Dienstag, 30. Dezember 2008

Ich bin gezeichnet!

Nein. Ich bin keine Comicfigur.
Ich habe ein Mal, das mich verrät!
*schluchz*
Schoneinmal ist es mir passiert und sorgte für Aufsehen, heute war ich wohl auch wieder fällig:
ein Fleck ziert mein Kinn.
Wie kommt das dahin? mögt ihr vielleicht fragen.
Jaaaa, das ist so:
Wenn ich gedankenverloren an einem Tisch sitze, vor mir ein Buch, das imstande ist, mich zu fesseln, dann kann es vorkommen, dass ich, das Kinn in meine Hände gestützt dasitze und mich laaaange nicht rühre - außer gelegentlich umblättere, um sofort wieder die vorherige Position einzunehmen. Und da kann es passieren, dass ich mir so selbst einen Bluterguss verpasse.
Das führt schonmal zu blöden Kommentaren und nicht jeder glaubt meiner Erklärung...
So was Dummes aber auch...

Sonntag, 28. Dezember 2008

Lilys selbstgeschnitztes Stöckchen

Lily hat letztens ein Stöckchen gebastelt und mir entgegengeworfen. Hier mein Versuch, ihre Fragen zu beanworten:

  1. Durch die gemischten Einflüsse genmanipulierter Marzipankartoffeln und kosmischer Strahlung bekommst du für dreißig Minuten eine übernatürliche Fähigkeit deiner Wahl. Welche wäre das, und was würdest du damit anstellen? (Außer für Weltfrieden sorgen. Das hatten wir schon!)
    Hm, gefährliche Sache das: eine übernatürliche Fähigkeit zu besitzen. Aber mit welcher übernatürlichen Fähigkeit kann man 30 Minuten was Sinnvolles machen? Unsichtbarkeit ist da ziemlich dusselig. Was hätte ich davon 30 Minuten lang unsichtbar zu sein? O.k., man könnte dann vielleicht schnell irgendwo was klauen. Aber würde mir das viel nützen? Laserblick? Für was? - 30 Minuten lang unsterblich sein? Lachhaft! -
    Deshalb würde ich mich wahrscheinlich für 30 Minuten lang "In-die-Zukunft-sehen" entscheiden. Wer weiß, zu was es nütze wäre. ;)
  2. Stell dir vor, du gewinnst 500.000 € im Lotto. Was würdest du dir davon keinesfalls kaufen?
    Skier. Niemals könnte ich mich einen Schneeabhang hinunterstürzen. Schisshase eben!
  3. Welche fiktive Figur findest du am nervtötendsten?
    Da gibt's gleich mehrere: diese blöden singenden Viecher, die sich irgendwelche Kiddies auf ihre Handys laden, um im Umkreis von 100 Metern alle anderen zu terrorisieren.
  4. Und welche würdest du sofort mit nach Hause nehmen und für immer behalten wollen?
    Mir fiel da spontan der Terminator ein, wegen des Beschütztwerdens.
  5. Welche Arbeit in deinem Alltag würdest du sofort delegieren, wenn du jemanden dafür bezahlen könntest?
    Ganz klar: Hausarbeit!
  6. Welche Arbeit von Anderen würdest du auch ohne Bezahlung jederzeit übernehmen?
    Wenn ich mir keine Sorgen um mein Auskommen machen müsste und vorausgesetzt, ich hätte es richtig gelernt: mit einem Hubschrauber Rettungseinsätze fliegen. ;) Coooool!
  7. In welchem Kinofilm hättest du gerne eine Hauptrolle gespielt, welche und warum?
    Ich hab lange gegrübelt und mir fällt (erneut) nicht wirklich was ein. Im Zweifelsfalle sag ich mal Eowyn in Herr der Ringe. Da bekommt man wenigstens zum Schluss den Held, ein ganzes Königreich und kann den Recken auch noch ausgiebig küssen. ;)
  8. Was muss man tun, um dir möglichst schnell und effektiv auf die Nerven zu fallen?
    So anfangen: "Ich hab da einen neuen Witz..." oder "Kennst du den schon...?"
  9. Gibt es einen Tag in deinem Leben, den du löschen würdest, wenn du könntest?
    Löschen? Nein. Ich glaube nicht. Vielleicht etwas besser vergessen.
  10. Und gibt es einen, den du noch einmal wiederholen möchtest?
    Oooooh ja!

Nachtrag am 05.01.2009:
Da ich ein ziemlicher Schussel bin, hab ich vergessen, das Stöckchen dem einen oder anderen ans Herz zu legen oder einfach über den Schädel zu brezeln. Darum nehme sich wer mag dieses Stöckchens an sich. ;)

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Und nun...

... ist Weihnachten.
Und wie die letzten Jahre eigentlich auch, ist der erste Weihnachtsfeiertag ein Ausruhetag nach dem Heilig Abend, den ich auch dieses Jahr mit meiner Familie gefeiert habe, also bei meinem jüngsten Bruder, seiner Frau und ihren beiden Kinder (die keine Kinder mehr sind, sondern mittlerweile Jugendliche - mein Gott, was vergeht die Zeit doch schnell!), und gemeinsam mit meiner Mutter und meinem ältesten Bruder samt Freundin.
Und wie immer gab's viel zu viel zu essen. Jeder brachte etwas mit und irgendwie hat es jeder von uns etwas zu gut gemeint.
Ausgemacht war, dass nur die "Kinder" Geschenke bekommen, woran sich meine Mutter natürlich nicht hielt und für ihre Kinder jeweils ein Geschenk parat hatte. Allerdings hatte mein ältester Bruder auch etwas für sie dabei und gab es ihr im Namen ihrer Kinder, also von uns allen. So kann's gehen.
Ich hatte vorher nicht wirklich Lust verspürt, den Heilig Abend zu begehen, fühlte mich irgendwie nicht wirklich "familientauglich", da ich mich in letzter Zeit ein wenig von ihnen abgesondert hatte, meine eigenen Wege gegangen war.
Als ich gestern aber den Blick meines jüngsten Bruders auffing, ihm begegnete, und die heftige Zuneigung, die Liebe in ihm sah und wie er mir dies so mitteilte, so einfach, so essenziell, umfloss mich dies wärmend und ich war froh, dass wir alle beisammen waren.
Ich bin froh, dass es sie gibt - meine Familie.

Ich bin froh, dass ich meine Freunde habe, mir sehr teure Freunde, die ich um nichts missen möchte.

Ich bin froh, dass ich dieses Jahr einen Freund habe dazugewinnen dürfen, mit dem ich schon viel geteilt habe und der mir viel gegeben hat. Ich danke dir, du Lieber!!! Für so viel.

Ich bin froh, dass ich hier eine Plattform gefunden habe, wo ich meine Gedanken und Gefühle ausdrücken kann, wo ich kleine Wort- und Satzexperimente machen kann und dafür oft genug Lohn in Form von lieben und lustigen Kommentaren erhalten habe.
Darüber hinaus genieße ich es, in euren Blogs eure Zeilen lesen zu dürfen und so einen Einblick in euer Leben, eure Gedanken und Gefühle erhalten zu dürfen.

Seid alle ganz lieb gegrüßt
und habt ein schönes Weihnachtsfest,
eure Meise

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Verkettung

Ich habe heute fremdgeschmückt.
Jawohl!
Der Bildermann ließ mich doch tatsächlich seine Lichterkette entwirren.
... und aufhängen... ... und Kugeln mit Häkchen versehen...
:D
Ich hoffe, die Frau vom Rhein wird das Ergebnis morgen erfreuen. ;)

Freitag, 12. Dezember 2008

Lena & Goethe - IV

Und so erzählte er Lena von ihr - von Susanne.
Wie sich ihr Haar angefühlt und wie gerne er dessen Duft tief eingeatmet hatte. Wie schön es gewesen war, sie zu berühren und von ihr berührt zu werden... Und dass sie all das mit einem Schlag aus seinem Leben gerissen habe, als sie einfach so gegangen sei.
Und nun wolle er nichts mehr. Er wolle nur noch die Augen schließen und alles würde enden...

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." riss Lena ihn aus seinem tränenumflorten Geständnis.
Mit einem Schlag war seine Wut wiederauferstanden: "Lass den Scheiß! Was weißt du denn schon?"
Lena schluckte, hieb aber noch einmal in die Kerbe: "Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewusst."
Jetzt, dachte sie, jetzt bin ich zu weit gegangen. Mit bohrendem Blick bannte er sie auf dem Sofa. Sie befürchtete bei der winzigsten Bewegung ihrerseits seine Explosion.
Doch nichts geschah. Die Wut kroch wieder ins Kellergewölbe seines wunden Herzens, die Tränen gewannen erneut die Oberhand...

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Obacht!!!

Im ewigen Kalten Krieg Radfahrer gegen Motorisierte konnte ich eine weitere infame Falle aufdecken.
Vergangene Woche musste ich am eigenen Leibe erfahren, wie raffiniert und vor allem wie vorausschauend und psychologisch gemein gearbeitet wurde.
Wie ist das, wenn man im Dunkel eine lange gerade Strecke zurücklegen muss und einzig ein weißer Strich die Richtung anzuzeigen scheint? Hmmm?
Man orientiert sich unabsichtlich an genau diesem Strich.

Letzten Donnerstag also fuhr ich mit dem Rad zur Arbeit, nichts Böses ahnend, da ich allein auf weiter Strecke war und keine Autos oder Motorradfahrer fürchten musste, befand ich mich doch auf einer als Fahrrad- und Fußgängerweg ausgewiesenen langen Geraden, die nur alle Jubeljahre mal von einem Fußgänger frequentiert wird.
Eine einzige Stelle auf dieser Geraden ist ein Gefahrenpunkt, denn dort befindet sich die Ein- bzw. Ausfahrt eines Baumarktes, aus der schonmal gerne der eine oder andere Wagen eine kleine Anhöhe hochschießt, um auf die eigentliche Fahrbahn abzubiegen.
Und auch an diesem Morgen kam ein Fahrzeug dort auf mich zu, ließ mich aber vorbei. Ich war noch erfreut ob dieser Höflichkeit und ließ jegliche Vorsicht fahren, fuhr weiter geradeaus und ging der Falle direkt auf den Leim, denn dort bot sich mir der Mittelstrich an, der Fußgänger- von Fahrradweg trennte. Ich lenkte müde eben auf jenen Strich und lag im nächsten Moment auf dem Boden.
BoiJoiJoiJoing!!!
Ich wusste gar nicht, wie mir geschah!
Ich saß auf dem Boden und sah neben mir mein Rad liegen. Ich sah hoch zu dem Auto, das immer noch an der Ausfahrt stand, dessen Fahrer angestrengt auf die Fahrbahn guckte, um eine Lücke in der morgendlichen Autoschlange zu finden, der Beifahrer sah mich jedoch mit großen Augen an, machte Mundbewegungen, die ich als "Alles o.k.?" deutete und winkte ihm freundlich zu, alles sei in Ordnung. Wobei ich mir da noch gar nicht so sicher war...
Und dann sah ich den Übeltäter: ein Schild, genau auf dem Mittelstrich platziert!
Da wusste ich, dass das alles von langer Hand geplant gewesen war.
Wie vielen Attentaten und Übergriffen war ich schon entkommen und da musste mich eine so kleine, perfide Falle doch noch erwischen: ein Schild, dessen Stange im dunklen Regengrau kaum auszumachen war.
Ich rappelte mich auf, verfluchte die gerissenen Agenten des Imperiums der Motorisierten und fuhr weiter, als sei nichts geschehen. Ein paar Blessuren in Form von Blutergüssen und Abschürfungen hatte ich zwar, die waren aber zum Glück schnell wieder verheilt. Und ich konnte auch von Glück reden, dass ich die vermaledeite Stange nicht direkt getroffen, sondern nur mit dem Lenkrad touchiert hatte. Sonst hätte ich sicherlich noch eine Beule am Kopf vermelden können.

