Samstag, 21. November 2009

durchs Nass

Seit kurzem bin ich ab und zu im Wasser unterwegs.
Einmal die Woche - Schwimmen.
Das ist nicht besonders viel, aber immerhin etwas und somit mehr, als ich für das ganze vergangene Jahr vorweisen könnte.
Ich schwimme nicht sonderlich schnell, aber ich versuche mich nicht nur im Brustschwimmen, was ich eigentlich recht ausdauernd kann (wenn ich will - *hüstel*), sondern übe mich auch im Kraul, womit ich noch immer Schwierigkeiten habe, weil ich mit dem Atmen irgendwie nicht hinkomme. Zweiertakt ist zu kurz, Dreiertakt - also der Wechsel von Rechts- zu Linksatmen - funktioniert nicht, da ersauf ich höchstens, und der Vierertakt bringt mich nach ca. zwei Bahnen völlig außer Atem. Nunja. Da muss ich eben noch dran arbeiten.
Im Wechsel zum normalen Schwimmen, mache ich auch Beinarbeit mit Schwimmbrett (oder auch Kick Buoy) und Armarbeit mit der sogenannten Pull Buoy - im Kraul.
Optimal wäre es für mich, wenn außer meinem Schwimmpartner niemand das Becken bevölkern würde, denn ich schwimme am liebsten stupide vor mich hin. Das geht aber nicht, denn da kommt auch schonmal ein Querschwimmer daher, der gleich mehrere "Bahnen" nutzt und sich zwischen den schon eingereihten Schwimmern hin- und herschlängelt. Dann gibt es auch diejenigen, die sich einfach direkt vor einen setzen und gleich komplett die Bahn in Beschlag zu nehmen gedenken. Oder die, die rückwärts schwimmend, nicht sehen können, wohin sie lenken und vom geraden Kurs abkommen*. Oder die Rumplatscher, die beim Kraul derart das Wasser aufschäumen, dass man beim eigenen Luftholen erstmal eine kleine Fontäne abbekommt statt des benötigten Sauerstoffs. Heute gab's auch mal einen "Dufter", der vor dem Wassersport wohl dringend nochmal seinen Kopf in einen Eimer Parfüm stecken musste, um dann beim Schwimmen einen Duftteppich oberhalb der Wasseroberfläche auszubreiten, den man dann inhalieren durfte. Bäh!
Im Übrigen kann man dort auch überraschend Leute treffen, die man sonst nur von mehreren Kleidungshüllen bedeckt kennt.** Huuuch!

ABER: das Schwimmen hat mir die ständige Schulterverspannung genommen! :)
Und das war ja Sinn der Sache!

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*Die Rückwärtsschwimmer sind zurecht unbeliebt! Und ich gehöre übrigens gnadenlos dazu!
Wie ich mich auch zu den Bahndazwischenquetschern zählen muss. Aber was soll man tun, wenn das Becken schon so voll ist?? Nichtsdestotrotz bin ich selbst immer wieder ungehalten, wenn ich dann endlich eine Bahn für mich erobert habe und mir dann einer schon wieder hineinschwimmt. Gna!
**Aber da ich Brillenträgerin bin - kurzsichtig - sehe ich im Schwimmbad - weil ohne Brille - natürlich alles unscharf und bin mir nicht immer sicher, ob derjenige tatsächlich jener welcher ist. Dass ich alles unscharf sehe ist wohl manchmal auch ganz gut so, das nur nebenbei. Ich hoffe zudem inbrünstigst, dass die Menge der anderen Schwimmer mindestens doppelt so kurzsichtig ist wie ich. *hust*

Kommentare:

Georg hat gesagt…

Schwimmen ist toll. Das mit den fiesen anderen mag ich auch nicht. deshalb gehe ich zu sehr früher Stunde. Vorteil des Schichtdienstes.
Die Dufter sind mir ein greul. Da hast Du recht. Schlimmer sind aber diejenigen die nach Schweiß stinken...

mkh hat gesagt…

Also bitte nicht mehr im Dreiertakt!

Meise hat gesagt…

@Georg:
Wenn ich zu sehr früher Stunde schwimmen gehen müsste, würde ich höchstwahrscheinlich gar nicht gehen. :( Gerade das frühmorgendliche Aufstehen fällt mir nämlich sehr schwer und wenn ich danach auch noch gleich sportlich tätig sein müsste... *ächz* ...würde mein Schweinehund ganz leicht siegen.

@mkh:
Den vermeide ich standhaft. ;)