Freitag, 31. Oktober 2008

Blick vor und zurück

In letzter Zeit bestürmen mich mal wieder merkwürdige Gedanken, die ich ständig hin und her sortiere, mal wieder irgendwo weglege, um sie später doch wieder hervorzuholen.

Ich muss gleich noch einkaufen, Zutaten besorgen, um eine Halloween-Blätterteig-Schlange zu backen, mein Mitbringsel für den Halloween-Abend bei einer Freundin und ihrem Mann. Wir planen "Underworld" zu gucken, aber erst als Zweitfilm, denn der Mann des Hauses mag keine gruseligen Filme, für ihn gucken wir erstmal Keinohrhasen und wenn er bettschwer geworden ist dann unseren Film.
Eigentlich sollte ich auch irgendwie verkleidet dort auftauchen, aber ich hab noch nix. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich's damit auch nicht so. Hmnaja. Mal sehen...

Ich wollte mich schon letzte Woche bei einer Freundin melden, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe, aber irgendwie wurde da nix draus. Wenn ich mal anrief, ging keiner ans Telefon. Nun, morgen will ich sie endlich mal erwischen!

Morgen wird mich sicherlich meine Mutter anrufen und mir davon berichten, wie das Grab meines Vaters aussieht, was sie daran geändert hat, was neu gepflanzt wurde etc., nur um mich dann zu fragen, ob ich das Grab denn auch besucht habe.
Ich war schon lange nicht mehr dort und morgen werde ich wahrscheinlich auch nicht hingehen...
Irgendwie sperre ich mich davor, mich nach solchen Terminen (Allerheiligen in diesem Falle) zu richten. Wenn mir der Sinn danach ist, dann kann ich jederzeit einen Besuch machen. Nur stand mir schon ziemlich lange nicht der Sinn danach. Was mir irgendwie auch wieder ein schlechtes Gewissen macht. Ich habe sie die ganze Zeit mit der Arbeit ganz alleine gelassen. Andererseits sind hier ja noch zwei Brüder vor Ort, die ihr genauso helfen können. Eigentlich besser noch, da beide ein Auto besitzen...
Ich denke aber, dass meine Mutter die Frage auch deshalb stellt, um zu sehen, wie es bei mir um das Thema bestellt ist. Sie weiß, dass ich ein Riesenproblem mit dem Tod meines Vaters hatte... und habe.
Allerdings hat mich ein Friedhofsbesuch nicht wirklich an ihn oder seinen Tod erinnert. Eigentlich nur an die Zeit danach, die voll von Trauer, Wut und Arbeit war. Und voll von Sorge um meine Mutter, der es damals sehr schlecht ging.
Vielleicht möchte ich mich nur von diesen Erinnerungen distanzieren...?

Jedes Jahr im November also, holen mich diese Dinge irgendwie wieder ein, genauso wie im Februar, dem Sterbemonat meines Vaters. (Seitdem mag ich Karneval nicht mehr so...)
Ich denke an meinen Vater, wie er starb, an die Begleitumstände, an das, was alles darauf folgte.
Dies alles liegt aber schon ein ganzes Weilchen zurück und mittlerweile schmerzt es nicht mehr so.

Manchmal stelle ich erschreckt fest, wieviel Zeit seitdem vergangen ist und wie wenig sich in meinem Leben seitdem verändert hat. Irgendwie habe ich stillgestanden, ausgeharrt, vielleicht abgewartet. Und ich habe mich schon bei dem Gedanken erwischt, dass ich meine Zeit verlorengehen ließ, einfach fortfließen ließ, unwiederbringlich...


Nun muss ich aber los, die aufgeschriebenen Sachen besorgen.
Und vielleicht finde ich ja doch noch eine Gummi-Hexen-Nase, dann könnte ich mit schwarzem Umhang (Fleece-Decke, die ponchomäßig einen Kopfdurchlass in der Mitte bekommt) und spitzem Hut doch noch eine Verkleidung hinbekommen...