Das Teuflische aber ist: ich habe gemerkt, dass ich, wenn ich morgens verträumt Richtung Arbeitsstelle fahre, immer wieder mal dem Mittelstrich verdammt nahe komme... Obacht!!!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Lena & Goethe - III

Lena seufzte innerlich. Sie musste ihm ungeheuer gefühllos vorkommen und irgendwie stimmte das in diesem Falle auch. Sie hatte Susanne nie leiden können und beglückwünschte ihn heimlich, still und leise dazu, dass er sie los war. Wobei... wirklich kennengelernt hatte sie Susanne eigentlich nicht, vielleicht war sie ja gar nicht so eine Zicke gewesen, wie sie immer gedacht hatte. Goethe hatte sich schließlich nie über sie beklagt oder von Streit oder Problemen berichtet. Also, was wusste Lena schon?
Dass er sich aber als "nutzlos" titulierte, weil diese schnöde Schönheit ihn verlassen hatte, wollte Lena nicht hinnehmen. Das kam gar nicht in die Tüte. Ein bisschen Leiden war o.k., Trauern, ja, aber nicht den Grund unter den Füßen verlieren!
Goethe starrte den Boden an, als gäbe es verborgenes Wissen in den Mustern zu erkennen. Er war wütend auf sie. Fast erwartete Lena, dass er sie gleich hinauswarf, um sich wieder allein seinen trüben Gedanken hingeben zu können, sich in seiner Traurigkeit zu suhlen.
Sie beschloss, einen Vorstoß zu wagen und kramte in ihrem Gedächtnis, hoffte, das Zitat noch genau im Kopfe zu haben:
"Bleibe nicht am Boden heften,
frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heiter'n Kräften,
überall sind sie zuhaus;
wo wir uns der Sonne freuen,
sind wir jede Sorge los;
dass wir uns in ihr zerstreuen,
darum ist die Welt so groß."
Sie hatte ganz leise angefangen und zuletzt etwas lauter die Betonung auf die letzten beiden Zeilen gelegt, hoffend, dass er ihr nicht sogleich die Türe wies.
Früher hatte sie ständig, wenn es sich in einem Gespräch ergeben hatte, irgendein Goethe-Zitat eingeflochten, immer zu seiner schnaubenden Erheiterung. Dabei war es gar nicht so einfach, denn es bot sich nicht wirklich oft eine passende Stelle! Viel öfter war es vorgekommen, dass sie einfach eines ausposaunte, wenn ihr eines in den Sinn kam, sei es mitten in einem seiner Sätze, und er in gespielter Entrüstung darüber wetterte.
Er warf sie nicht hinaus. Er sah sie schmerzhaft lächelnd an und antwortete:
"Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide."

Sonntag, 7. Dezember 2008

Lena & Goethe - II

Lena erwischte eine Parklücke gleich vor seiner Haustüre. Als sie ausstieg, warf sie schonmal einen Blick nach oben. Er wohnte im ersten Stock links, in seinem Wohnzimmerfenster brannte Licht, die Gardinen hingen ein wenig wirr.
Sie klingelte.
Schon nach ein, zwei Sekunden summte der Türöffner und sie eroberte den Hausflur.
Wie immer roch es im Erdgeschoss merkwürdig nach kaltem Rauch, was aber zum Glück nicht bis in den ersten Stock reichte.
Er stand in dem Spalt der Türöffnung, richtiggehend an die Türkante angelehnt, als reiche seine Kraft nicht, frei zu stehen, oder als wolle er all das, was da draußen lauerte, mit seinem Körpergewicht in Zaum halten.
Als sie nähertrat und Hallo sagte, irgendwie schüchtern, wich er beiseite und ließ sie wortlos eintreten. Im ersten Moment wusste sie nicht, ob sie ihre Jacke ausziehen sollte, ob sie wirklich willkommen war, so hilflos stand er da, als wisse er selbst nicht, was ihm da zur Tür hereingeschneit sei.
Jetzt war sie sich sicher: ihm ging es nicht gut, er lief völlig neben der Spur.
Sie hängte ihre Jacke an einen Haken der Garderobe und sah ihn fragend mit hochgezogenen Brauen an.
"Ach so...," murmelte er. "Lass uns in das Wohnzimmer gehen."
Kaum dass sie saßen - sie auf dem Sofa und er auf der Armlehne eines Sessels - sprang er schon wieder auf. "Willst du etwas trinken?"
"Nein." schüttelte sie den Kopf. "Ich will wissen, was mit dir los ist."
Er sackte wieder zurück auf die Armlehne. Ihr schien, als hadere er gerade mit sich, dass er sie eingelassen hatte. Schließlich rang er sich eine Antwort ab. "Nichts ist mit mir los."
"Was soll das heißen: nichts? Ich seh doch, dass da was ist!" erwiderte sie streng.
"Neinnein, das ist es ja eben: nichts ist mit mir los. Ich hänge fest, komme nicht mehr weiter. Bin nutzlos..." Er schluckte und sie sah, dass er mit den Tränen rang.
"Wie meinst du das?"
"Susanne...," begann er, schluckte noch einmal und fuhr dann krächzend fort: "... hat mich verlassen."
Lena nickte. Ja. Sowas konnte einem das Ende von allem vorgaukeln. Das Ende der eigenen Lebensplanung, das Ende der Liebe, das Ende des eigenen Seins. Als sei man nur wer, wenn man denjenigen, den man sich ausgesucht hatte, um sich hatte, sicher und für alle vorzeigbar.
"Und darum bist du jetzt nutzlos?" bohrte sie nach.
Er wandte sein Gesicht ab, die Lippen zusammengepresst. Wahrscheinlich hasste er sie in diesem Moment.

Geisterstunde

Ein liebes Gespenst aus alten Tagen,
mit dem ich in manch bittrer Nacht gerungen,
lächelte mir längst gewährte Vergebung zu.
Jetzt musst' nur noch ich mir vergeben.

Montag, 1. Dezember 2008

*Gähn*

... der Urlaub ist rum... Verflixt nochmal!
Und wer hat eigentlich das Frühe-Aufstehen erfunden???

... nützt ja alles nichts... ich muss los... :(

Sonntag, 30. November 2008

Lena & Goethe - I

Es war schon ziemlich lange her, dass sie das letzte Mal an ihn gedacht hatte.
Warum er ihr heute in den Sinn gekommen war, war ihr ein Rätsel und aus irgendeinem Grunde ging er ihr auch nicht mehr aus dem Kopf.
Sie waren Freunde gewesen. Gute Freunde eigentlich. Zwar hatten sie nicht den gleichen Freundeskreis besessen, sie hatten sich auch nicht oft getroffen, dafür aber ihre Gedanken und Gefühle miteinander besprechen, sich über Probleme austauschen können. Irgendwann war dieser meist telefonisch stattfindende Austausch aber eingeschlafen. Vielleicht weil sie beide jeweils mehr mit den eigenem Freundeskreis beschäftigt gewesen war, die sich nunmal nicht überschnitten hatten, über den Weg gelaufen waren sie sich auch nicht. Und Zeit vergeht schnell.
Wie gesagt, aus irgendeinem Grunde ging er ihr heute nicht aus dem Kopf.
Sie sollte ihn einfach mal anrufen, dachte sie. Das letzte Telefonat war sicherlich ein halbes Jahr her.
Sie zögerte. Irgendwie kam sie sich blöd vor, ihn so völlig ohne Anlass anzurufen. Sie hatte gar nichts zu berichten, wusste eigentlich gar nicht, was sie sagen sollte, sagen konnte, außer vielleicht "Ich hab an dich gedacht." oder das gern genommene "Wie geht es dir?".
Und ein bisschen hatte sie auch ein schlechtes Gewissen, schließlich hätte sie sich ja auch mal viel früher melden können. Allerdings galt das ja auch für ihn, dachte sie trotzig.
Egal. Wenn sie ihn nicht anrief, würde sie schlecht schlafen, das wusste sie genau, weil er weiter in ihrem Kopf herumspuken würde.
Sie setzte sich auf ihr Sofa, legte sich eine Decke über ihre kalten Füße und zog das Telefon zu sich heran. Sie nahm den Hörer ab und hielt inne. Wie war nochmal seine Nummer gewesen?
Wie konnte sie die nur vergessen haben, hatte sie sie früher nicht schon fast im Schlaf wählen können? Doch - jetzt fiel sie ihr wieder ein.
Sie wählte und hielt sich den Hörer ans Ohr. Es tutete. Oft.
Offensichtlich war er gar nicht zuhause.
Aber seine Handynummer zu wählen kam ihr noch viel blöder vor. Nur um "Hallo" zu sagen ihn aus irgendeiner Beschäftigung zu reißen oder gar in irgendeiner Kneipe oder Feier zu stören, kam für sie nicht infrage.
"Goethe." meldete sich plötzlich seine Stimme. Er klang müde, abgespannt.
"Ich bin's. Lena."
"Oh. Du bist's." Keine Überraschung. Nur Müdigkeit. Als bereite ihm das bloße Sprechen schon Mühe.
"Ich hab an dich gedacht." sagte sie.
"Ehrlich?" Jetzt klang er doch ein bisschen erfreut.
"Ja. Wie geht es dir?"
"Hm. Weiß nicht. Nicht so gut."
Diese Antwort bestätigte ihr, dass es gut gewesen war, den Anruf nicht auf Morgen verschoben zu haben.
"Soll ich vorbeikommen? Ich hab Zeit."
Er schien zu überlegen, denn sie hörte erstmal nur sein Atmen.
Dann: "Ja. Komm."
"Gut. Ich spring ins Auto und bin in einer halben Stunde bei dir."
"Ja."
Während der Fahrt machte sie sich Gedanken, was mit ihm wohl los sein könnte. Da war was im Busch. Bestimmt.
Es war schon dunkel und im Wagen wurde es nur langsam warm. Auf der Straße waren einige wenige Fahrzeuge unterwegs, es regnete leicht. Durch die hin und her tanzenden Scheibenwischer funkelten ihr die Lichter der Straßenlaternen und anderen Verkehrsteilnehmer entgegen. Ihr kroch eine Gänsehaut über den Rücken.

