

Ich weiß gar nicht, womit ich diese Fürsorge verdient habe und bin ganz baff ob dieses Angebots.
(Mein Flickzeug samt Luftpumpe sind immer noch in meinem Spind auf der Arbeitsstelle. Ich hatte eigentlich vor, mein Rad Montag wieder zur Arbeit zu schieben und es dort erneut in der Mittagspause zu flicken.)

Ich hab echt nen netten Nachbarn!!!

Freitag, 15. Januar 2010

Gleich vorbei...

Simone lag still und atmete langsam und gleichmäßig. Sie hatte Richard den Rücken zugedreht und stellte sich schlafend. Sie spürte, dass er noch wach war. Vor einer Viertelstunde war er ins Schlafzimmer gekommen und hatte sich keine Mühe gemacht, leise zu sein, während er sich auszog, sich dann ins Bett neben sie legte und dann das Licht an seinem Nachttisch löschte. Jetzt lag er da und lauschte wohl auf ihren Atem.
Simone konzentrierte sich. Ruhig atmen! Tief aber langsam atmen!
Ihr Herz klopfte.
Richard regte sich hinter ihr.
"Simone?" raunte er nahe an ihrem Ohr. Beinahe wäre sie zusammengezuckt. "Bist du wach?"
Sie atmete weiter, versuchte, einen entspannten Eindruck zu machen. Jetzt bloß nicht verkrampfen! Das würde er sehen.
Richard grunzte missmutig, ließ sich in sein Kissen zurückfallen.
Sie hoffte so sehr, dass er heute zu müde war, es für heute drangab und sich einfach auf seine Schlafseite legte.
Bettzeug raschelte. Er rückte an sie heran.
Sie spürte, dass sich ihre Bettdecke an ihrem Rücken leicht anhob. Seine Hand glitt zu ihr hinein und über ihre Hüfte, suchte das Bündchen ihrer Pyjamahose und fuhr vorsichtig tastend darunter.
Simone war erstarrt. Nein. Bitte.
Richard rückte noch näher heran. Sein Atem ging schneller. Während seine Linke unaufhaltsam tiefer kroch, spürte sie, dass er mit der Rechten bei sich selbst Hand anlegte. Sein Keuchen fuhr ihr in den Nacken.
Simone wusste, dass sie sich trotzdem nicht rühren durfte. Würde sie zeigen, dass sie wach war, gäbe es das volle Programm. Würde sie einfach liegen bleiben, würde er nur an ihr herummachen und sich dabei selbst befriedigen, auch wenn er mit Sicherheit wusste, dass sie gar nicht schlief.
Ihn aber abzuweisen, den Fehler würde sie nicht wieder machen. Seiner Überzeugung nach hatte er ein Recht hierauf!
Nur nicht bewegen, es ist sicher gleich vorbei...

reden

Ich verstumme schonmal,
obwohl ich eigentlich viel zu sagen hätte.

Ich rede und rede schonmal,
ohne viel dabei zu sagen.

Manchmal möchte ich auch nur
die Stimme von jemandem hören.

Manchmal möchte ich
gar nichts sagen müssen.

Manchmal möchte ich alles sagen dürfen,
was mich umtreibt.

Manchmal möchte ich nur davon hören,
was den anderen umtreibt.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Als Kind...-Stöckchen

Hier das Stöckchen, das ich bei Lily aufgenommen habe...

1. Was wolltest du werden, wenn du groß bist?

Ich wollte immer Schauspielerin oder Schriftstellerin werden.
Beides hab ich zumindest für den Hausgebrauch betrieben. Ersteres fände ich mittlerweile sogar schrecklich.