Donnerstag, 30. Oktober 2008

5. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Lily hat einen "Schnellschuss" gemacht, wie sie es nennt. Lest selbst, aber haltet ein Tuch bereit, um etwaige Schweißtropfen oder Sabberspuren zu tilgen. ;)


Sagenhaft

Komm zu mir, du Schöner, ich lade dich ein.
Die Kerzen flackern im Septemberwind, der das Erinnern eines langen Sommers in sich trägt, und hier ist es still, hier, in meiner verschwiegenen Kammer.
Der Wein liegt schon auf dem Eis, kalt und schwarz und schwer wird er sein wie die ewige Ruhe, und er wird deine Sinne betäuben.
Spiegel aus flüssigem Silber sind die Teller auf der Seide, und es dauert nicht lang, so füllen sie sich mit den Reichtümern der Gärten.
Wehrlos in der Sonne fühlte der Feigenbaum seine Früchte süß und dick anschwellen, und nur für dich wurde er ihrer beraubt. Nun liegen sie da, und immer noch duften sie wie die Hitze eines Sommertages. Ihr Saft läuft über dein Kinn, und ich strecke meine Hand aus, um einen Tropfen aufzufangen.
Du lächelst mich an, und greifst nach meiner Hand- geschmeidig und flink entziehe ich sie dir, und schenke dir nach vom Wein, mein Gewand streicht sacht über deine Schulter.
Dein dunkler Blick sucht den meinen festzuhalten, und zögernd nur nimmst du die Auster aus meiner Hand-: Koste sie, lass sie über deine Zunge gleiten, verschlinge sie ganz.
Ich bringe dir Oliven und Nüsse, und du öffnest deine Lippen, um sie entgegen zunehmen- dein Atem streift meine Finger. Warm ist er, schwer und feucht.
An deiner Schläfe pocht blau eine Ader, und dein Gesicht ist weich im Kerzenlicht.
Mein Daumen zeichnet den Bogen deiner Braue, und du schließt die Augen- die dunklen Wimpern werfen Schatten auf deine Wangenknochen, und mein Entzücken ist wahrhaftig und tief.
Schön bist du, mein Freund.
Etwas Süßes lass mich dir reichen, etwas von dem Honig dort träufle ich in meine Hand, und gebe sie preis, lasse deine kühlen Finger mein Handgelenk umfassen. Ich spüre dein Blut pulsieren, es ist drängend, es eilt... Du hältst die Hand fest, und schaust unbeirrt in meine Augen, während dein Mund sich senkt und die Lippen den Honig aufsaugen. Deine Zunge, warm und geschmeidig, streicht über die Finger, leckt und streichelt und nimmt noch die letzte Süße mit.
Ich schließe die Augen.
Und ich höre wie du meinen Namen sagst... immer und immer wieder, bis deine Stimme versagt, und ich weiß, ich werde dich hören, nachts im Traum, wenn du ihn flüsterst, wenn du ihn rufst, wenn du ihn singst. Lucrezia.



Lucrezia.




Lucrezia...


.....

Dienstag, 28. Oktober 2008

Zum Mitmachen - Endspurt

Ihr Lieben,
es geht in den Endspurt. Bis zum 31. habt ihr noch Zeit... ;)

Montag, 27. Oktober 2008

Mitbewohner in Bloghausen

Ich möchte hier einen neuen Blog vorstellen, den ich vor kurzem gefunden habe.

Fräulein Wunder berichtet dort über ihre Lebensumstellung, über ihr Personal Coaching, hinein in ein gesünderes und bewussteres Leben.
Handlungsort ist hauptsächlich ihre Küche, dort finden die Gespräch mit ihrem Coach statt.

Sie sagt, dass nur ganz wenige ihrer Freunde, Bekannten oder ihrer Familie davon wissen, dass sie diesen Blog schreibt, weil es ihr wichtig ist, dass sie ihre Gedanken und Gefühle ohne Rücksicht auf jemanden ausdrücken und sich mit ihnen auseinandersetzen möchte.