Freitag, 28. November 2008

"Zug"-Stress

Also, ich will euch mal was sagen: Das nächste Mal leih ich mir nen Wagen!
Ich kenn ja einige, die lieber mit der Bahn fahren, als mit dem Wagen irgendwo wer weiß wie lange im Stau zu stehen oder von Baustelle zu Baustelle zu schleichen. Kann ich verstehen.
Klar, im Zug muss man auf keinen Verkehr achten, auf keine Drängler oder slalomfahrende Lkws mit fragwürdig festgezurrtem Transportgut. Aber dieses Mal haben mich Hin- und Rückfahrt schon ein wenig vergrätzt.
Auf der Hinfahrt fiel in Münster ein IC aus. Kurz bevor besagter Zug hätte einfahren sollen lief eine Schrift über die Anzeigetafel, der Zug würde ausfallen. Natürlich strömte ein ganzer Pulk an fragenden Gesichtern zum glücklicherweise vorhandenen Schaffnerhäuschen auf diesem Gleis (was ja auch nicht selbstverständlich ist, an manchen Bahnhöfen sucht man DB-Personal vergeblich - die sind dann wohl zu klein - was für Münster natürlich nicht zutrifft).
Die vorne im Pulk, die den engen Eingang erobert hatten, erfuhren denn auch sogleich, mit welchem Zug sie statt dessen reisen könnten, die hinteren wurden immer ungeduldiger, weil sie nichts mitbekamen - ich unter ihnen. Ich fragte also kurzerhand eine Herauskommende.
Es stellte sich heraus, dass sie auch nach Berlin wollte und gab mir freundlicherweise Auskunft und zog mich mit einer Dritten, die zugehört hatte, mit zu einem (entfernten!) Gleis, an dem ein Regional-Express schon abfahrbereit stand und gleich nach unserer gehetzten Eroberung des Vorraumes, wo sich normalerweise die Passagiere für "Oben" oder "Unten" entscheiden, den wir uns aber mit ein paar anderen Passagieren leider teilen mussten, weil sich überall schon alles quetschte, fuhr der Zug los.
Nach Hamm! Also eigentlich wieder zurück.
In Hamm durften wir dann gehetzt einen ICE nach Berlin besteigen, der auch schon abfahrbereit da stand. Huschhusch - hinein - und ab geht's!
In besagtem ICE tat uns der Lautsprecher auch gleich kund, wir Passagiere des ausgefallenen ICs bräuchten keinen zusätzlichen Aufschlag zu bezahlen!
Wir konnten nicht anders, wir mussten lachen!
Hier trennte sich dann bereits unser kleines "Schicksals"-Grüppchen:
die zwei suchten sich in der Menge in den wenigen 2. Klasse-Wagen einen der wenigen noch freien Sitzplätze, was mir zu blöd war, da ich mich mit meinem Gepäck nicht durch die drängelnde Schar quetschen wollte.
Ein Schaffner sah mich im Gang hocken und "befahl" mich duzenderweise in die 1. Klasse - er sei ja auch bis Berlin da und das ginge schon in Ordnung. Ha! So jung seh ich also noch aus! *grins* Dieser Abschnitt der Fahrt war tatsächlich ein herrlich entspannter. Ab Berlin ging es für mich per Bimmbelbahn weiter in den Norden. Im Ernst: dort wird jede Ansage mit einer Bimmelmelodie eingeleitet. Auf Dauer ein wenig nervig, aber tatsächlich nicht zu überhören. So weit, so gut. Die Hinfahrt war geschafft.

Bei der Rückfahrt sorgte schon am Abfahrtsbahnhof auf dem Gleis ein Aushang für Verwirrung und Sorgenfalten auf der Stirne:
mein Regional-Express sollte teilweise ausfallen (leider wurde ich nicht daraus schlau, ab wo und bis wohin, denn die genannten Bahnhöfe hätten für mich auch in in "Pusemuckel" liegen können), denn für den 28. November war zwischen 7:30 und 13:10 eine Bombenentschärfung an einem Gleis des Oranienburger Bahnhofes geplant - mit Evakuierung der umliegenden Anwohner und "heißer Phase" gegen 11:00! Was denn nun auch fast meine Abfahrtszeit war.
Eine Frau auf selbigem Gleis gefragt, sah ich nun auch sie in Sorgenrunzeln verfallen. Sie hatte den Aushang gar nicht erst gesehen. Sie rief noch einen jungen Mann hinzu, der gleich auch verwirrt dreinschaute und sich für uns schwer bepackte Frauen in den Kampf warf und zum Schalter im Bahnhofs-Vorraum zurückkehrte, um Kenntnis zu erlangen, ob wir hier überhaupt wegkämen, denn aus dem Aushang ging nicht hervor, welchen Zug man statt dessen nehmen könnte. Da standen zwar einige Busabfahrzeiten, die aber für irgendwelche uns allen nicht bekannte Städtchen galten.
Sollte der Zug vielleicht bis dorthin gehen?
Auf jeden Fall gab es überhaupt keine Durchsage dazu.
Was auch immer der Aushang aussagen sollte, der junge Mann kehrte zurück und tat uns kund, der Regionalexpress würde auf jeden Fall planmäßig bis Neustrelitz gehen, wo wir vielleicht mehr erfahren würden, ob der IC, der uns nach Berlin bringen sollte, fahren würde oder nicht.
Während der Zugfahrt befragten wir (jaja, schon wieder waren wir ein Schicksalsgrüppchen von 3 nervösen und verwirrten DB-Passagieren) den Schaffner, der uns nur sagen konnte, dass er nichts wisse. Herrlich!
In Neustrelitz fuhr unser IC (mit uns!) dort ab, wo er sollte, und wieder gab es nirgendwo eine Durchsage oder wusste ein Schaffner bescheid.
Tatsächlich fuhren wir unbehelligt durch, passierten auch Oranienburg - unbehelligt von irgendwelchen Bomben oder deren Entschärfern - und gelangten, immer noch verwirrt aber glücklich, dass wir nicht auf einen dubiosen Schienenersatzverkehr (im Anschlag hatte nur SEV gestanden und wir kamen erstmal gar nicht darauf, was das heißen sollte!) hatten zurückgreifen müssen, in Berlin an.
Dort bestieg ich meinen IC, der eigentlich hübsch ausgestattet war, mit schwarzen Kunstledersitzen und Holztischchen für jeden, dass ich mich schon nervös umguckte, ob ich nicht doch aus Versehen in die 1. Klasse geraten war.
Leider hatte ich einen unsympathischen Sitznachbarn, der augenscheinlich Lehrer war, denn er füllte stundenlang irgendwelche Tabellen aus, in denen es um Sportabzeichen von 5. und 6. Klassen ging. Er grunzte immer wieder oder klopfte ruckartig auf den Tisch, als wolle er die nichtanwesende Schülerschar zur Ruhe rufen und um Gehör bitten und trank während der Reise Bier und Schnaps aus einem Fläschchen - selbst mitgebracht in einem kleinen Kühlbehälter. Gottseidank mussten wir uns nicht auch noch eine Armlehne teilen, wir hatten jeder selbst eine in der Mitte.
Mir gegenüber saß ein verliebtes älteres Pärchen, die sich immer wieder zuglucksten und ihre zehn Zeitungen über den ganzen Tisch verteilten, sie waren mir aber sympathisch. Trotzdem ist es unangenehm, nicht zu wissen, wohin man seine Beine ausstrecken soll. Wenn man sich mit fremden Menschen unterm Tisch ins Gehege kommt, führt das bei mir zu verspanntem Sitzen. Und ich habe wirklich kurze Beine! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es den Großgewachsenen unter euch dabei so ergeht!
Hier also war ich trotz des ansprechenden Interieurs wegen der Sitzsituation und des unsympathischen Sitznachbarn (den man sich im Zug ja nunmal nicht aussuchen kann) vergrätzt.
Zu "guter" Letzt hatte besagter IC aber denn doch noch eine Verspätung, dass ich meinen Anschlusszug nicht mehr bekam, die nächste S-Bahn auch nicht, weil die erfolgte Durchsage nur für ICE-Reisende galt und nicht für so "pucklige" Reisende wie mich, ich mir also erstmal einen Abfahrtsaushang suchen musste und somit die S-Bahn vor meiner Nase davonfuhr. Die nächste S-Bahn hatte dann auch noch Verspätung, was mir eine durchfrorene Wartezeit am Düsseldorfer Hbf einbrachte, wo's wirklich immer zugig ist.

So war ich denn endlich nach einem langen, langen Tag zuhause angekommen.

Ach. Ich vermisse mein Auto!


P.S.: Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich verwirrte Passagiere zu Grüppchen zusammenschließen, um nur nicht allein den Wirrungen und Irrungen der Bahn ausgeliefert zu sein.
P.P.S.: Während ich "weg" war, bin ich hier ja über die 10.000er Marke gerutscht. ;) Huiii.
P.P.P.S.: Lieber mkh, habe denn mal nachträglich ein paar Absätze zwischen meinen Satzschlangen eingefügt.

Freitag, 21. November 2008

Meisenreise

Morgen früh geht's los: die Meise zieht in den Norden!
Während sich die Stare in irgendeinem hohen Baum in der Nähe meines Wohnzimmerfensters sammeln und im Dämmerlicht lärmend ihr Nachtquartier besingen, mache ich mich bereit, um zu meinem Bruder und seiner Familie zu fahren.
Ich freu mich diebisch, würde mich am liebsten gleich schlafen legen, damit's sofort morgen ist.
Leider hab ich noch einiges vorher zu erledigen, unter anderem natürlich noch das Kofferpacken.
Und dahinein muss ja auch noch das eine und andere Geschenk (mein Bruder hat nächste Woche Geburtstag), wobei ich hoffe, dass noch genug Platz für meine Kleidung bleibt, da auch mein jüngster Bruder (M.) und meine Mutter den Meisengeschenkebringdienst in Anspruch nehmen.
M. witzelte, er würde vielleicht ein 50-Liter-Fässchen Kölsch als Geschenk besorgen und er würde mir ein paar Rollen darunterschrauben, damit ich's nicht so schwer hätte. Gnaa!
So. Jetzt muss ich noch ein bisschen an meinem Wäscheberg arbeiten...

Dienstag, 18. November 2008

Flucht nach vorn

Sie war nie jemand gewesen, die klein beigab.
Sie hatte vor keiner Unbill des Lebens die Flucht ergriffen, hatte viele Abgründe gemeistert, war durch viele Täler der Trauer gestapft, hatte tapfer ihr Schicksal getragen, wo dies sie hart schlug. Sie war gefährlichen Zeiten mit widerborstiger Art entgegengetreten, hatte auch Glück gehabt. Sie hatte mehrmals die Liebe gefunden und sie auch wieder verloren. Sie hatte einen heißgeliebten Lebenspartner besessen, mit dem sie selbst nach seinem Tode noch sprach.
Doch jetzt wurde sie langsam müde.
Die alltäglichen Schmerzen, so lange schon ertragen, lasteten an so manchem Morgen bergschwer auf ihr, dass sie ihr Bett nicht mehr verließ. Jede Bewegung eine Bewegung zu viel.
Und immer die vielen Tabletten schlucken, wo ihr das doch so schwer fiel. Jedesmal. Immer wieder, jeden Tag mit Widerwillen diese verhassten Dinger den Hals hinunterquälen.
Jeden Tag, immer wieder darauf achten, dass sie genug trank.
Das Essenmachen "vergaß" sie manchmal einfach. Zu lästig. Zu aufwändig. Und wofür...
Alles war so schwer geworden, sie selbst, ihr eigener schmaler Körper zu schwer für die übriggebliebene kleine Kraft ihrer geschwundenen Muskeln.
Sie war müde.
So müde, dass sie sich manchmal, in verschreckten verhuschten Gedanken, die sie nicht denken wollte, fragte, ob die Flucht nach vorne nicht die bessere Wahl wäre...
Aber sie war nie jemand gewesen, die klein beigab...

Sonntag, 16. November 2008

Grizzly Adams



Mein Gott, hab ich diese Serie als Kind geliebt!

Samstag, 15. November 2008

Pata Pata

von Miriam Makeba ("Mama Africa"), ein Lied, das ich immer schon mochte...



Am 9. November 2008 trat Miriam Makeba auf einem Benefizkonzert für den von der Camorra bedrohten Schriftsteller und Journalisten Roberto Saviano auf. Dabei erlitt sie einen Herzinfarkt und starb am 10. November im Krankenhaus.

Ach, ihr Lieben...

... heute war ein schöner Tag! Ich war bei lieben Menschen zu Besuch und mein Herz ist voll. :)

Mittwoch, 12. November 2008

Aussichten

Von meinem Excel-Kursus zurück, bin ich zufrieden, heute noch etwas für mich gemacht zu haben, noch etwas gelernt zu haben. Ich habe heute die zweite Übungsmappe anfangen können und endlich geht's mit den Formeln los. Ab Dezember werde ich außerdem statt nur mittwochs außerdem samstags zum "Exceln" gehen, da bleibt dann mehr haften.

