Montag, 2. Februar 2009

Heute

Diese Nacht kam der Schlaf nur widerstrebend.
Ich bin gefühlte tausend mal wach geworden und habe auf die Uhr geguckt.
Ich wollte die neue Woche vielleicht etwas hinauszögern.
Sie beginnt mit einem beladenen, belastenden Tag,
einem Tag, der sich aus der Vergangenheit nährt.
Aus dem, was heute vor acht Jahren geschah.
Der Tag nährt sich aus den Erinnerungen an ihn, der starb
und wie dies geschah.
In den Jahren darauf war dies oft ein Tag, den ich im Kopf übersprang, nicht wahrnehmen wollte.

Die heutige Morgendusche vermochte nicht, die Schwere aus mir fortzuspülen,
aber ich weiß, dass ich weiter bin, mich wieder etwas weiter davon entfernt habe, dumpf zu verharren.
Es ist leichter geworden, ja das ist es. Und es wäre wohl auch schlimm, wäre es nicht so.
Und vielleicht gelingt es mir irgendwann, mich zu erinnern, ganz ohne Schmerz zu spüren,
mich an die richtigen Dinge zu erinnern, mich zu freuen an den Bildern, den Empfindungen.

Ich denke heute an dich - wie so oft. Vater.