Ich habe den Blog schon fast von Anfang an verfolgen dürfen, besteht er doch auch erst seit August, und ich finde es spannend und erstaunlich, jemanden auf diese Weise kennenlernen zu dürfen.

Euch sei also der Blog "Küchengespräche" wärmstens ans Herz gelegt.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Gehört

Vor einiger Zeit bekam ich drei Hörbücher von einem Freund geschenkt: "Neue Vahr Süd", "Der kleine Bruder" und "Herr Lehmann" von Sven Regener, vom Autor garselbst gelesen.
Heute Nacht habe ich mit "Herr Lehmann" die Hörbücher alle durch und bin begeistert.
Nicht nur von der Trilogie selbst, von der Art und Weise, wie Regener sie geschrieben sondern auch wie er sie gelesen hat. Sein Bremer Zungenschlag und seine ihm eigene Art, wie er liest, gefällt mir ungemein. Ich weiß noch, dass ich bei "Neue Vahr Süd" anfangs noch das Gefühl hatte, dass Regener ulkig schreibt und liest, irgendwie ganz anders, ein wenig schnell und manchmal abgehackt vielleicht, mit Wortwiederholungen, die mich erstmal irritierten, was ich alles aber schon bald als angenehm empfand und als seinen eigenen Stil. Und jetzt mag ich es. So richtig. :)
Und bin fast traurig, dass ich durch bin und die Geschichten höchstens nocheinmal hören (oder auch noch lesen) kann, sie aber nicht mehr neu für mich sind. Andererseits, wenn ich sie lesen werde, werde ich die Stimme des Autors im Hintergrund bestimmt dabei hören können und in seinem Takt, mit seiner Betonung lesen. Und irgendwie lässt mich das auch wieder lächeln.
Montag, da guck ich mal, dass ich "Neue Vahr Süd" als Buch auftreibe. ;)

So. Und jetzt stell ich mal die Uhr eine Stunde zurück. *lach* Sie ist wieder mein, die Stunde, die sie mir im Frühjahr geklaut haben!

Freitag, 24. Oktober 2008

Hai

Diesen niedlichen Fisch hab ich mal dem Sohn einer Freundin gemalt, der haibegeistert ist. Das Bild ist 70 x 100 cm groß, in Acryl auf Leinwand gemalt und hat mich etliche Schweißtropfen gekostet, hab ich doch so kurze Arme. ;)

Auf jeden Fall bin ich da mächtig stolz drauf.

Seminar mal zwei

Mittwoch und Donnerstag standen im Zeichen von Word und Excel.
An beiden Tagen habe ich an einem Seminar ("Word - Aufbau") teilgenommen, mein Arbeitgeber zahlte. Mittwochabend war ich bei meinem Excel-Kursus.
Und danach echt kaputt.
Aber ich hab wieder eine Menge gelernt. Wahrscheinlich werde ich beruflich nur wenig davon gebrauchen können, aber ich wäre die Letzte, die so ein Angebot des Arbeitgebers ausschlägt. ;)
Und wenn ich mal Leerlauf haben sollte, werde ich mich prompt an den PC dort setzen und die Dinge wiederholen, damit ich sie nicht vergesse.
Spaß hat's gemacht - und das ist doch schon was. :)

Zu dem Word-Seminar kam ich übrigens nur durch Zufall, weil eine mir unbekannte Kollegin ausfiel und direkt für den nächsten Tag ein Platzhalter gesucht wurde.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Ein geretteter Tag

Lächeln gesät und Lächeln geerntet.
Schon hat sich dieser düstre Tag erhellt.
Wie einfach und wie wichtig.

Spuk

Ich bin in einer merkwürdigen Stimmung momentan. Irgendwelche Gedanken schwimmen mir durch den Kopf, ohne dass ich sie wirklich denke, es ist mehr, als zögen sie selbstbestimmend umher, irgendwo im Hintergrund, wo sie sich immer schnell wieder verstecken können, versuche ich sie zu packen.
Ich träume merkwürdige Sachen. Ich schlafe mit einem Lied im Kopf ein und wache mit einem anderen Lied im Kopf wieder auf*. Und ich habe kein Radio zwischendurch angehabt, das es mir in den Kopf hätte pflanzen können.
Irgendwas spukt in mir.
Vielleicht finde ich ja heraus, was es ist. Ich muss vielleicht nur mal ein bisschen in die Stille gehen, damit diese Stimmen in mir besser gehört werden können...