Ich habe heute beschlossen, mir mit meinem Weihnachtsgeld, das ich Ende des Monats bekommen werde, ein neues Bett zu kaufen und auch mein Schlafzimmer neu zu streichen und mir damit wieder ein neues Wohlgefühl hier zu schaffen.

Ich freue mich auf nächste Woche, denn in knapp anderthalb Wochen fahre ich zu meinem Bruder und seiner Familie in den Nordosten, wo's "urst" kalt ist um diese Jahreszeit, aber was zählt ist, dass ich die drei heiß und innig liebe und ich sie endlich wiedersehen darf.

Dienstag, 11. November 2008

Novembergefühle

Heute fällt's mir mal wieder schwer, mich aufzuraffen.
Schon das Aufwachen gestaltete sich als zähe Sache, ich wollte den Schlaf wohl nicht loslassen.

Gestern habe ich einen Welli verloren. Eine Henne, die schon lange krank war, mit der ich auch oft beim Tierarzt war, der abschließend gesagt hatte, da könne man nicht mehr viel tun, außer mit Vitaminen ein bisschen zu helfen, dass es ihr noch möglichst lange einigermaßen geht. Gestern morgen ging es dann allerdings schnell. Sie ging einfach.
Ich bin zwar ein bisschen traurig, aber es war nicht so schlimm wie beim letzten Welli, der mit sichtlicher Qual gestorben war.

Die Aussichten "auf der Arbeit" sind öde zur Zeit. Dort zieht mich momentan auch nichts hin.
Es ist immer das gleiche ermüdende "Spiel" mit den Kollegen, jeder muss wieder anders angepackt werden, damit keine Spannungen entstehen.

Und so wirklich gesund fühl ich mich noch nicht. Gestern abend habe ich so gefroren, dass ich irgendwann klein beigab und mich wieder ins Bett verzogen habe, samt Wärmflasche, dem treuen Freund. Und beim Umklammern meiner Wärmequelle war ich wieder traurig, dass es nur so ein Ding ist, das mir Wärme gibt, kein Mensch, bei dem ich Trost finden kann...

Sonntag, 9. November 2008

Spam von mir selbst?

Wie kann das eigentlich sein, dass ich eine Spamnachricht bekommen habe mit meiner eigenen Mailadresse als Absender???
Hat sich da irgendein Wurm oder sonst ein Getier bei mir breitgemacht und versendet jetzt mit meiner Adressliste Spam?
(Jaa, ich hab meine eigene Mailadresse in der Adressliste. Warum? Weiß ich auch nicht mehr.)
Wie kann ich das rausbekommen?
Sollte ich meine Adresse löschen oder zumindest meine Adressliste?
Es wäre mir jedenfalls peinlich, sollten andere über meine Mailadresse diese fiesen Werbemails bekommen. Noch schlimmer, wenn da noch ganz andere Sachen mit verschickt würden!!!
Was nun?

Freitag, 7. November 2008

Nichts Neues...

... aus dem Meisennest.
Die Woche war durchwachsen.
Nicht nur, dass ich flachlag und meine Wärmflasche mein bester Freund war, ich konnte tagsüber manchmal nichtmal schlafen, weil hier Handwerker im Hause vermutlich versucht haben, die Wände einzureißen. Welche auch immer. Bei mir sind sie nicht durchgebrochen, mehr weiß ich da aber auch nicht. Zumindest mussten sie zwischendurch auch mal das Wasser abstellen, just, als ich nach durchschwitzter Nacht unter die Dusche wollte. Mit stark vorgewölbter Schmollschnute und flehendlichem Blick gelang es mir noch, den Handwerker, der bei mir geklingelt hatte, dazu zu bringen, das Abstellen des Wassers um 20 Minuten hinauszuzögern.
Momentan kränkel ich halbherzig vor mich hin. Ich fühle mich, solange ich im Bett oder zumindest in der muckeligen Bude weile, eigentlich schon ganz prima. Ein kurzer Gang nach draußen zeigte mir aber schnell, dass es doch nicht so prickelnd um mich bestellt ist und ich mich noch mit den Nachwehen herumschlagen muss. Die kalte Luft brachte gleich wieder die Halsschmerzen zutage, die Nebenhöhlen zeigten auch ihren Unwillen per stechender Eiszapfen in selbigen, die Bewegung verursachte einen Schweißausbruch, dem letztlich ein Weichei-Gebibbere folgte.
Nä!
Da bleib ich doch lieber noch über's Wochenende zuhause und schone mich. Nicht, dass die fiese Gripperei nochmal zurückkehrt!

Donnerstag, 6. November 2008

Big Fish



Dies ist ein Ausschnitt aus einem meiner Lieblingsfilme. Überseht nicht das selige Lächeln zum Schluss. ;)

Dienstag, 4. November 2008

Bin krank...

... und im Moment ein wahrhaft jämmerliches Geschöpf... :(

Samstag, 1. November 2008

Erinnerung



In Wirklichkeit sang mein Vater Tenor im Kirchenchor. Und wenn bei den Proben der Sopran dran war, ihren Part zu üben, sang mein Vater in Kopfstimme manchmal dazwischen, mischte hier und da einen schiefen Ton drunter. Der Chorleiter unterbrach dann irritiert, spielte oder sang die entsprechenden Stellen nochmal vor und ließ den Sopran von vorne anfangen, während sich mein Vater einen ins Fäustchen lachte, der Schelm. ;)

"Zum Mitmachen"

Ihr Lieben, die ihr so schön bei diesem kleinen Wettbewerb mitgemacht habt, es ist an euch, mir mitzuteilen, an welche Adresse ich euer Präsent schicken soll.
Jay, mkh und Lily!
Der liebe Herr Bildermann bekommt seines frei Haus - zu Fuß. ;)
Links in der Leiste findet ihr meine Mail-Adresse.
Und Montag würde ich dann bereits zur Post gehen und sie abschicken.

Liebe Grüße,
Eure Meise

Freitag, 31. Oktober 2008

Blick vor und zurück

In letzter Zeit bestürmen mich mal wieder merkwürdige Gedanken, die ich ständig hin und her sortiere, mal wieder irgendwo weglege, um sie später doch wieder hervorzuholen.

Ich muss gleich noch einkaufen, Zutaten besorgen, um eine Halloween-Blätterteig-Schlange zu backen, mein Mitbringsel für den Halloween-Abend bei einer Freundin und ihrem Mann. Wir planen "Underworld" zu gucken, aber erst als Zweitfilm, denn der Mann des Hauses mag keine gruseligen Filme, für ihn gucken wir erstmal Keinohrhasen und wenn er bettschwer geworden ist dann unseren Film.
Eigentlich sollte ich auch irgendwie verkleidet dort auftauchen, aber ich hab noch nix. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich's damit auch nicht so. Hmnaja. Mal sehen...

Ich wollte mich schon letzte Woche bei einer Freundin melden, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe, aber irgendwie wurde da nix draus. Wenn ich mal anrief, ging keiner ans Telefon. Nun, morgen will ich sie endlich mal erwischen!

Morgen wird mich sicherlich meine Mutter anrufen und mir davon berichten, wie das Grab meines Vaters aussieht, was sie daran geändert hat, was neu gepflanzt wurde etc., nur um mich dann zu fragen, ob ich das Grab denn auch besucht habe.
Ich war schon lange nicht mehr dort und morgen werde ich wahrscheinlich auch nicht hingehen...
Irgendwie sperre ich mich davor, mich nach solchen Terminen (Allerheiligen in diesem Falle) zu richten. Wenn mir der Sinn danach ist, dann kann ich jederzeit einen Besuch machen. Nur stand mir schon ziemlich lange nicht der Sinn danach. Was mir irgendwie auch wieder ein schlechtes Gewissen macht. Ich habe sie die ganze Zeit mit der Arbeit ganz alleine gelassen. Andererseits sind hier ja noch zwei Brüder vor Ort, die ihr genauso helfen können. Eigentlich besser noch, da beide ein Auto besitzen...
Ich denke aber, dass meine Mutter die Frage auch deshalb stellt, um zu sehen, wie es bei mir um das Thema bestellt ist. Sie weiß, dass ich ein Riesenproblem mit dem Tod meines Vaters hatte... und habe.
Allerdings hat mich ein Friedhofsbesuch nicht wirklich an ihn oder seinen Tod erinnert. Eigentlich nur an die Zeit danach, die voll von Trauer, Wut und Arbeit war. Und voll von Sorge um meine Mutter, der es damals sehr schlecht ging.
Vielleicht möchte ich mich nur von diesen Erinnerungen distanzieren...?

Jedes Jahr im November also, holen mich diese Dinge irgendwie wieder ein, genauso wie im Februar, dem Sterbemonat meines Vaters. (Seitdem mag ich Karneval nicht mehr so...)
Ich denke an meinen Vater, wie er starb, an die Begleitumstände, an das, was alles darauf folgte.
Dies alles liegt aber schon ein ganzes Weilchen zurück und mittlerweile schmerzt es nicht mehr so.

Manchmal stelle ich erschreckt fest, wieviel Zeit seitdem vergangen ist und wie wenig sich in meinem Leben seitdem verändert hat. Irgendwie habe ich stillgestanden, ausgeharrt, vielleicht abgewartet. Und ich habe mich schon bei dem Gedanken erwischt, dass ich meine Zeit verlorengehen ließ, einfach fortfließen ließ, unwiederbringlich...


Nun muss ich aber los, die aufgeschriebenen Sachen besorgen.
Und vielleicht finde ich ja doch noch eine Gummi-Hexen-Nase, dann könnte ich mit schwarzem Umhang (Fleece-Decke, die ponchomäßig einen Kopfdurchlass in der Mitte bekommt) und spitzem Hut doch noch eine Verkleidung hinbekommen...

Donnerstag, 30. Oktober 2008

5. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Lily hat einen "Schnellschuss" gemacht, wie sie es nennt. Lest selbst, aber haltet ein Tuch bereit, um etwaige Schweißtropfen oder Sabberspuren zu tilgen. ;)


Sagenhaft

Komm zu mir, du Schöner, ich lade dich ein.
Die Kerzen flackern im Septemberwind, der das Erinnern eines langen Sommers in sich trägt, und hier ist es still, hier, in meiner verschwiegenen Kammer.
Der Wein liegt schon auf dem Eis, kalt und schwarz und schwer wird er sein wie die ewige Ruhe, und er wird deine Sinne betäuben.
Spiegel aus flüssigem Silber sind die Teller auf der Seide, und es dauert nicht lang, so füllen sie sich mit den Reichtümern der Gärten.
Wehrlos in der Sonne fühlte der Feigenbaum seine Früchte süß und dick anschwellen, und nur für dich wurde er ihrer beraubt. Nun liegen sie da, und immer noch duften sie wie die Hitze eines Sommertages. Ihr Saft läuft über dein Kinn, und ich strecke meine Hand aus, um einen Tropfen aufzufangen.
Du lächelst mich an, und greifst nach meiner Hand- geschmeidig und flink entziehe ich sie dir, und schenke dir nach vom Wein, mein Gewand streicht sacht über deine Schulter.
Dein dunkler Blick sucht den meinen festzuhalten, und zögernd nur nimmst du die Auster aus meiner Hand-: Koste sie, lass sie über deine Zunge gleiten, verschlinge sie ganz.
Ich bringe dir Oliven und Nüsse, und du öffnest deine Lippen, um sie entgegen zunehmen- dein Atem streift meine Finger. Warm ist er, schwer und feucht.
An deiner Schläfe pocht blau eine Ader, und dein Gesicht ist weich im Kerzenlicht.
Mein Daumen zeichnet den Bogen deiner Braue, und du schließt die Augen- die dunklen Wimpern werfen Schatten auf deine Wangenknochen, und mein Entzücken ist wahrhaftig und tief.
Schön bist du, mein Freund.
Etwas Süßes lass mich dir reichen, etwas von dem Honig dort träufle ich in meine Hand, und gebe sie preis, lasse deine kühlen Finger mein Handgelenk umfassen. Ich spüre dein Blut pulsieren, es ist drängend, es eilt... Du hältst die Hand fest, und schaust unbeirrt in meine Augen, während dein Mund sich senkt und die Lippen den Honig aufsaugen. Deine Zunge, warm und geschmeidig, streicht über die Finger, leckt und streichelt und nimmt noch die letzte Süße mit.
Ich schließe die Augen.
Und ich höre wie du meinen Namen sagst... immer und immer wieder, bis deine Stimme versagt, und ich weiß, ich werde dich hören, nachts im Traum, wenn du ihn flüsterst, wenn du ihn rufst, wenn du ihn singst. Lucrezia.