2. Wen wolltest du heiraten?
Ich erinnere mich gar nicht, ob ich als Kind jemand speziellen heiraten wollte...
Vielleicht - mit fünf - meinen Großonkel, der damals für ein paar Wochen bei uns zu Besuch war (Krischan hab ich ihn genannt) und dem ich kaum mal von der Seite wich.
3. Was war deine Lieblingseissorte?
Schokolade. Die gab's bei jedem Eisverkäufer und wenn man nur ein Eisbällchen bestellen durfte, schmeckte das irgendwie am kräftigsten, man hatte also am längsten was davon. Manchmal wollte ich aber auch was Frischeres, dann Zitrone.
So viele Eissorten wie heute gab's damals ja gar nicht. Was war damals eigentlich so das Gängigste? Schokolade, Vanille, Zitrone, Erdbeere, Stracciatella, Malaga (buäh! Mochte ich GAR nicht), evtl. Nuss... Später kam dann noch sowas wie "Joghurt" dazu. Das war mir aber suspekt.
4. Dein Lieblings-Spielzeug?
Ganz klar: Playmobil
Es gab kaum was anderes für mich. Lego und Konsorten kamen unterstützend dazu. Viele Sachen habe ich mir dafür selbst gebastelt: Wohnhäuser aus Schuhkartons, einen Tipi aus Schaschlikstäbchen und Jeansresten, Geschirre für die Pferde aus Baumwollfäden usw.
Da fällt mir ein:
Ich hatte im Sommer aber fast immer auch noch einen Flitzebogen mit dem ich durch die Gegend lief.
Und einen Sommer lang besaß ich ein Schaumstoffpferd, so groß, dass ich da quasi drauf reiten konnte. Haaach... Es starb viel zu früh. :(
5. Wovor hattest du Angst?
Ich hatte Angst davor, in dunkle Keller zu gehen.
Ich hatte Angst vor den Geräuschen, die man nachts hörte, wenn alles dunkel und (fast alles!) still war.
Ich hatte (und habe immer noch) Angst vor Spinnen und darum auch vor deren Spinnweben.
Ich hatte immer panische Angst vor Wespen, wenn sie einem vor dem Gesicht umhertanzten. (Beste Art, ihnen zu entkommen: durch die im Garten an Leinen aufgehängten Wäschestücke rennen und die verfolgenden Wespen so abhängen!)
6. Wer war deine beste Freundin?
Erst Ana, dann Claudia T., dann Katrin, dann wieder Ana. Und heute ist sie es immer noch.
7. Was war dein Lieblings-Schulfach?
In der Grundschule: Lesen. Später Mathe und Deutsch. Zeitweise auch Biologie.
8. Was war dein schlimmstes Schulfach?
Physik. Chemie. Uaaah!
9. Was war dein Lieblingsbuch?
"Der Zeuge im Kirschbaum" von Willo Davis Roberts
"Lippels Traum" von Paul Maar
"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
"Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren
10. Was wolltest du nie sein, wenn du erwachsen geworden bist?
Klein! Mistaberauch

Karl-Erwin und Obiwan

Karl-Erwin* hat mir gestern mal wieder zugesetzt.
Ich hatte erfahren, dass ich diese Woche nicht darauf zählen kann, zum Schwimmen begleitet und - auch wichtig für Karl-Erwin - chauffiert zu werden.
Er fand, dass ich, wo ich doch schon zu Fuß zur Arbeit latsche, nicht auch noch zu Fuß den Weg bis zur Schwimmhalle zurücklegen kann. Und Busfahren hassen sowohl er wie ich. Und überhaupt müsste man dann erstmal wissen, wann und wo ein entsprechender Bus abfährt.

Tja. Karl-Erwin hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich mir die Busverbindung tatsächlich heraussuchen würde. Und so kam es, dass Karl-Erwin heute mit musste - mit ins Schwimmbad.

Im Schwimmbecken musste ich die ersten 40 Bahnen leider ganz vorne in der Arschkarten... öööhm... ersten Bahn zurücklegen, wo eine ins Wasser führende Metalltreppe die Bahn um etwa 2 Meter verkürzt und einem ein ordentliches Wendemanöver unmöglich macht.
Dann wurde endlich die Bahn daneben frei, wo ich die restlichen 60 von meinen 100 geplanten Bahnen absolvierte. Nur, dass es 104 wurden. Denn ich wollte unbedingt 2500 Meter zurücklegen und hab nochmal vier Bahnen drangehängt, weil bei den ersten 40 Bahnen ja jedesmal ca. 2 Meter gefehlt hatten. Die letzten 30 Bahnen waren mal wieder hart umkämpft, denn im Becken wurde recht es recht gedrängt und gleich zwei Männer schwammen mir immer wieder in die Quere.