*(Edit: Ich weiß leider nicht mehr, welches das erste Lied war, das zweite ist aber "The Passenger" von Iggy Pop gewesen. Meise am 22.05.2009)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Nur ein Gedanke...

Wie merkwürdig ist doch die Liebe gestreut und welche merkwürdige Formen nimmt sie manchmal an.

Samstag, 18. Oktober 2008

Donnerstag, 16. Oktober 2008

4. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Dies hier ist Lilys Beitrag bei dieser Runde:

„…der Du für uns gestorben bist“, dünn zog die Stimme durch den dämmrigen Kirchenraum.
Ebert lauschte konzentriert.
Er stand im Schatten des Tabernakels, außerhalb des Sichtfelds der Bankreihen, und stützte sich schwer auf den Besenstiel.
Die mit Kupfer beschlagene Tür hatte kaum geknarrt, als sie, nur einen Spalt breit geöffnet, die alte Frau eingelassen hatte.
Merkwürdig, wie leise manche Menschen sind, dachte Ebert. Und nicht nur sie selbst: Alles, was sie berühren, ist leise. Oder blass, dachte er, blass traf es auch. Verwaschen. Unauffällig.

Dazu passte der Sarg nicht, der schwarz und pompös glänzend auf dem Katafalk ruhte.

Und deshalb stand Ebert noch da und rührte sich nicht.

Die alte Frau stand mit hängenden Schultern vor den Stufen zum Altar. Sie war nicht groß, der Mantel hing ein wenig an ihr, als hätte sie ihn in dickeren Zeiten gekauft.
Erst als sie die Hand hob, sah Ebert, dass sie einen Blumenstrauß mitgebracht hatte.
Sie wickelte ihn aus dem Papier, knüllte es zusammen und steckte das Knäuel in die Manteltasche.
Die leuchtend blauen Vergissmeinnicht hob sie an ihre Lippen, schloss kurz die Augen und legte den Strauß auf den Sarg.

Dann drehte sie sich um, und verließ langsam die Kirche.

Ebert trat aus dem Schatten des Tabernakels.
Er fühlte mehr als er sah, wie die große Tür langsam –und wie ihm schien, lautlos- hinter ihr ins Schloss fiel.
Dann ging er zum Sarg, und nahm den kleinen Strauß an sich.

Ein kräftiges Blau, gelbe Blütenherzchen, die Blätter ein sanftes Frühlingsgrün.
Er zog einen Müllsack aus der Tasche, und stopfte die Blumen hinein, ohne sie noch einmal anzusehen.

Großmutter hin, Großmutter her…

Die Eltern wollten eine Beerdigung in schwarz und weiß. Nur in schwarz und weiß.


Mittlerweile bin ich total beplättet und begeistert, was ihr euch alle für eine Mühe gebt und was für tolle Sachen dabei herauskommen.
Also, bisher haben vier Leute hier teilgenommen: der Bildermann, Jay, mkh und Lily.
Ihr anderen, die ihr vielleicht noch mitmachen wollt: ihr müsst euch aber trotzdem nicht beeilen, der Monat dauert ja noch zwei Wochen. ;)

Ach, und falls ihr euch fragen solltet, was denn nu mit den Präsenten ist....
Die bekommt ihr erst nach Beendigung dieses kleinen Mitmach-Clubs. ;)

3. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Nun hat auch mkh seinen Beitrag in seinem Blog veröffentlicht. Auch er hat gleich alle drei Themen verwendet und zu einem vereint: Hexenjagd.

Und Leute, ich bin froh in dieser Zeit zu leben und in keiner anderen! Brrr.

