Donnerstag, 22. Oktober 2009

kranke Meise

Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich ungern zum Arzt gehe?
Vor allem, wenn's einem so richtig dreckig geht, ist das lange Warten im Wartezimmer eine Qual.
Und in dem Moment, in dem man das Behandlungszimmer des Arztes betritt, sieht man anscheinend urplötzlich frisch wie der jugendliche Morgen aus, denn der Arzt sieht sich zu der Frage hingerissen, was einen denn hierher verschlägt. Hmpft.
So kommt es mir jedenfalls immer vor...
Trotzdem hatte ich mich heute endlich dazu durchgerungen, meinen Arzt aufzusuchen.
Ich wollte eigentlich nur einen netten gelben Schein für heute und morgen haben - Medikamente will ich von ihm nicht, ich hab da, was ich brauche -, damit ich meine schmerzenden Nebenhöhlen stündlich mit Rotlicht versorgen und mich ansonsten mit der Wärme und Geborgenheit meines Bettes pflegen kann.
Ich raffe mich also auf...
... und stehe beim Arzt vor verschlossener Türe. (Nein, ich hatte nicht vorher angerufen!)
Der hat doch glatt Urlaub!!!
Verdammt!
Da braucht man ihn einmal im Jahr* und da hat der Kerl URLAUB!
Und die Vertretung ist in einem anderen Stadtteil zu finden. Aaargh!
Was mache ich?
Ich trolle mich wieder nach Hause und rufe meinen Chef an, handele mit ihm aus, dass ich morgen zwar kommen werde, aber später, und wahrscheinlich auch früher wieder gehen werde. (Vermutlich bleibe ich ein Verlegenheitsstündchen dort.) Auf Kosten meiner bisher geleisteten Überstunden.
Jaaa, ich könnte auch einen anderen Arzt in meinem Stadtteil aufsuchen.
Aber dort zu sagen "Schreiben Sie mich doch bitte für heute und morgen krank, mehr will ich nicht, auf Wiedersehen!" ist mir denn doch zu blöd.
Kranksein kann echt kompliziert sein...
... zumindest wenn man eine Meise hat/ist.

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*Ich war zwar dieses Jahr ziemlich lange krank, dafür war aber ein anderer Arzt "zuständig".

1 Kommentar:

Georg hat gesagt…

Ohne Worte...

Ähhh. Doch.
Arme Meise