Jetzt bin ich froh, dass ich gegen Karl-Erwin ankam, weiß, welche Busverbindung mich zum Schwimmbad bringt und ich heute abend einen Salat gegessen habe, ganz, wie ich es mir vorgenommen hatte. Karl-Erwin hatte heute nix zu melden.

Obiwan?
Ja, der kam heute aus der Sauna heraus und stolzierte im original Jedi-Ritter-Mantel am Schwimmbecken vorbei in Richtung Solarium.
Der muss sich ja auch mal was Gutes tun. ;)


P.S.:
Nu is schon spät und ich bin ein kleines Bisschen flügellahm, darum gibt's morgen erst das Stöckchen...

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*ist und bleibt mein innerer Schweinehund

Montag, 11. Januar 2010

Neeeiiiin

Schon wieder!
Grad im Spiegel entdeckt: ich hab wieder Flecken am Kinn...
Aaargh.

Sonntag, 10. Januar 2010

Weisheit des Tages

Oft sind es nicht die Antworten, sondern die richtigen Fragen, die einen weiterbringen.

Samstag, 9. Januar 2010

Kein Schnee

weit und breit!
(Außer dem, der eh schon da lag.)
Was mach ich jetzt mit meinen drei Paletten Toilettenpapier vom Hamsterkauf?
Scherz.

Fakt ist:
ich hab gestern für's Wochenende eingekauft, damit ich heute nicht raus muss, falls die Wetterlage tatsächlich so werden sollte, dass ich mich durchschaufeln müsste, wenn ich zum Supermarkt wollte.

Fakt ist:
Ich hab das Toilettenpapier vergessen!

Ich hatte es mir schön vorgestellt, wenn es draußen so stark schneit, dass man nur noch Weiß sieht, wenn man sich schon fast Sorgen darum macht, ob man am Montag sein Fahrrad, das draußen an einen Busch gelehnt steht, noch wiederfinden wird, wenn der heftige Schneefall einem suggeriert, man sei eingeschneit, abgeschirmt, auf's eigene Ich reduziert und damit irgendwie zur wunderbaren Ausrede wird, über's Wochenende drinnen bleiben zu können, man sich einem ruhigen Hobby widmen kann, ganz selbstvergessen, und man dann davon erzählen kann ("Ach, ich hab das ganze Wochenende nur gemalt."), ohne mit dem Einwurf rechnen zu müssen: "Wie, du warst überhaupt nicht draußen?"

So. Ich zieh mich jetzt mal an (Ich sitz ja noch im "Schlafi" hier herum.) und gehe nochmal einkaufen.

Und malen kann ich ja trotzdem.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Unwillig

Heute geht's also im Jahr 2010 zum ersten Mal für mich wieder Richtung Arbeitsstelle.
Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich frühes Aufstehen echt ätzend finde???
*seufz*
Jaja, weiß ja, andere müssen noch früher aufstehen...
... oder gar nachts arbeiten.

Tröstet mich kein Bisschen.

Ich bin müde.
Und mag nicht nach draußen in die dunkle Kälte.
Und schon gar nicht zu diesen....

ähem

O.k., lassen wir das. Rumschimpfen hilft da ja auch nicht.

So, ich pack dann mal mein Säckel und mach mich auf die Socken...

Montag, 4. Januar 2010

Noch eins...