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Wer bei diesem Wettbewerb mitmachen will, bei dem es keine Verlierer geben kann, hier steht, worum es geht. ;)

Dienstag, 14. Oktober 2008

2. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Jay hat seinen Beitrag zum Wettbewerb in seinem Blog veröffentlicht. Auch er hat gleich alle drei Themen in Angriff genommen.
Habt viel Spaß bei dieser sagenhaften Geschichte. :)
Ich bin begeistert!

1. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Der Herr Bildermann, der seit Sonntag mehrere Titel sein Eigen nennen darf (und muss), da ihm in luftiger Höhe eine Ballonfahrer-Taufe widerfahren ist, hat mir ein Bild zugesandt, dass gleich zu allen drei Themen passte:


Seine Worte zu diesem Bild:

1. Sagenhaft - dass das Pferd nicht Reißaus genommen hat aus Angst vor unserem "Ungetüm"
2. Zuneigung - sowas geht bestimmt nur mit gaaaaanz viel Zuneigung zwischen Pferd und Reiter
3. Schwarz-weiß - naja, das Bild ist nun mal unfarbig

Vielen Dank, lieber Bildermann!
Du hast sehr gut vorgelegt.

Jetzt seid ihr dran. ;)

Montag, 13. Oktober 2008

Zum Mitmachen

Nachdem Lily uns so schön zum Buchstabensammeln gebracht hat, möchte ich euch bei eurer Kreativität packen.
Ich gebe drei Themen vor, aus denen ihr auswählen und zu denen ihr euch etwas einfallen lassen sollt:
ein Gedicht, eine Zeichnung, einen Cartoon, einen Witz, eine Geschichte oder was euch sonst so einfällt, von mir aus auch eine Collage. ;)
Das Ergebnis könnt ihr mir entweder schicken (Mailadresse siehe linke Leiste), dann werde ich es hier mit eurer Nennung (und Genehmigung) im Blog veröffentlichen, oder ihr veröffentlicht es in eurem Blog und gebt mir per Kommentar oder Mail bescheid, dann verlinke ich es hier.
Jeder, der hier mitmacht, bekommt zum Dank und als Ansporn ein kleines Präsent von mir, denn einen "Gewinner" möchte ich in diesem Fall nicht küren.
Also, los geht's!

Die Themen lauten:
1. Sagenhaft
2. Zuneigung
3. Schwarz-weiß

Ich bin neugierig, ob und was dabei herauskommt.

Nachtrag: Den Einsendeschluss lege ich mal auf den 31. Oktober.

Kannste vergessen!

Das wurde heute im Radio angekündigt:
In Köln findet vom 13. bis zum 24. Oktober die 1. Kölner Demenzwoche statt.

Da fiel mir leider spontan das zu ein:
Älterer Herr spricht jungen Mann auf der Straße an: "Entschuldigen Sie, wissen Sie, wohin ich will?" Junger Mann: "Sie sind heut schon der dritte, der mich das fragt!"
Fies, ja, ich weiß.

Das könnte man eigentlich zum Anlass nehmen, das eine oder andere zu vergessen.
Es gibt bestimmt etwas, das es zu vergessen lohnt.

Zugegeben, ist sarkastisch. Muss aber auch mal sein.

Samstag, 11. Oktober 2008

Ein paar Stunden am Rhein



Kalt

Ich mach es kurz: ich musste heute morgen kalt duschen!

Der ein oder andere wird sich zurückentsinnen, dass ich normalerweise warm oder doch eher heiß (!) dusche, von daher ist kalt duschen ein Unding für mich! Ja, ein Unding! Sowas mache ich nicht. Nicht freiwillig.