Lucrezia.




Lucrezia...


.....

Dienstag, 28. Oktober 2008

Zum Mitmachen - Endspurt

Ihr Lieben,
es geht in den Endspurt. Bis zum 31. habt ihr noch Zeit... ;)

Montag, 27. Oktober 2008

Mitbewohner in Bloghausen

Ich möchte hier einen neuen Blog vorstellen, den ich vor kurzem gefunden habe.

Fräulein Wunder berichtet dort über ihre Lebensumstellung, über ihr Personal Coaching, hinein in ein gesünderes und bewussteres Leben.
Handlungsort ist hauptsächlich ihre Küche, dort finden die Gespräch mit ihrem Coach statt.

Sie sagt, dass nur ganz wenige ihrer Freunde, Bekannten oder ihrer Familie davon wissen, dass sie diesen Blog schreibt, weil es ihr wichtig ist, dass sie ihre Gedanken und Gefühle ohne Rücksicht auf jemanden ausdrücken und sich mit ihnen auseinandersetzen möchte.

Ich habe den Blog schon fast von Anfang an verfolgen dürfen, besteht er doch auch erst seit August, und ich finde es spannend und erstaunlich, jemanden auf diese Weise kennenlernen zu dürfen.

Euch sei also der Blog "Küchengespräche" wärmstens ans Herz gelegt.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Gehört

Vor einiger Zeit bekam ich drei Hörbücher von einem Freund geschenkt: "Neue Vahr Süd", "Der kleine Bruder" und "Herr Lehmann" von Sven Regener, vom Autor garselbst gelesen.
Heute Nacht habe ich mit "Herr Lehmann" die Hörbücher alle durch und bin begeistert.
Nicht nur von der Trilogie selbst, von der Art und Weise, wie Regener sie geschrieben sondern auch wie er sie gelesen hat. Sein Bremer Zungenschlag und seine ihm eigene Art, wie er liest, gefällt mir ungemein. Ich weiß noch, dass ich bei "Neue Vahr Süd" anfangs noch das Gefühl hatte, dass Regener ulkig schreibt und liest, irgendwie ganz anders, ein wenig schnell und manchmal abgehackt vielleicht, mit Wortwiederholungen, die mich erstmal irritierten, was ich alles aber schon bald als angenehm empfand und als seinen eigenen Stil. Und jetzt mag ich es. So richtig. :)
Und bin fast traurig, dass ich durch bin und die Geschichten höchstens nocheinmal hören (oder auch noch lesen) kann, sie aber nicht mehr neu für mich sind. Andererseits, wenn ich sie lesen werde, werde ich die Stimme des Autors im Hintergrund bestimmt dabei hören können und in seinem Takt, mit seiner Betonung lesen. Und irgendwie lässt mich das auch wieder lächeln.
Montag, da guck ich mal, dass ich "Neue Vahr Süd" als Buch auftreibe. ;)

So. Und jetzt stell ich mal die Uhr eine Stunde zurück. *lach* Sie ist wieder mein, die Stunde, die sie mir im Frühjahr geklaut haben!

Freitag, 24. Oktober 2008

Hai

Diesen niedlichen Fisch hab ich mal dem Sohn einer Freundin gemalt, der haibegeistert ist. Das Bild ist 70 x 100 cm groß, in Acryl auf Leinwand gemalt und hat mich etliche Schweißtropfen gekostet, hab ich doch so kurze Arme. ;)

Auf jeden Fall bin ich da mächtig stolz drauf.

Seminar mal zwei

Mittwoch und Donnerstag standen im Zeichen von Word und Excel.
An beiden Tagen habe ich an einem Seminar ("Word - Aufbau") teilgenommen, mein Arbeitgeber zahlte. Mittwochabend war ich bei meinem Excel-Kursus.
Und danach echt kaputt.
Aber ich hab wieder eine Menge gelernt. Wahrscheinlich werde ich beruflich nur wenig davon gebrauchen können, aber ich wäre die Letzte, die so ein Angebot des Arbeitgebers ausschlägt. ;)
Und wenn ich mal Leerlauf haben sollte, werde ich mich prompt an den PC dort setzen und die Dinge wiederholen, damit ich sie nicht vergesse.
Spaß hat's gemacht - und das ist doch schon was. :)

Zu dem Word-Seminar kam ich übrigens nur durch Zufall, weil eine mir unbekannte Kollegin ausfiel und direkt für den nächsten Tag ein Platzhalter gesucht wurde.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Ein geretteter Tag

Lächeln gesät und Lächeln geerntet.
Schon hat sich dieser düstre Tag erhellt.
Wie einfach und wie wichtig.

Spuk

Ich bin in einer merkwürdigen Stimmung momentan. Irgendwelche Gedanken schwimmen mir durch den Kopf, ohne dass ich sie wirklich denke, es ist mehr, als zögen sie selbstbestimmend umher, irgendwo im Hintergrund, wo sie sich immer schnell wieder verstecken können, versuche ich sie zu packen.
Ich träume merkwürdige Sachen. Ich schlafe mit einem Lied im Kopf ein und wache mit einem anderen Lied im Kopf wieder auf*. Und ich habe kein Radio zwischendurch angehabt, das es mir in den Kopf hätte pflanzen können.
Irgendwas spukt in mir.
Vielleicht finde ich ja heraus, was es ist. Ich muss vielleicht nur mal ein bisschen in die Stille gehen, damit diese Stimmen in mir besser gehört werden können...

*(Edit: Ich weiß leider nicht mehr, welches das erste Lied war, das zweite ist aber "The Passenger" von Iggy Pop gewesen. Meise am 22.05.2009)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Nur ein Gedanke...

Wie merkwürdig ist doch die Liebe gestreut und welche merkwürdige Formen nimmt sie manchmal an.

Samstag, 18. Oktober 2008

Donnerstag, 16. Oktober 2008

4. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Dies hier ist Lilys Beitrag bei dieser Runde:

„…der Du für uns gestorben bist“, dünn zog die Stimme durch den dämmrigen Kirchenraum.
Ebert lauschte konzentriert.
Er stand im Schatten des Tabernakels, außerhalb des Sichtfelds der Bankreihen, und stützte sich schwer auf den Besenstiel.
Die mit Kupfer beschlagene Tür hatte kaum geknarrt, als sie, nur einen Spalt breit geöffnet, die alte Frau eingelassen hatte.
Merkwürdig, wie leise manche Menschen sind, dachte Ebert. Und nicht nur sie selbst: Alles, was sie berühren, ist leise. Oder blass, dachte er, blass traf es auch. Verwaschen. Unauffällig.

Dazu passte der Sarg nicht, der schwarz und pompös glänzend auf dem Katafalk ruhte.

Und deshalb stand Ebert noch da und rührte sich nicht.

Die alte Frau stand mit hängenden Schultern vor den Stufen zum Altar. Sie war nicht groß, der Mantel hing ein wenig an ihr, als hätte sie ihn in dickeren Zeiten gekauft.
Erst als sie die Hand hob, sah Ebert, dass sie einen Blumenstrauß mitgebracht hatte.
Sie wickelte ihn aus dem Papier, knüllte es zusammen und steckte das Knäuel in die Manteltasche.
Die leuchtend blauen Vergissmeinnicht hob sie an ihre Lippen, schloss kurz die Augen und legte den Strauß auf den Sarg.

Dann drehte sie sich um, und verließ langsam die Kirche.

Ebert trat aus dem Schatten des Tabernakels.
Er fühlte mehr als er sah, wie die große Tür langsam –und wie ihm schien, lautlos- hinter ihr ins Schloss fiel.
Dann ging er zum Sarg, und nahm den kleinen Strauß an sich.

Ein kräftiges Blau, gelbe Blütenherzchen, die Blätter ein sanftes Frühlingsgrün.
Er zog einen Müllsack aus der Tasche, und stopfte die Blumen hinein, ohne sie noch einmal anzusehen.

Großmutter hin, Großmutter her…

Die Eltern wollten eine Beerdigung in schwarz und weiß. Nur in schwarz und weiß.


Mittlerweile bin ich total beplättet und begeistert, was ihr euch alle für eine Mühe gebt und was für tolle Sachen dabei herauskommen.
Also, bisher haben vier Leute hier teilgenommen: der Bildermann, Jay, mkh und Lily.
Ihr anderen, die ihr vielleicht noch mitmachen wollt: ihr müsst euch aber trotzdem nicht beeilen, der Monat dauert ja noch zwei Wochen. ;)

Ach, und falls ihr euch fragen solltet, was denn nu mit den Präsenten ist....
Die bekommt ihr erst nach Beendigung dieses kleinen Mitmach-Clubs. ;)

3. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Nun hat auch mkh seinen Beitrag in seinem Blog veröffentlicht. Auch er hat gleich alle drei Themen verwendet und zu einem vereint: Hexenjagd.

Und Leute, ich bin froh in dieser Zeit zu leben und in keiner anderen! Brrr.

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Wer bei diesem Wettbewerb mitmachen will, bei dem es keine Verlierer geben kann, hier steht, worum es geht. ;)

Dienstag, 14. Oktober 2008

2. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Jay hat seinen Beitrag zum Wettbewerb in seinem Blog veröffentlicht. Auch er hat gleich alle drei Themen in Angriff genommen.
Habt viel Spaß bei dieser sagenhaften Geschichte. :)
Ich bin begeistert!

1. Beitrag - "Zum Mitmachen"

Der Herr Bildermann, der seit Sonntag mehrere Titel sein Eigen nennen darf (und muss), da ihm in luftiger Höhe eine Ballonfahrer-Taufe widerfahren ist, hat mir ein Bild zugesandt, dass gleich zu allen drei Themen passte:


Seine Worte zu diesem Bild:

1. Sagenhaft - dass das Pferd nicht Reißaus genommen hat aus Angst vor unserem "Ungetüm"
2. Zuneigung - sowas geht bestimmt nur mit gaaaaanz viel Zuneigung zwischen Pferd und Reiter
3. Schwarz-weiß - naja, das Bild ist nun mal unfarbig

Vielen Dank, lieber Bildermann!
Du hast sehr gut vorgelegt.

Jetzt seid ihr dran. ;)

Montag, 13. Oktober 2008

Zum Mitmachen

Nachdem Lily uns so schön zum Buchstabensammeln gebracht hat, möchte ich euch bei eurer Kreativität packen.
Ich gebe drei Themen vor, aus denen ihr auswählen und zu denen ihr euch etwas einfallen lassen sollt:
ein Gedicht, eine Zeichnung, einen Cartoon, einen Witz, eine Geschichte oder was euch sonst so einfällt, von mir aus auch eine Collage. ;)
Das Ergebnis könnt ihr mir entweder schicken (Mailadresse siehe linke Leiste), dann werde ich es hier mit eurer Nennung (und Genehmigung) im Blog veröffentlichen, oder ihr veröffentlicht es in eurem Blog und gebt mir per Kommentar oder Mail bescheid, dann verlinke ich es hier.
Jeder, der hier mitmacht, bekommt zum Dank und als Ansporn ein kleines Präsent von mir, denn einen "Gewinner" möchte ich in diesem Fall nicht küren.
Also, los geht's!

