Sonntag, 3. Mai 2009

Rückblick

Ich hatte Angst.
Denn ich wusste nicht, wie die nächsten Tage aussehen, was genau mit mir passieren und wohin es mich führen würde.
Meine beste Freundin fuhr mich am 15. April zum Krankenhaus und bot mir an, vor dem Aufnahmeraum mit mir zu warten, was ich ablehnte, denn sie hatte mir an diesem Morgen und auch vorher schon viel Kraft gegeben und viel Nervosität genommen.
Und so saß ich an diesem Tage zunächst vor der Aufnahme, später vor dem EKG, vor dem Röntgen, vor der Anästhesie auf Stühlen in Warteposition, zusammen mit anderen Patienten, kam mal schneller dran, mal musste ich zwei Stunden warten.
Ein wenig mulmig war mir, als ich - halb entkleidet - aus der Umkleide in den Raum trat, wo mich der Chefarzt untersuchen sollte, denn er war nicht allein: ein Pulk von sechs Leuten erwartete mich dort und beriet sich gemeinsam, was auf dem Monitor zu sehen war und wie man vorgehen wollte.
Allerdings konnten mir die Ärzte auch nach dieser Untersuchung noch nicht sagen, was mir genau bevorstand (mal abgesehen von einem Bauchschnitt), denn erst während der OP würde sich zeigen, was zu tun sei.
Ich hatte großes Glück in der Zimmerzuweisung: ich kam in ein "Zweibettzimmer mit Nasszelle". Die Patientin, die dort bereits "eingezogen" war, sollte auch am nächsten Tage operiert werden. Wir verstanden uns vom ersten Moment an und sie war mir die beste Bettnachbarin und Zimmergenossin, die ich mir hätte vorstellen können.

Am nächsten Morgen lagen wir also frisch geduscht, im OP-Hemdchen (hinten offen - na klar!) und mit merkwürdiger Netzunterhose im Bett und warteten darauf, "geholt" zu werden. Ich kam zuerst dran.
Direkt mal vorweggenommen und vergesst den Spannungsbogen:
die OP verlief 1A, von den Möglichkeiten, die mir genannt worden waren, war mir die harmloseste vergönnt gewesen und so kann ich wirklich sagen, dass ich großes Glück hatte!
Bei meiner Bettnachbarin verlief auch alles "nach Wunsch" und so konnten wir gemeinsam die nächsten Tage das Abenteuer "Sich-von-der-OP-erholen" und "Krankenhaus-Alltag" begehen.

Das erste Abenteuer stand uns am nächsten Morgen bevor: Aufstehen! ...

Kommentare:

Marco hat gesagt…

Schön, dass alles gut gelaufen ist. Diese Ungewissheit, die dich am Anfang ereilte kenn ich gut. Bin auch ständig beim Arzt. Umso erfreulicher, dass du es durchgestanden hast. :)

Springfloh25 hat gesagt…

Dann hat sich das Daumen drücken gelohnt - schön!

mkh hat gesagt…

Schon ein großer Einschnitt im Leben... - Erfreulich, dass die OP 1A lief!!!

Fräulein Wunder hat gesagt…

Schön, dass Sie wieder da sind!

Der Imperator hat gesagt…

Schön das sie wieder da sind und alles gut gegangen ist. Krankenhäuser sind immer gut für skurille Geschichten. Ich will mehr hören :D

Meise hat gesagt…

@Marco:
Und das Zum-Arzt-Gerenne hast du sicherlich schon längst leid. :(
Bei mir war's ja (für mich) eher eine sich zuspitzende Situation, etwas, das jetzt aufkommende Entspannung erlaubt.

@springfloh:
Jawollja! Aber so richtig!

@mkh:
Wie wahr. Aber alles ist gut. :)

@Fräulein Wunder:
Find ich auch.

@Imperator:
Kommt. ;)