Nebenan (die alten Mieter, die sich schonmal gerne nachts gegenseitig bollernd gegen die Türen rammten und sich anschrien, sind schon vor einiger Zeit ausgezogen - oder ausgezogen worden) wird gerade die Wohnung neu gemacht, also von den Vermietern ein wenig "aufgewertet". Es mussten wohl auch Elektroarbeiten ausgeführt werden und dabei müssen die irgenwelche Leitungen, die eigentlich meine Wohnung betreffen, gekappt oder zumindest unterbrochen haben oder was weiß ich. Jedenfalls geht mein Gasofen nicht, das heißt die Wohnung bleibt kalt. Meine Spülmaschine funktioniert nicht, was ja nicht schlimm ist, man kann ja auch mal alles so spülen, aber auch mein Heiß-Wasser-Gerät rührt sich nicht, was weit schlimmer ist! Meine Herdplatten machen auch keinen Mucks, komischerweise geht aber der Backofen. Die Sicherungen sind übrigens alle drin, hab ich gecheckt.

Und nun koche ich Wasser im Wasserkocher, um meinen Putzeimer füllen zu können, denn mit kaltem Wasser putzen... iibääh!
Und zum Spülen muss ich ja dann jetzt auch zum Wasserkocher greifen...

Das alles musste natürlich zum Wochenende hin passieren, das war ja wohl klar, oder?
Von den Elektrikern ist keiner greifbar, immerhin weiß aber die neue Nachbarin bescheid, die denen das Montag umgehend stecken will.
Hmnaja.
Will ich mal hoffen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Allmorgendlich

Der Wecker klingelte und sie fuhr hoch. Mitten aus einem Traum heraus hatte er sie gerissen. Stöhnend warf sie sich in ihrem Bett herum und schlug auf die Schlummertaste des Störenfrieds. Wovon hatte sie noch eben geträumt? Komisch, bevor sie auf den Wecker gehauen hatte, hatte sie es noch gewusst und jetzt war es nicht mehr da. Hatte sie ihren Traum einfach weg-, einfach abgeschaltet, indem sie auf die Schlummertaste gedrückt hatte? Sie ächzte. Solche Gedanken sollte man nicht haben, wenn man gerade erwacht, beziehungsweise erwachen sollte.
Mit einem erneuten Stöhnen tastete sie nach dem Lichtschalter ihrer Nachttischlampe.
Schon wieder aufstehen. Dabei war sie doch gerade erst eingeschlafen. Aber der Wecker sagte was anderes. Verdammter Wecker! Warum ließ man sich von so einem Ding eigentlich aufdiktieren, wann man aufzustehen hatte? Na gut, lenkte sie ein, sie hatte ihn ja selber gestellt.
Das Licht war ihr zu grell und sie kniff die Augen zu. Friedliche Dunkelheit. Aber nicht für lange.
Der Wecker piepste wieder los. Diesmal machte sie ihn ganz aus, das Licht brannte ja schon, da war die Gefahr nicht so groß, dass sie wieder einschlief. Ach, ihr war so gar nicht nach Aufstehen! Im Dunkel hinter den geschlossenen Lidern fühlte sie sich selbst, ihre Wange und ihr Ohr auf dem Kissen, ihr Körper von der Decke umhüllt, warm und behaglich.
Als sie das nächste Mal nach der Uhrzeit blinzelte, waren es schon zehn Minuten später.
Ohje, jetzt aber raus. Sie warf die Decke ans Fußende und schwang die Füße herum. So, schon halb geschafft. Stumm vor sich hin jammernd, weil sie die kuschlige Wärme des Bettes zurückließ, wankte sie hinüber ins Bad.

Unter dem platternden Wasser der Dusche stehend wurde sie langsam wacher. Gedanken flogen von links nach rechts und von rechts nach links. Manche waren schon alt und sie kannte sie bereits, einige wenige neue hatten sich anscheinend über Nacht in ihr eingefunden. Es waren aber allesamt keine Gedanken, die sie den Tag begrüßen ließen und so schob sie sie für einen Augenblick alle beiseite, stellte das Wasser noch etwas wärmer und konzentrierte sich ganz auf die Hitze, die ihren Rücken entlangfloß. Das war ihr Trost. Ihr Trost, wenn es darum ging, aufzustehen. Zu wissen, dass wenigstens die Dusche ihr diese Wärme, diese Hitze bot. Der Nachteil war, dass sie es auch hier viel zu lange hielt, sie es immer hinauszögerte, bis sie endlich das Wasser abstellte und nach dem Handtuch angelte. Alles andere war stummes Tun, doch irgendwann verließ sie die Wohnung und machte sich auf den Weg.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Sonntag, 5. Oktober 2008

Verdammt und zugenäht!