Die Themen lauten:
1. Sagenhaft
2. Zuneigung
3. Schwarz-weiß

Ich bin neugierig, ob und was dabei herauskommt.

Nachtrag: Den Einsendeschluss lege ich mal auf den 31. Oktober.

Kannste vergessen!

Das wurde heute im Radio angekündigt:
In Köln findet vom 13. bis zum 24. Oktober die 1. Kölner Demenzwoche statt.

Da fiel mir leider spontan das zu ein:
Älterer Herr spricht jungen Mann auf der Straße an: "Entschuldigen Sie, wissen Sie, wohin ich will?" Junger Mann: "Sie sind heut schon der dritte, der mich das fragt!"
Fies, ja, ich weiß.

Das könnte man eigentlich zum Anlass nehmen, das eine oder andere zu vergessen.
Es gibt bestimmt etwas, das es zu vergessen lohnt.

Zugegeben, ist sarkastisch. Muss aber auch mal sein.

Samstag, 11. Oktober 2008

Ein paar Stunden am Rhein



Kalt

Ich mach es kurz: ich musste heute morgen kalt duschen!

Der ein oder andere wird sich zurückentsinnen, dass ich normalerweise warm oder doch eher heiß (!) dusche, von daher ist kalt duschen ein Unding für mich! Ja, ein Unding! Sowas mache ich nicht. Nicht freiwillig.

Nebenan (die alten Mieter, die sich schonmal gerne nachts gegenseitig bollernd gegen die Türen rammten und sich anschrien, sind schon vor einiger Zeit ausgezogen - oder ausgezogen worden) wird gerade die Wohnung neu gemacht, also von den Vermietern ein wenig "aufgewertet". Es mussten wohl auch Elektroarbeiten ausgeführt werden und dabei müssen die irgenwelche Leitungen, die eigentlich meine Wohnung betreffen, gekappt oder zumindest unterbrochen haben oder was weiß ich. Jedenfalls geht mein Gasofen nicht, das heißt die Wohnung bleibt kalt. Meine Spülmaschine funktioniert nicht, was ja nicht schlimm ist, man kann ja auch mal alles so spülen, aber auch mein Heiß-Wasser-Gerät rührt sich nicht, was weit schlimmer ist! Meine Herdplatten machen auch keinen Mucks, komischerweise geht aber der Backofen. Die Sicherungen sind übrigens alle drin, hab ich gecheckt.

Und nun koche ich Wasser im Wasserkocher, um meinen Putzeimer füllen zu können, denn mit kaltem Wasser putzen... iibääh!
Und zum Spülen muss ich ja dann jetzt auch zum Wasserkocher greifen...

Das alles musste natürlich zum Wochenende hin passieren, das war ja wohl klar, oder?
Von den Elektrikern ist keiner greifbar, immerhin weiß aber die neue Nachbarin bescheid, die denen das Montag umgehend stecken will.
Hmnaja.
Will ich mal hoffen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Allmorgendlich

Der Wecker klingelte und sie fuhr hoch. Mitten aus einem Traum heraus hatte er sie gerissen. Stöhnend warf sie sich in ihrem Bett herum und schlug auf die Schlummertaste des Störenfrieds. Wovon hatte sie noch eben geträumt? Komisch, bevor sie auf den Wecker gehauen hatte, hatte sie es noch gewusst und jetzt war es nicht mehr da. Hatte sie ihren Traum einfach weg-, einfach abgeschaltet, indem sie auf die Schlummertaste gedrückt hatte? Sie ächzte. Solche Gedanken sollte man nicht haben, wenn man gerade erwacht, beziehungsweise erwachen sollte.
Mit einem erneuten Stöhnen tastete sie nach dem Lichtschalter ihrer Nachttischlampe.
Schon wieder aufstehen. Dabei war sie doch gerade erst eingeschlafen. Aber der Wecker sagte was anderes. Verdammter Wecker! Warum ließ man sich von so einem Ding eigentlich aufdiktieren, wann man aufzustehen hatte? Na gut, lenkte sie ein, sie hatte ihn ja selber gestellt.
Das Licht war ihr zu grell und sie kniff die Augen zu. Friedliche Dunkelheit. Aber nicht für lange.
Der Wecker piepste wieder los. Diesmal machte sie ihn ganz aus, das Licht brannte ja schon, da war die Gefahr nicht so groß, dass sie wieder einschlief. Ach, ihr war so gar nicht nach Aufstehen! Im Dunkel hinter den geschlossenen Lidern fühlte sie sich selbst, ihre Wange und ihr Ohr auf dem Kissen, ihr Körper von der Decke umhüllt, warm und behaglich.
Als sie das nächste Mal nach der Uhrzeit blinzelte, waren es schon zehn Minuten später.
Ohje, jetzt aber raus. Sie warf die Decke ans Fußende und schwang die Füße herum. So, schon halb geschafft. Stumm vor sich hin jammernd, weil sie die kuschlige Wärme des Bettes zurückließ, wankte sie hinüber ins Bad.

Unter dem platternden Wasser der Dusche stehend wurde sie langsam wacher. Gedanken flogen von links nach rechts und von rechts nach links. Manche waren schon alt und sie kannte sie bereits, einige wenige neue hatten sich anscheinend über Nacht in ihr eingefunden. Es waren aber allesamt keine Gedanken, die sie den Tag begrüßen ließen und so schob sie sie für einen Augenblick alle beiseite, stellte das Wasser noch etwas wärmer und konzentrierte sich ganz auf die Hitze, die ihren Rücken entlangfloß. Das war ihr Trost. Ihr Trost, wenn es darum ging, aufzustehen. Zu wissen, dass wenigstens die Dusche ihr diese Wärme, diese Hitze bot. Der Nachteil war, dass sie es auch hier viel zu lange hielt, sie es immer hinauszögerte, bis sie endlich das Wasser abstellte und nach dem Handtuch angelte. Alles andere war stummes Tun, doch irgendwann verließ sie die Wohnung und machte sich auf den Weg.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Sonntag, 5. Oktober 2008

Verdammt und zugenäht!

Warum muss das immer alles so schwer sein?
Da hab ich mir den Multimessenger von ge-em-icks runtergeladen, weil man darüber schön in ei-ssi-kju chatten* kann und gleichzeitig ein Bing-Bong bekommt, wenn eine neue Mail angekommen ist.
(Outlook-Express funktioniert bei mir aus irgendeinem Grunde nicht, vielleicht liegt's daran, dass ich nix für meinen ge-em-icks-Account zahle... ICH weiß es jedenfalls nicht!)
Jetzt habe ich da zwei, drei Tage komfortabel mit gechattet und plötzlich, mitten im Gespräch, macht's Blitz und draußen war ich.
Und erneut anmelden ist anscheinend nicht drin:
Die Anmeldung am Server ist fehlgeschlagen lautet's da immer.
Das Ding versucht's zwar unermüdlich alle zwanzig Sekunden, aber es tut's nicht.
Tja.
Dumme Sache das, wenn man demjenigen nichtmal sagen kann, dass man gezwungen wurde, aus dem Gespräch auszusteigen. Und nicht wieder rein kann! Verflixt nochmal!

Hilfethemen hab ich dazu auch keine gefunden.
Ich versuch's morgen wieder.
Vielleicht ist ja irgendwo ein Blitz eingeschlagen. Kann ich nur hoffen. Denn dann muss wenigstens ich nicht herausfinden, woran's liegt.

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*Ei-ssi-kju selbst funktioniert bei mir auch nicht. Vielleicht mach ich nur alles falsch? Dort bekomme ich immer die Meldung: Trying to Connect - irc.icq.com - Not Connected. - Trying to reconnect in a few seconds... Vielleicht haben die mich ja rausgeschmissen? Allerdings dürfte das den ge-em-icks-Messenger nicht beeinflussen, oder? Zumindest anmelden müsste er mich und meine Post anzeigen... Gnrgh!

Scheußliches Nass

Heute - mit dem Rad unterwegs - da kann man schon ganz schön nass werden!
Ich überwandt trotzdem meinen Schweinehund - selten genug! -, fuhr zum Spocht und kam einigermaßen trocken dort an.
Auf dem Rückweg: das gleiche Bild. Regen!
Ich fluchte innerlich*, pries im gleichen Atemzug aber mein Regencape.
Aaaallerdings wurde mir der Rückweg ganz schön lang.
Von oben kam es fein aber beharrlich auf mich nieder - und immer dichter.
Allmählich bemerkte ich ein feuchtkaltes Gefühl auf den Oberschenkeln, dass ich schon davon ausging, dass mein gepriesenes Regencape vielleicht doch nicht ganz so regendicht sein könnte, wie es sein sollte. Irgendwie schien es auch, als sei der Regen schneller als ich, bzw. als würde er seine Mission (mich durchnässen) vor der meinigen (möglichst trocken nach Hause kommen) erfüllen können. Zuletzt, als ich es nicht mehr weit hatte, ging er in den Endspurt und öffnete noch ein paar Schleusen.
Als ich losgefahren war, konnte ich das "herbstliche Nass" ja noch ganz gut leiden, es war nicht so kalt wie gestern und ich fühlte mich sicher unter meinem Cape. Aber bis ich dann zuhause ankam, hatte sich meine Meinung gründlich geändert und in "scheußliches Nass" umgewandelt.
Die Jeans war übrigens nicht an meinen Oberschenkeln durchfeuchtet, nur kalt. Dafür war ich von den Füßen an bis über die Knie pitsche-patsche-nass. Tja, der Regen schafft es eben, schräg unter das Regencape zu wehen.
Fazit: Ich brauche dringend Regenhosen!

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*Nach der Mühe beim Spocht hatte ich ein paar Sonnenstrahlen für angemessen gehalten.

Samstag, 4. Oktober 2008

Boh,

wat is dat kalt draußen!
Ich glaub, ich muss doch mal langsam mit der warmen Jacke liebäugeln.
Und die Heizung hab ich jetzt auch angemacht...

Freitag, 3. Oktober 2008

Ein wunderprächtiges welches

So, heute war/bin ich mal wieder stinkefaul!
Außer ein bisschen am PC herumzuspielen und zu Lesen, habe ich es bisher nur geschafft, meine Vögel frühzeitig zu versorgen und mir zwei Butterbrote zu schmieren.
Ach ja... und ich habe den gewonnenen Gutschein von Lily eingelöst.

Und zwar dafür:
"Der letzte seiner Art" von Andreas Eschbach
"MacBest" von Terry Pratchett
"Requiem für einen Henker" von Jacques Berndorf

Beinahe hätte ich den Hals mal wieder nicht voll gekriegt und noch mehr bestellt!

Liebe Lily, da hast du voll und ganz meine Schwachstelle getroffen. Huiiii!
MacBest ist übrigens auf Deutsch, Englisch ist mir da zu anstrengend.
Guuut, den guten Harry P. habe ich damals auf Englisch gelesen, aber das ist auch viiiel einfacher und ich konnte nicht so lange warten! ;)
(Und bei "Lord of the rings" habe ich es glatt bis über's erste Drittel geschafft, dann gab ich auf!)

So.
Jetzt steig ich mal in ordentliche Klamotten, mit denen man sich auch draußen sehen lassen kann, die Sonne scheint und da will ich noch ein paar Strahlen einkassieren!

Für danach habe ich mir das Besiegen einer blöden Felsenmauer - jaja, lacht nur - bei Final Fantasy vorgenommen.

