Montag, 16. Februar 2009

Endspurt

Wehmut umfasst mich - ganz vorsichtig, zögernd.
Eine liebe Kollegin hat nur noch zwei Tage Arbeit vor sich.
Danach hat sie ganz frei. Urlaub für immer. Quasi.
Ich gönne es ihr von Herzen. Und sie ist nicht die Person, die zuhause versauert. Sie wird etwas mit ihrer freien Zeit anfangen. Da bin ich mir sicher.

Bis jetzt konnte ich noch Witze reißen, ihr ihre Altersteilzeit in allen Farben ausmalen, ihr grinsend den einen oder anderen Vorschlag zur Freizeitgestaltung unterbreiten.
Nun aber, da sie in ihren Endspurt geht, rinnt mir die lang zurückgehaltene Erkenntnis ins Hirn, dass sie mir fehlen wird,
als Ansprechperson,
als Rückhalt,
als irgendwie einzige vernünftige Person in dem Laden.

Kommentare:

Jay hat gesagt…

Sag ihr das.

Lily hat gesagt…

Genau, sags ihr. Und tausch E-Mail-Adressen mit ihr:-)

L

Rotfell hat gesagt…

Tja, irgendwann ist's bei jedem so weit. Aber ihr könnt ja in Kontakt bleiben.

Falcon hat gesagt…

Sie ist doch nicht aus der Welt, oder?
Ein Kontakt jenseits der Arbeit müsste dann doch, so von beiden gewünscht, auch dann noch möglich sein.

Der Bildermann hat gesagt…

So was ist mitunter echt hart, mir ist sowas einmal erst richtig klar geworden, als der Kollege weg war. Auf einmal fehlte was. Halte den Kontakt!

Meise hat gesagt…

@alle:
Ich habe ihr gesagt, dass sie mir fehlen wird.
Den Kontakt werde ich natürlich zu halten versuchen, Treffen bzw. Besuche werden da ja wohl drin sein, E-Mail-Kontakt geht weniger, vor dem PC graust es ihr.
Trotzdem wird sie mir im täglichen Kampf gegen die Untiefen des Berufsalltags, wo man sich gegenseitig beisteht, fehlen.