Warum muss das immer alles so schwer sein?
Da hab ich mir den Multimessenger von ge-em-icks runtergeladen, weil man darüber schön in ei-ssi-kju chatten* kann und gleichzeitig ein Bing-Bong bekommt, wenn eine neue Mail angekommen ist.
(Outlook-Express funktioniert bei mir aus irgendeinem Grunde nicht, vielleicht liegt's daran, dass ich nix für meinen ge-em-icks-Account zahle... ICH weiß es jedenfalls nicht!)
Jetzt habe ich da zwei, drei Tage komfortabel mit gechattet und plötzlich, mitten im Gespräch, macht's Blitz und draußen war ich.
Und erneut anmelden ist anscheinend nicht drin:
Die Anmeldung am Server ist fehlgeschlagen lautet's da immer.
Das Ding versucht's zwar unermüdlich alle zwanzig Sekunden, aber es tut's nicht.
Tja.
Dumme Sache das, wenn man demjenigen nichtmal sagen kann, dass man gezwungen wurde, aus dem Gespräch auszusteigen. Und nicht wieder rein kann! Verflixt nochmal!

Hilfethemen hab ich dazu auch keine gefunden.
Ich versuch's morgen wieder.
Vielleicht ist ja irgendwo ein Blitz eingeschlagen. Kann ich nur hoffen. Denn dann muss wenigstens ich nicht herausfinden, woran's liegt.

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*Ei-ssi-kju selbst funktioniert bei mir auch nicht. Vielleicht mach ich nur alles falsch? Dort bekomme ich immer die Meldung: Trying to Connect - irc.icq.com - Not Connected. - Trying to reconnect in a few seconds... Vielleicht haben die mich ja rausgeschmissen? Allerdings dürfte das den ge-em-icks-Messenger nicht beeinflussen, oder? Zumindest anmelden müsste er mich und meine Post anzeigen... Gnrgh!

Scheußliches Nass

Heute - mit dem Rad unterwegs - da kann man schon ganz schön nass werden!
Ich überwandt trotzdem meinen Schweinehund - selten genug! -, fuhr zum Spocht und kam einigermaßen trocken dort an.
Auf dem Rückweg: das gleiche Bild. Regen!
Ich fluchte innerlich*, pries im gleichen Atemzug aber mein Regencape.
Aaaallerdings wurde mir der Rückweg ganz schön lang.
Von oben kam es fein aber beharrlich auf mich nieder - und immer dichter.
Allmählich bemerkte ich ein feuchtkaltes Gefühl auf den Oberschenkeln, dass ich schon davon ausging, dass mein gepriesenes Regencape vielleicht doch nicht ganz so regendicht sein könnte, wie es sein sollte. Irgendwie schien es auch, als sei der Regen schneller als ich, bzw. als würde er seine Mission (mich durchnässen) vor der meinigen (möglichst trocken nach Hause kommen) erfüllen können. Zuletzt, als ich es nicht mehr weit hatte, ging er in den Endspurt und öffnete noch ein paar Schleusen.
Als ich losgefahren war, konnte ich das "herbstliche Nass" ja noch ganz gut leiden, es war nicht so kalt wie gestern und ich fühlte mich sicher unter meinem Cape. Aber bis ich dann zuhause ankam, hatte sich meine Meinung gründlich geändert und in "scheußliches Nass" umgewandelt.
Die Jeans war übrigens nicht an meinen Oberschenkeln durchfeuchtet, nur kalt. Dafür war ich von den Füßen an bis über die Knie pitsche-patsche-nass. Tja, der Regen schafft es eben, schräg unter das Regencape zu wehen.
Fazit: Ich brauche dringend Regenhosen!