Das Wochenende?
Ist noch unverplant.
Noch! ;)
Euch wünsche ich ein wunderprächtiges.
Was?
Na, Wochenende! ;)

Eure Meise

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Verdutzt

In der Bibliothek traf ich heute die Schwägerin meiner ehemaligen besten Freundin. Diese Schwägerin hatte ihre beiden Kinder dabei, wovon eines im Kinderwagen lautstark quengelte.
Ich winkte besagter Schwägerin, die auch auf mich zukam und mir kurz zunickte.
Ich sagte "Hallo!", wollte aber nicht einfach losquatschen, weil sie gerade versuchte, die Kleine im Kinderwagen zu beruhigen. Was sich hinzog, bis sie plötzlich den Kinderwagen an mir vorbeischob und zur Tür der Bibliothek hinaus verschwand - ohne ein Wort. Nichtmal auf mein verdutztes "Tschüss..." antwortete sie.

Wenn sie nicht damals mich dafür ausgesucht hätte, mit ihr in einen Tattoo-Laden zu gehen, weil sie unbedingt eine Eisvogel-Tätowierung haben wollte, und sie nicht diejenige gewesen wäre, die bei der knapp 6stündigen Sitzung für mein eigenes Tattoo mir quasi die Hand gehalten hatte, hätte ich glatt denken können, dass sie mich nicht erkannt hat.
So kann ich mich nur fragen, was ich ihr wohl angetan habe, dass sie mich solcherart ignoriert.
Vielleicht war's aber auch nur eine Art Loyalität ihrer Schwägerin - meiner ehemaligen besten Freundin - gegenüber. Wer weiß?
Ich werde es wohl nie erfahren.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Rumoren

Sonntag schon rumorte es in meinem Bauch.
Montag wurde es heftiger.
Montag ging ich früh - sehr früh - ins Bett.
Dienstag blieb ich gleich liegen. Erst abends ging's mir was besser.
Heute versuchte ich's erstmal, ging zur Arbeit, arbeitete die wichtigsten Dinge weg und gab dann wieder auf: Übelkeit zwang mich in die Knie.
Ich schlief den halben Tag durch. Jetzt geht's wieder.
Und morgen wieder zur Arbeit.

Sonntag, 28. September 2008

So echt!

Ich komm nicht davon los...
Himmel!
Heute Nacht träumte ich davon, einen Mann zu küssen.
Keine Ahnung, wer dieser gewesen ist und woher er kam. Er war einfach da.
Und hatte wunderbar weiche Lippen...
Es war so echt!
Mittendrin wurde ich wach und meinte noch fast, seine Lippen auf den meinen spüren zu können...
*seufz*

Jemand ze hage?

Ich war gestern abend mit der Frau vom Rhein, dem Bildermann und Freunden beim Griechen, habe pflichtschuldigst ;) roten Kokkineli getrunken (Hallo Unkita! Rosé gab's da nicht.) und während der vielen witzgeschwängerten Gespräche kam immer wieder "Rapante Rapante" und "Schneewante" aufs Tapet - der Maulwurf eben, den ich bei Phil damals das erste Mal gesehen hatte.
Und was gab's zum Schluss als Überraschung vom Bildermann überreicht?
Die DVD dazu, die ich mir heute gleich mal reinziehen muss!
Daaaanke schööön!!! :)

Freitag, 26. September 2008

Schnippchen

Ab nächsten Mittwoch werde ich einmal wöchentlich an einem Excel-Kursus teilnehmen.
Der Grund ist folgender:
Ich werde beruflich in Zukunft diverse Einträge machen müssen. Und der Arbeitskollege, der mich darin einweisen soll, ist ein nicht ganz unproblematischer Fall und vor allem geht er davon aus, dass ich für das, was er in einer bestimmten Zeit gelernt hat, natürlich die doppelte Zeit benötigen werde. Hat er tatsächlich so gesagt!*

So nicht, meine Herren! So nicht!

Ich habe mich privat um einen Weiterbildungskursus bemüht, werde ihm ein Schnippchen schlagen und mir all die Dinge, die man im Umgang mit Excel wissen sollte, von der Pike auf beibringen lassen. Und vielleicht noch ein bisschen mehr... ;)

Ha! Wär doch gelacht!

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*Was er vergaß zu erwähnen war, dass ich natürlich deshalb die doppelte Zeit benötigen werde, weil ich eine Frau bin! Glaubt mir, das war zwischen seinen Worten herauszuhören! Allein die Gesichter meiner Kolleginnen sprachen dabei Bände, wie sie empört von ihm zu mir blickten!

Dienstag, 23. September 2008

Es werde... Kommentar!

Ich greife heute mal dem Ende der Abstimmung vor, in den letzten 8 Stunden wird sich da wohl nicht mehr viel tun.. ;)

Also: die Mehrheit möchte gerne ohne störende Wortbestätigung kommentieren.

Es sei so!
Aber dann jetzt auch immer schön fleißig kommentieren, bitteschön! *zwinker*

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Nachtrag am 24.09.:
Dies ist also das Ergebnis und dem geballten Wunsche nach "freien" Kommentaren konnte ich nur nachkommen! ;)

Maßnahme gegen den Frust

Ich bin heute sowas von auf den A.... gefallen!
Ganz ehrlich!
Mir ist mal wieder deutlich geworden, wie wenig Konsens mit meinen Vorgesetzten zu erreichen ist. Nämlich gar keiner.
Nachdem ich heute also den puren Frust empfunden habe und mir wieder der Gedanke kommt, dass woanders vielleicht auch Geld zu verdienen wäre, habe ich beschlossen, dass ich mir etwas Gutes tun muss.
Ich gehe morgen ins Kino!
So!
Und zwar mit meinem netten Nachbarn, den ich heute im Treppenhaus darauf hin angehauen habe.
Wir werden morgen "Wanted" sehen!
Obwohl er mir vorsichtig zu verstehen gab, dass dies aber gar kein "Mädchenfilm" sei!
HA!
Umso besser! ;)

Montag, 22. September 2008

Fragen

Es gibt Fragen, die möchte man unheimlich gerne stellen, sie umrunden das Selbst und kommen immer wieder...
Fragen, bei denen man eigentlich man schon vorher die Antwort weiß. Und man weiß, dass man bei erfolgter Antwort ein bisschen enttäuscht sein wird und sich dann wünschen wird, die Frage nicht gestellt zu haben. Denn dann bliebe wenigstens noch eine kleine Ungewissheit.
Andererseits: wenn die Zweifel ausgeräumt sind, ließe sich schneller wieder zur Tagesordnung übergehen... ohne dieses Rum und Rum und Rum* der Fragen in einem selbst...

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*Heee, damit ist nicht das alkoholische Getränk gemeint!!

Samstag, 20. September 2008

Zufallsglück

Heute vor einer Woche ist es geschehen. Mein Auge fiel auf ihn!
Nein, damit meine ich nicht denjenigen, mit dem ich das Date hatte.
Alexander Lucas heißt er.
Beziehungsweise sie.
Ja, mit den Personalpronomen ist das nicht so einfach.
Sie hat einen männlichen Namen!
"Uiuiui!" wird hier der eine oder andere denken. "Das wird hier doch keine Verwechslungskomödie wie bei Victor/Victoria werden?!" Übrigens ein Film, den ich sehr mag. ;)
Er, nein, sie ist wie für mich gemacht! Dabei gab es sie im Grunde genommen schon sehr lange vor meiner Geburt. Aber erst letzte Woche durfte ich von ihr probieren.
Der Zufall beschert manchmal die größten und besten Dinge.
Alexander Lucas wurde 1870 gefunden, ein Zufallssämling!
Alexander Lucas ist eine Birnenart.
Und eigentlich bin ich gegen Birnen allergisch. Vielmehr reagiere ich bei Verzehr auf sie allergisch, Stichwort Kreuzallergie!
Normalerweise!
Aber in diesem Falle lachte mich - beim samstäglichen Besuch des Marktes - oben genannte Birnenart regelrecht an und ich musste sie kosten. Sie waren groß und fest und damit genauso wie ich's mag! Sie sind auch nicht so überaus mehlig und süß, sondern eher knackig und ein ganz klein wenig sauer. *seufz*
Ich probierte sie, denn ich konnte nicht anders. Ich machte mich schon auf's Zahnfleischjucken, geschwollene Lippen etc. gefasst - aber nichts geschah!
Heute nun deckte ich mich mit 3 Kilo des entzückenden Obstes ein.
Jeden Tag nur eine, so hab ich's mir vorgenommen.
Nur nicht zu viel auf einmal dem Körper zumuten, der so gerne aufmuckt und alles vehement bekämpft, was ihm nur ansatzweise nicht ganz koscher vorkommt.
Hmjam - lecker!

Freitag, 19. September 2008

Etwas mehr als...

ein Jahr bin ich hier nun unter euch Bloggern.
Immerhin 260 Posts habe ich in der Zeit selbst eingestellt und war auch oft woanders der Besucher. Viele Blogs besuche ich öfter oder auch sporadisch, manche aber auch täglich und einige sind mir sehr lieb geworden.
Ich möchte euch allen danken, für die Einblicke, die ihr gewährt, für die Geschichten, die ihr schreibt und für eure Besuche hier auf meinem Blog.
Ihr habt mir viel Freude gemacht.

Heute mal nachdenklich,

eure Meise

Mittwoch, 17. September 2008

Marines Wesen?

Lieber mkh,
hier habe ich zwar keinen Piraten fabriziert aber immerhin scheint er/sie/es ein marines Wesen zu haben. ;)


Dienstag, 16. September 2008

Himmlische Wärme

Die letzten zwei Abende habe ich doch tatsächlich eine Wärmflasche mit ins Bett genommen.
Teils, um meine kalten Füße in eine schlafgerechte Temperatur zu bringen, teils um mir danach die wohlige Wärme auf den Rücken strahlen zu lassen.

(Phil, ich gebe zu, du hattest Recht: es ist doch recht "schattig" geworden!)

Und heute (nach dem lästigen Spocht!) habe ich es mehr als genossen, mir das warme Duschwasser nur so auf den Rücken plattern zu lassen, habe vom heißen Wasser immer mehr dazugegeben, bis ich an meine Heiß-Grenze kam. Aaaaaah! *seligstöhn*
Leider wurde aus dem "Aaaaaah!" schnell ein "Aaahuuuuuuuh...", weil die werte Nachbarin über mir ihre Toilette und damit mir das Kaltwasser abzog, was mein Duschwasser ein wenig über meine Heiß-Grenze brachte.

Egal. Ich liebe es trotzdem, heiß zu duschen! Und am liebsten laaaaaang! ;)


Demokratie

Nachdem ich ja hier eine Umfrage gestartet hatte, wie die Meinungen um Wortbestätigungen so gestreut sind, muss ich zugeben, dass ich das Für und Wider für mich immer noch nicht entschieden sehe.
Darum muss jetzt der ultimative Entscheid her:
Keine Grauzonen mehr. Ja oder nein!

Also, zweiter Versuch!

Bitte tut mir eure Meinung kund.
Sollen die Wortbestätigungen bei den Kommentaren auf meinem Blog bleiben oder möchtet ihr sie lieber quitt sein.

Abstimmung - wie gehabt: links in der Leiste.

Sonntag, 14. September 2008

Muss ich sehen!

Für die, die's noch nicht beim Rotfell gesehen haben... ;)





Find ich cool, dass die so viele verschiedene Trailer "gebastelt" haben.

Samstag, 13. September 2008

Return to sender

Bin zurück.
Jawoll. Um diese Zeit.
Was das bedeutet, könnt ihr euch ausrechnen.
Bin da auch nicht stolz drauf, denjenigen "postwendend" wieder zum Bahnhof geleitet zu haben, aber wenigstens musste er auf seine Bahn nicht lange warten, die kam nämlich innerhalb von zwei Minuten.
Der Film war cool. Das Date eben nicht. So ist das halt.

