Montag, 22. September 2008

Fragen

Es gibt Fragen, die möchte man unheimlich gerne stellen, sie umrunden das Selbst und kommen immer wieder...
Fragen, bei denen man eigentlich man schon vorher die Antwort weiß. Und man weiß, dass man bei erfolgter Antwort ein bisschen enttäuscht sein wird und sich dann wünschen wird, die Frage nicht gestellt zu haben. Denn dann bliebe wenigstens noch eine kleine Ungewissheit.
Andererseits: wenn die Zweifel ausgeräumt sind, ließe sich schneller wieder zur Tagesordnung übergehen... ohne dieses Rum und Rum und Rum* der Fragen in einem selbst...

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*Heee, damit ist nicht das alkoholische Getränk gemeint!!

Kommentare:

Jay hat gesagt…

Im Gegenzug dazu gibt es aber auch die Fragen die man nicht stellen sollte, weil man sich selbst meist die falsche Antwort gibt oder eine Antwort hat die einem nicht weiter hilft.
Und das Rum,Rum,Rum ist dann dass Denken in Konjunktiven, in Möglichkeiten und fernab jeder Lösung.

Lily hat gesagt…

Das Risiko wird immer bleiben, dass Fragen zu stellen unliebsame oder einfach nur öde Antworten ergeben kann- Fragen nicht zu stellen kann bedeuten, sich zu verlieren in geträumten/ersehnten/befürchteten Möglichkeiten.
Eine Abwägung.

L.

schwarzetasten hat gesagt…

Andere die Fragen stellen lassen, kann, muss nicht, helfen.
Wobei eine Erstverschlimmerung nicht ausgeschlossen ist!
Manchmal ist es zweckmäßig, Antworten zu haben, bevor die Fragen dazu kommen, einer/m ein Bein zu stellen. Manchmal wiederum scheint auch das nichts zu bringen, man strauchelt trotzdem/gerade deshalb :(
Nach längerem Abwägen denke ich: Stellen Sie sich den Fragen!

Jay hat gesagt…

Ich hab da nochmal drüber nachgedacht:
Vielleicht ist es ja gar nicht wichtig Fragen zu stellen. Vielleicht nicht wichtig Antworten hinterher zu jagen.

Ein bildlicher Vergleich:
Wenn ein Blütenblatt von einer Blume abfällt und du es fangen willst, so ist es wahrscheinlich, dass es durch den Wind den du machst wenn du danach schnappst, von dir weg "jagst". Wenn du aber einfach die Hand geduldig aufhälst, kann es durchaus in deiner Hand landen, ohne deine Anstrengung. Und es wird das Blatt sein, welches für deine Hand "bestimmt" war.

Vielleicht, sollten wir also "aufnahmefähig" durch die Welt gehen und uns die Fragen zu den Antworten stellen, die schon von alleine zu uns gekommen sind.

Ich hoffe das macht Sinn für euch.

Meise hat gesagt…

@jay:
Du hast recht: dieses Rum und Rum verhilft eigentlicht fast nie zu einer Lösung. Immer erst, wenn man sich daneben stellt, den Kreis von außen betrachtet, bemerkt man, dass sich auf ganz anderen Wegen die Lösung bietet.

@lily:
Ich bin eigentlich eher für Klarheit, auch wenn Antworten negativ ausfallen sollten... Denn tausendfache Möglichkeiten machen mich verrückt. Irgendwie.

@schwarzetasten:
Ha, jemand anderen die Fragen stellen zu lassen, darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Wieder eine Sache, die innerhalb meines Denkkreises nicht bedacht, nicht vorhanden war.

nochmal
@jay:
Du hast da ein sehr schönes Bild beschrieben und es macht Hoffnung, dass auch ein Warten und Sich-Öffnen ein schönes Ende haben kann. :)

Danke an euch. Die Fragen, die mich quälten, quälen mich zum Glück heute nicht mehr. Obwohl ich sonst in sowas (leider!) sehr ausdauernd sein kann - quasi im Mich-selbst-Quälen (leiderleider!)- haben die Ereignisse heute (und das schriftliche "Ausheulen" bei jemandem) irgendwie meine Gedankengänge reinigen können.

schwarzetasten hat gesagt…

Ein glücklicher Ausgang. Freut mich für Sie, Frau Meise.

Damit geht die Runde an Jay. Chapeau!

Jay hat gesagt…

Wenn es geholfen hat, dann macht es natürlich stolz.

Die Runde geht an Niemanden, ich sage das ist ein Gemeinschaftswerk.