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*Nach der Mühe beim Spocht hatte ich ein paar Sonnenstrahlen für angemessen gehalten.

Samstag, 4. Oktober 2008

Boh,

wat is dat kalt draußen!
Ich glaub, ich muss doch mal langsam mit der warmen Jacke liebäugeln.
Und die Heizung hab ich jetzt auch angemacht...

Freitag, 3. Oktober 2008

Ein wunderprächtiges welches

So, heute war/bin ich mal wieder stinkefaul!
Außer ein bisschen am PC herumzuspielen und zu Lesen, habe ich es bisher nur geschafft, meine Vögel frühzeitig zu versorgen und mir zwei Butterbrote zu schmieren.
Ach ja... und ich habe den gewonnenen Gutschein von Lily eingelöst.

Und zwar dafür:
"Der letzte seiner Art" von Andreas Eschbach
"MacBest" von Terry Pratchett
"Requiem für einen Henker" von Jacques Berndorf

Beinahe hätte ich den Hals mal wieder nicht voll gekriegt und noch mehr bestellt!

Liebe Lily, da hast du voll und ganz meine Schwachstelle getroffen. Huiiii!
MacBest ist übrigens auf Deutsch, Englisch ist mir da zu anstrengend.
Guuut, den guten Harry P. habe ich damals auf Englisch gelesen, aber das ist auch viiiel einfacher und ich konnte nicht so lange warten! ;)
(Und bei "Lord of the rings" habe ich es glatt bis über's erste Drittel geschafft, dann gab ich auf!)

So.
Jetzt steig ich mal in ordentliche Klamotten, mit denen man sich auch draußen sehen lassen kann, die Sonne scheint und da will ich noch ein paar Strahlen einkassieren!

Für danach habe ich mir das Besiegen einer blöden Felsenmauer - jaja, lacht nur - bei Final Fantasy vorgenommen.

Das Wochenende?
Ist noch unverplant.
Noch! ;)
Euch wünsche ich ein wunderprächtiges.
Was?
Na, Wochenende! ;)

Eure Meise

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Verdutzt

In der Bibliothek traf ich heute die Schwägerin meiner ehemaligen besten Freundin. Diese Schwägerin hatte ihre beiden Kinder dabei, wovon eines im Kinderwagen lautstark quengelte.
Ich winkte besagter Schwägerin, die auch auf mich zukam und mir kurz zunickte.
Ich sagte "Hallo!", wollte aber nicht einfach losquatschen, weil sie gerade versuchte, die Kleine im Kinderwagen zu beruhigen. Was sich hinzog, bis sie plötzlich den Kinderwagen an mir vorbeischob und zur Tür der Bibliothek hinaus verschwand - ohne ein Wort. Nichtmal auf mein verdutztes "Tschüss..." antwortete sie.

Wenn sie nicht damals mich dafür ausgesucht hätte, mit ihr in einen Tattoo-Laden zu gehen, weil sie unbedingt eine Eisvogel-Tätowierung haben wollte, und sie nicht diejenige gewesen wäre, die bei der knapp 6stündigen Sitzung für mein eigenes Tattoo mir quasi die Hand gehalten hatte, hätte ich glatt denken können, dass sie mich nicht erkannt hat.
So kann ich mich nur fragen, was ich ihr wohl angetan habe, dass sie mich solcherart ignoriert.
Vielleicht war's aber auch nur eine Art Loyalität ihrer Schwägerin - meiner ehemaligen besten Freundin - gegenüber. Wer weiß?
Ich werde es wohl nie erfahren.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Rumoren

Sonntag schon rumorte es in meinem Bauch.
Montag wurde es heftiger.
Montag ging ich früh - sehr früh - ins Bett.
Dienstag blieb ich gleich liegen. Erst abends ging's mir was besser.
Heute versuchte ich's erstmal, ging zur Arbeit, arbeitete die wichtigsten Dinge weg und gab dann wieder auf: Übelkeit zwang mich in die Knie.
Ich schlief den halben Tag durch. Jetzt geht's wieder.
Und morgen wieder zur Arbeit.