Über Silvester war ich bei meinen lieben Dreien im Nordosten.
Gestern abend kehrte ich nach Hause zurück:
weil meine Züge ab Berlin sämtlich Verspätungen hatten und so mit dem Umsteigen umdisponiert werden musste, war ich erst spät zuhause und damit noch später im Bett.
Darum wurde es heute morgen auch recht spät mit dem Aufstehen.
Darum wurde mein Frühstück auch gleich mein Mittagessen, eingenommen in bester Gesellschaft, nämlich meiner besten Freundin, in einem Imbisslokal.
Nach langem und nötigem Schnack musste ich dann dringend zur Post, denn dort wartete seit letztem Jahr ein Paket auf mich: mein mir selbst geschenktes Weihnachtsgeschenk.

Guitar Hero World Tour
im Guitar-Bundle (für die PS2)

Abgeholt - nach Hause geschliddert* - ausgepackt - gewundert.

Es lachte mich an: Guitar Hero 5

Verwirrung.
Sollte ich vielleicht doch GH 5 bestellt haben? Ich hatte die Seite dazu mir zumindest angesehen.
Egal. Auspacken, Gitarre zusammenbauen, loslegen!

Jetzt tun mir mal wieder die Finger weh, denn ich konnte mich nicht sattspielen. Es musste nicht nur das neue GH 5 herhalten, auch die "alten", GH II, GH III und GH Aerosmith mussten ran.
Mit der neuen Gitarre war's wieder eine Freude. Die alten waren denn doch schon ziemlich abgenudelt.**
Schon bald musste ich mit Krämpfen im kleinen Finger kämpfen und einem Ziehen in Ring- und Mittelfinger. Trotzdem dachte ich nach Beendigung eines Liedes immer: Ach, noch eins... dann hör ich aber auf...
Noch eins....
Noch eins....
Und so wurde aus einem Nachmittag verflixt schnell ein später Abend.
Und so hatte ich weder Zeit für meine Mutter, die soo gerne einen Rapport von meiner Zeit im Nordosten erhalten hätte, noch Zeit für einen Freund, der mir auf den AB gesprochen hatte.
Letzteres macht mir ein schlechtes Gewissen.
Ersteres nicht.

Ach, noch eins:
Ich hatte doch die World Tour bestellt. Der Anbieter hat mir das falsche Bundle geschickt!
Das bekommt er aber nicht wieder. Hähä. GH 5 hätte mich in dieser Kombination mehr gekostet. ;)
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*Schnee und Eis überall, klar, wie wohl in ganz Deutschland, mein Fahrrad hab ich im übrigen geschoben!
**Einige Zeit hatte ich tatsächlich gedacht, mein Spiel sei schlechter geworden, erst als ein Freund sich vor Weihnachten mal daran versuchte, stellte dieser fest, dass bei der einen der "Anschlag" und bei der anderen die Tasten nicht mehr richtig funktionierten!

Nochmal ausgeholt

Nachdem ich den Heilig Abend ja mal außerfamiliär verbracht habe - danke Lily, danke Georg -, den ersten Weihnachtsfeiertag desgleichen - bei meiner "Wahlfamilie" - blieb ich den zweiten Weihnachtsfeiertag zuhause und erschien erst am Sonntag, quasi dem dritten Weihnachtsfeiertag, bei meiner Mutter. Hier nun musste ich mich natürlich und endlich fragen lassen, wie denn so ein Heilig Abend außerhalb der Familie gewesen sein kann.
Zwei Tage danach, als ich auf der Geburtstagsfeier meines Bruders erschien, fragten mich nicht nur der eine, nein auch der andere Bruder, die Freundin des ersten Bruders, mein Onkel und - na sowas - ein Freund meines Bruders danach, wie so ein Heilig-Abend-ohne-Familie aussieht und wie's war.
Ach, und eine Bekannte meiner Mutter sprach mich am Tag davor auf offener Straße auch deswegen an.
Meine Güte.
Damit kann man tatsächlich einen ganzen Haufen Menschen beschäftigen!

Ich kann schon ganz schön fies sein. Jaja. Und einsilbig. Gerade bei Neugierigen.
Daher kam von mir nur ein gegrinstes "Schön!"