Mittwoch, 16. September 2009

Konzept-Geschiebe

In letzter Zeit denke ich schonmal über "Lebenskonzepte" nach und wie sie vielleicht von dem einen oder anderen verfolgt, verinnerlicht und erreicht werden/wurden.
Mein Lebenskonzept war nie überlegt, irgendwie eher von vorneherein als von selbst eintretend angenommen.
Nur, dass es sich nicht ergeben hat, dieses ominöse Konzept.
Eine OP kann ein noch ausstehendes Konzept auch schonmal ins Wanken bringen oder zerstören.
Umdenken war angesagt.
Umgedacht.
Und gedacht, dass es schon so in Ordnung geht.
Schicksal eben.
Dieses Umdenken war jedoch unnötig, letztendlich.
Vor der OP war es unumgänglich.
Nach der OP obsolet.
Freude allenthalben. Überbordende Freude, schon ins Ekstatische gehend.
Und heute?
Ernüchterung.
Nur, weil ein Konzept wieder möglich ist, erfüllt es sich nicht einfach.
Und irgendwie hadere ich zur Zeit ein wenig mit dem Schicksal, das mir etwas erlaubt, mich aber nicht lässt.
Dumm das.
Hadern ist nicht gut.
Weiß ich wohl.
Und überhaupt: Will ich das alles eigentlich?
Ja und nein.
Was bleibt ist Ratlosigkeit und das Gefühl, irgendwie daneben zu liegen.
Was ich bisher an Entscheidungen getroffen bzw. eben nicht getroffen habe.
Und überhaupt.
Arg daneben eben.

Kommentare:

mkh hat gesagt…

"Nur, weil ein Konzept wieder möglich ist, erfüllt es sich nicht einfach."

Ich weiß es ja nicht, habe keine Ahnung, auf all die virtuelle Entfernung und so. Vielleicht ist das bisherige Lebenskonzept nicht das Richtige? Oder gibt es Störkräfte, die die Umsetzung verhindern?

Aber falls es dir ein Trost ist, nicht damit "allein" zu sein - auch mein aktuelles "Lebenskonzept" zerbröselt gerade in seinen Fundamenten. Traurig. Denoch, wer weiß, was kommt, wozu es gut ist. Nicht aufgeben!

Georg hat gesagt…

Aaaaaarrrrrrrggggghhhhhh!!!

Genau so vertreibt man alle guten Dinge die passieren könnten. Es gibt für das Leben kein Konzept.
Mach was Du willst. Der Rest ergibt sich.

Denke nicht immer. Lebe einfach...

Schei* Schicksal

Meise hat gesagt…

@mkh:
Ich kann nicht sagen, ob mein "Konzept" (das im Grunde keines ist, s.u.) das richtige ist. Das weiß ich im Voraus nicht.
Störkräfte kann ich auch nicht benennen oder sehen. Eher ein Fehlen.

Und mich macht es traurig, dass dein "Lebenskonzept" gerade bröselt. Das tut mir leid.
Kopf hoch.
Denn wie sagtest du schon:
Nicht aufgeben!


@Georg:
Ich denke, meine Wortwahl war nicht ganz passend. Konzept deutet auf einen Plan, ein Programm hin, etwas, das man ausgearbeitet hat.
Das ist bei mir nicht so.
Ich meinte eher ein Bild, eine Vorstellung, nicht ausgearbeitet, eher schwammig und unscharf.
Trotzdem etwas, das man irgendwie doch in seiner Zukunft sieht oder gedankenlos voraussetzt, selbsterfüllend.

"Mach was du willst, der Rest ergibt sich."
Was nun, wenn sich der Rest eben nicht ergibt?
Und manche Dinge kann man eben nicht einfach "machen".


Ich habe in der Vergangenheit schon viel Zeit damit verbracht, nicht zu denken, jeden Tag so zu nehmen, wie er kam. Und beinahe "spurlos" sind diese Tage an mir vorbeigegangen. In dem Sinne spurlos, dass sie keinen Widerhall in mir haben. Irgendwie sinnlos.

Vielleicht ist es das. Vielleicht suche ich nach einem Sinn...

Georg hat gesagt…

Ja. Ich glaube da habe ich Dich total falsch verstanden. Ich denke Du wirst schon den richtigen Ansatz finden. Wenn es das ist was ich denke, dann kann man es natürlich überhaupt nich "machen".
Ich wünsche Dir viel Glück bei der Verwirklichung.

Werde versuchen in Zukunft zweimal nachzudenken. Sorry.

Meise hat gesagt…

Keine Entschuldigung vonnöten. ;)
Dein Kommentar war doch in Ordnung.

Lily hat gesagt…

Wie wichtig manche Konzepte, manche potenziellen Lebensmodelle einem wirklich sind, stellt man oft erst fest, wenn sie in Gefahr sind. Wenn da das Schicksal wirklich zuschlägt, und man sich in die Folgen fügen muss, ist es das Sinnvollste, so bald als möglich dran zu gehen, und lernen, damit zu leben.
Wenn es alternative Mittel zur Zielerreichung gibt, muss man abwägen, ob das Ziel die (meist dann nötige) Mühe wert ist...
Kann man das Erwünschte und Ersehnte aber von vornherein nicht allein erreichen, sondern benötigt man andere dazu, oder glückliche Fügungen, dann kann man eigentlich nur versuchen, das, was man gern hätte als Wunsch zu betrachten, der vielleicht nicht erfüllt wird. Das bedeutet, auch immer ein bisschen zu trauern...
Aber das Gefühl, im eigenen Leben herumzuschwimmen, weil es nirgends vorwärts geht, weil die Lieblingsziele ausscheiden und ansonsten nicht viel Erfreuliches anzutreffen ist, das kenne ich auch. Ich glaube, dass man an diesem Lebensgefühl nur dann nicht leidet, wenn man meist an der Oberfläche bleibt.
Vielleicht ist das aber auch nur ein billiger Trost, noch dazu auf Kosten Anderer, wer weiß.
Ach, liebe Meise, ich würd ja jetzt sagen "Alles wird gut"- aber ich kann nur sagen: Halt die Augen offen, gib nicht auf, ergreife Chancen, wenn du sie siehst, und schau nach vorne.
Ich halte die Daumen,

Lily

Lily hat gesagt…

PS: Das, was man sucht, kommt oft aus den merkwürdigsten Ecken, in ganz unerwarteter Gestalt... Ich erlebe gerade so etwas, und bin täglich wieder fasziniert und sehr dankbar dafür.
Es spricht alles dafür, nicht nur in altbewährten Bahnen zu schwimmen. Glaubs mir.

Meise hat gesagt…

Ich glaub's dir. :)

ansonsten: s. Mail