Freitag, 30. Januar 2009

Ich denke an...

Ich denke an einen, den ich morgen sehen werde.
Ich denke an einen, der krank ist.
Ich denke an eine, die im Krankenhaus liegt.
Ich denke an zwei, die ich morgen treffen werde.
Ich denke an eine, an die ich immer denke.
Ich denke an einen, der lange krank war.
Ich denke an eine, die bald Geburtstag hat.
Ich denke an drei, die ich vermisse.
Ich denke an einen, der mir ein Rätsel ist.
Ich denke an einen, der mir mal den Schlaf geraubt hat, ohne Reue.
Ich denke an vier, die mir nah sind.
Ich denke an zwei, mit denen ich bald mal wieder ausgehen sollte.
Ich denke an einen, der nicht mehr ist.
Ich denke an einen, der sich zurückzieht.
Ich denke an zwei, die Freunde sind.
Ich denke an eine, die Angst hat.
Ich denke an eine, die tapfer durchhält.
Ich denke an zwei, die sich lieben.
...

Dienstag, 27. Januar 2009

Kamikaze? Von wegen!

Es gibt ja unbestritten Radfahrer, die ein wenig lebensmüde ihres Weges radeln.
Manchmal könnte ich fast glauben, dass dies Kamikaze-Radler in kriegerischer Mission sein könnten, ausgesandt, um den Autofahrern das Fürchten zu lehren, ohne Rücksicht auf das eigene Wohl und Wehe.
Nichtsdestotrotz sollten die werten Autofahrer nicht vergessen, dass sie eben nicht immer einen bösen Querfeldeinradler vor sich haben, wenn er ihnen in einer Einbahnstraße entgegenkommt.
Sie sollten, bevor sie mahnend den Lehrer-Lämpel-Finger heben, den Radfahrer wüst beschimpfen oder ihn gar rüde auf den Bürgersteig drängen (der für Radfahrer ja nun auch verboten ist), sich sicher sein, dass sie eben nicht jenes Schild





an der Einfahrt zur Straße übersehen haben.
Irgendwann zerr ich mal einen jener Wütenden, so Selbstsicheren zurück zum Schild und poche sie mit der Nase drauf. Ich hab's satt, ständig beschimpft und abgedrängelt zu werden, als sei ich irgendein Geschmeiß, das es wagt die Straße zu benutzen.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Come away with me



(Edit: Norah Jones mit "Come away with me"

Mittwoch, 21. Januar 2009

Sonntag, 18. Januar 2009

Klingelterror

Die Nachbarn unter mir haben schonmal Besuch, der unheimlich gerne den Finger über mindestens fünf Sekunden auf der Klingel belässt (meist eher länger - und ihr ahnt gar nicht wie lang 5 Sekunden sein können!), vermutlich um die Dringlichkeit des Einlasses anzuzeigen. Da die Klingel der Nachbarn bei ihnen nunmal fast unter der Decke hängt, dringt der ins Hirn springende Laut durch meinen Fußboden und malträtiert mich gleich mit. Ich fühle mich jedesmal versucht, hinunter zu rennen und denjenigen vom Klingelknopf zu reißen.

Letztens tat ich das auch. Da wollte das Klingeln nämlich gar nicht aufhören und zog sich mindestens... (MINDESTENS!!!!) eine Minute hin. Ich also runter, die Tür aufgerissen, den Bengel vor der Türe angeblökt. Der hatte zur Verteidigung zu sagen, dass in der Wohnung aber wichtige Sachen von ihm seien. Ich fragte ihn darauf, wie er denn meine in die Wohnung zu kommen, wenn offensichtlich keiner da sei und wie das penetrante Klingeln ihm wohl zu diesen Dingen verhelfen könne. Er bestand darauf, es sei jemand in der Wohnung und wolle ihn nur nicht einlassen.
Herrlich. Und deshalb muss ich gleich mit leiden.
Elendes Pack!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Mittwoch, 14. Januar 2009

Schikanen über Schikanen

Unfassbar!
Ich hatte ja letztens schon das Vergnügen, einem absichtlich errichteten Hindernis auf dem Arbeitsweg mal direkt zu begegnen, das ganz offensichtlich eine Falle der vereinten motorisierten Liga war.
Doch diese fiesen Gesellen greifen jetzt auch noch zu anderen Mitteln:
im Dunkeln werden Tretminen von eigens dafür domestizierten und abgerichteten Tieren der Gattung Canis dort ausgelegt und deponiert, wo ich mein Fahrrad anzuketten pflege, damit ich durch die geruchsintensive (da anscheinend noch frischen) Anhaftung gleich mal markiert bin und durch die Trittspuren vielleicht auch noch verrate, wo ich wohne. Das ist Schikane, ist das! Jawohl!

Dienstag, 13. Januar 2009

Lena & Goethe - V

Lena war sich nicht sicher, wie sie weiter vorgehen sollte. Sie wollte nicht über’s Ziel hinausschießen, indem sie seine Wut zu weit schürte, ihm nicht auch noch in die Rippen treten, wo er doch offensichtlich schon am Boden lag.
Mit rundem Rücken saß er da, auf der Armlehne des Sessels, in sich zusammengesackt, und starrte auf diesen hässlichen Teppich, während ihm Tränen die Wangen hinunterkullerten, um Tropfen an seinem Kinn zu bilden. Er gab ein jammervolles Bild ab.
Bedrückende Stille lag im Raum. Goethe gab keinen Laut von sich, schluchzte nicht, weinte unhörbar vor sich hin.
Ihr war es unangenehm. Warum hatte sie ihn nur so gequält?
Er hatte recht, was wusste sie denn schon? Sie hatte in ihrem Leben nur kurze Beziehungen gehabt und die waren alle nicht von der Sorte gewesen, dass sie dem Gedanken hätte verfallen können, sie hätte ihren Partner für’s Leben gefunden. Für sie war nach einer Trennung das Leben weitergegangen: Neues Spiel, neues Glück. Sie hatte nie vorgehabt, einen jener Männer wirklich bis ans Ende ihrer Tage mitzutragen. Himmel, nein, das hätte sie sich nicht vorstellen können. Verliebt war sie oft gewesen, aber mehr war es nicht. Nur eine kleine Wegstrecke in ihrem Leben. Mehr nicht.Und jetzt fragte ein leises Stimmchen in ihr gerade, ob nicht sie eigentlich trauern sollte.

Montag, 5. Januar 2009

Schneewachtmann

Das Rad, das hinter dem Schneemann hervorlugt ist übrigens meines und dieses Wetter musste ich natürlich wieder zum Anlass nehmen, mich mit demselben hinzulegen... Nunja.

Samstag, 3. Januar 2009

Im Neuen Jahr

Eigentlich merkwürdig,
dass man sich nach einem Kalender richtet, um sich Vorsätze zu machen.
Dass man meint, mit dem Wegschmeißen eines alten Kalenders und dem Aufhängen eines neuen würde sich auch irgendwie alles andere erneuern. Man müsse den Chancen, die man im letzten Jahr nicht hat nutzen können, nicht nachtrauern, denn mit dem neuen Jahr sei ein Gefäß an neuen Chancen wieder bis oben hin gefüllt.
Eigentlich merkwürdig.
Und doch irgendwie auch schön.