FF

Bin auf Stufe 10!!!!!!!!!

So, mehr sag ich dazu nicht.
Muss jetzt sowieso los! Zum Bahnhof!!!!!!!!! ;)

Freitag, 12. September 2008

Morgen also

... habe ich meine ominöse Verabredung, derer hier andere anscheinend schon zitternder harren als meinereiner. ;)
Denjenigen habe ich noch nie zu Gesicht bekommen und er mich auch nicht, wir kennen uns nur vom Chatten und Mailen.
Das Treffen findet glücklicherweise in "meinem Revier" statt, so dass ich frohgemut bin - falls es grauenhaft werden sollte oder ich ein "komisches" Gefühl haben sollte - mich schnell absetzen zu können, ohne erst über Pontius und Pilatus reisen zu müssen.
Ich glaube aber nicht, dass dies nötig sein wird.
Leider ist für morgen schlechtes Wetter angesagt worden und ich bete darum, dass es nicht allzusehr regnet, damit ich mit dem Rad fahren kann und nicht zu Fuß und mit Schirm zum Bahnhof muss, von wo ich ihn abholen werde.

Leute, ich werde berichten, wie es für mich war.
(Zufrieden, liebe Frau Vau, liebe Lily? *grins*)

Mittwoch, 10. September 2008

Fortschritte

Also, so orthopädische Sohlen bzw. Einlagen können ja ganz schön nerven!
Letzten Freitag habe ich sie abgeholt und der Orthopädischen Technikerin ein entsetztes "Darauf soll ich laufen?" entgegengeschleudert.
Diese riesigen Hubbel in den Sohlen erinnerten beim in-den-Schuh-schlüpfen an im Schuh vergessene zusammengeknüllte Socken. Ich lief erstmal wie auf Eiern!
Mittlerweile geht's. Es ist wirklich eine Umgewöhnung, das kann ich euch verraten!
Aber wenigstens tun mir meine Füße nicht mehr da weh, wo sie vorher wehtaten... ;)

Heute erhielt ich ein Lob im Fitnessclub: Ich sei sehr fleißig!
Haaach, das ging runter wie Öl! Das motiviert und ich merke auch tatsächlich, dass die Gewichte alle viel leichter zu stemmen sind! Werde wieder einen neuen Termin vereinbaren, damit der Trainer mit mir die nächsten Schritte klärt.
Ich merke übrigens auch an mir, an meiner Figur, - obwohl sich auf der Waage absolut nichts getan hat - dass sich da allmählich was tut. Juhuuu!

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Nachtrag:
Ich habe in dem kürzlich erworbenen PS2-Spiel Final Fantasy XII tatsächlich Level 2 erreicht!
Und jetzt bitte ich euch Spiele-Veteranen hier nicht die Nase zu rümpfen!!! Ich bin in Rollenspielen, wo man auch noch zwischendurch kämpfen muss, ein blutiger Anfänger! (Blutig wohl auch deshalb, weil ich schon viermal gemördert wurde! *schluchz*)

Sonntag, 7. September 2008

Weg.

Milli wollte raus. Einfach nur raus.
Und was tat sie? Sie schubste ihren Vorgesetzten tatsächlich beiseite, unterbrach damit seinen Sermon über ihre fehlende Motivation - er gab einen erschreckten Laut von sich und taumelte zurück - und stürmte aus dessen Büro. Ihr war es mittlerweile egal. Sollten sie sie doch kündigen. Sie hielt hier eh nichts mehr.
Auf dem Weg zum Aufzug hörte sie ihren Vorgesetzen noch erbost hinter sich herrufen. Sie überlegte es sich anders und nahm die Treppe. Sie wollte nicht, auf den Aufzug wartend und auf den Kommen-Knopf hämmernd, von ihm eingeholt werden.
Nach den ersten zwei Etagen hörte sie, wie über ihr eine Tür aufgerissen wurde. Sie spürte ein Prickeln den Rücken hinuntersausen und beschleunigte noch, ihr Magen krampfte sich zusammen. Sie sah ihre Beine wie von selbst die Stufen hinab nehmen, in einem Stakkato, das sie fast zu Schemen verwischte. Oder waren es die Tränen, die ihr in die Augen gestiegen waren?
"Frau Lannig?"
Ihr Name schien von Wand zu Wand prallen und zu ihr herabzufallen. Sie hörte Zorn in seiner Stimme, vielleicht aber auch eine Spur Verunsicherung.
Milli warf ihren Kopf zurück und lachte. Ein kurzes, raues Lachen, das jedem der es hörte, klarmachen würde, dass sie sich nicht aufhalten lassen würde. Sie war schon über diese Schwelle hinweg, war darüber hinaus, sich noch Gedanken zu machen.
Nur weg.
Fort.
Und sie wusste auch schon wohin.
Irgendwas in ihr, das lange gegärt hatte, hatte sie auch dazu veranlasst, in kleinen Schritten alles vorzubereiten. Sie hatte beim Einkauf der einzelnen Teile nicht einmal daran gedacht, dass sie zusammen einem bestimmten Zweck dienen würden. Und doch... irgendwie hatte dieser Gedanke immer schon in ihrem Hinterkopf gesessen und auf den richtigen Augenblick gewartet.
Sie hatte alles parat: eine Taschenlampe, die sich durch Schütteln aufladen ließe, ein Schweizer Taschenmesser, ein größeres und schärferes Klappmesser, ein Kompass, ein Benzinfeuerzeug samt Nachfülldose, eine große Packung Streichhölzer, eine stoßfeste Trinkflasche, ein Schlafsack, ein kleines Zelt, das sie schon einmal probeweise aufgebaut hatte, ein Wanderrucksack und wind- und wasserfeste Kleidung. Ein bisschen Proviant würde sie sich unterwegs noch besorgen.
Sie würde weggehen.
Einfach weg.

Donnerstag, 4. September 2008

Abgeschossen

Ich kann stolz vermelden, dass ich bei einer betrieblich gesponserten Feier, bei einem Bogen-Schieß-Wettbewerb* quasi "den Vogel abgeschossen" habe und zusammen mit meiner Kollegin aus der Werkstatt mit Punkten vor allen anderen lag. Wir beide hatten je 26 von 30 möglichen Punkten geholt! Wir waren die Besten!!! Ätschibätsch! Besser als die hohen Herren, die mit den Finanzen jonglieren!
So. Das war jetzt mein kleiner billiger Triumph. Aber das muss auch mal sein! :)


*Immer diese Dreher beim Schreiben: da hab ich bei " Bogen-Schieß-Wettbewerb" doch glatt ei statt ie getippt. Mehrmals!

Mittwoch, 3. September 2008

Chat

Ich hab mich letztens auf einer Chatplattform - nennt man das überhaupt so? - angemeldet und habe dort einfach mal jemanden "von der Seite angequatscht". So jedenfalls kam's mir selbst irgendwie vor. Einfach mal ran an die Buletten!
Jedenfalls hat sich da ein ziemlicher langer Chat draus entwickelt und - fragt mich nicht wie - eine Verabredung zum Kino für nächste Woche.
(Herr Falcon, wir gehen in "The dark knight"! Hab also doch jemanden dafür gefunden und muss nicht alleine reingehen!)
Jedenfalls wundere ich mich über mich selbst, dass ich das einfach so mache. Denn - ich weiß nicht, ob ich's schonmal erwähnt hab... - eigentlich bin ich ein Schisshase, was sowas angeht!!!

Ich werd jetzt nicht hier berichten, was im Chat vorkam, aber ich bin baff, dass ich mit dem ersten Klick gleich jemanden "an der Strippe" hatte, der echt nett zu sein scheint.
Und der's nicht erwarten kann, wieder mit mir zu chatten.
Und das treibt mir so ein bisschen die Verlegenheitsröte ins Gesicht.

Jedenfalls freu ich mich auf den dunklen Ritter und auf eine Art Blind Date.
Huiiii - spannend irgendwie!

Ich werde berichten... (nicht zu ausführlich, aber im Groben sicherlich!)

Und jaaa, ich werde auf mich aufpassen! Habe demjenigen schon berichtet, dass ich drei ältere Brüder habe! ;)

Montag, 1. September 2008

Eroberin meines Herzens

Mit Erlaubnis meines Bruders und meiner Schwägerin darf ich euch präsentieren:



Die Igelbändigerin und -freundin


und wagemutige Bezwingerin des weißen Papiermeeres. Und wie beherzt sie ihr Ruder zu führen weiß, mit welch' entspanntem Ehrgeiz. So erleuchtet sollten unsere Tage sein.

Sonntag, 31. August 2008

Manchmal...

möcht ich gern schlauer sein...
... wenn ich spüre, dass vielleicht die richtigen Worte Freunden ein bisschen helfen könnten...

Donnerstag, 28. August 2008

Nur mal so nebenbei

Bizarr:
ein Orthopädie-Techniker (oder wie sich diese Leutchen so schimpfen), der krokolederne Cowboystiefel trägt

Nett:
ein Busfahrer, der eigentlich schon von der Bushaltestelle weg ist, an der roten Ampel stehend mir aber trotzdem noch die zischenden Bustüren öffnet und mich freundlich lächelnd einlässt
Das hab ich schon anders gesehen!

Typisch:
dass man immer genau den Personen, denen man aus dem Weg gehen will, ständig irgendwo begegnet, vorzugsweise beim Einkaufen oder in irgendwelchen Cafés

Mittwoch, 27. August 2008

Im Auge behalten


;)

Liebe Frau Vau

für Sie und für die anderen, die den Schluss von "Iris" irgendwie unfertig fanden, hier der Epilog.
Falls noch irgendwas fehlen sollte, was ich vielleicht irgendwo angedeutet hatte, sagte es mir, das habe ich dann bestimmt einfach nur übersehen und überlesen.
;)

Samstag, 23. August 2008

Haarig 2 - Die Rückkehr - Director's Cut

Cousin It?



Liebe Springfloh, ich kann zwar nicht mit deiner Haarlänge mithalten, aber ich hoffe, du bist jetzt zufrieden. ;)



Donnerstag, 21. August 2008

Gode Wind!

Klar Schiff!
Die fiesen und negativen Gedanken wurden kielgeholt und liegen achteraus.
Eine leichte Brise geht und mein Blick erreicht wieder den Horizont.
Sollte der Wind auch abflauen oder die See kabbelig werden, sollte der Blanke Hans mir seine Gischt ins Gesicht sprühen, ich bin wieder auf Kurs!
Gode Wind! Euch allen da draußen!

No more weeping



(Edit: Video mit Nick Cave und Blixa Bargeld: "The Weeping Song")

Samstag, 16. August 2008

Trübsinn

Sorry, Leute!
Mich umwölkt mal wieder eine schwermütige Schlechtwetterzone und ich versuche gerade, mich da irgendwie wieder hinaus zu lavieren. Was vermutlich aber noch ein paar Tage dauern wird.
Nicht zuletzt meinen schmerzenden Fuß, der mich dazu veranlasste, den Sport kurzfristig auszusetzen, nahm ich als Zeichen, dass ich gerade auf der Verliererspur zu Hause bin.
Was vermutlich nicht stimmt.
Was sehr wahrscheinlich einfach nur meine Art des Dunkelsehens ist. (Ich will nicht "Schwarsehen" sagen, denn eine Steigerung ist ja immer drin!)


(Gary Jules - Mad World (live)

Aber irgendwann - bestimmt bald - werde ich das wieder besiegt haben.
Und dann geht's fröhlich weiter. Bestimmt. Ich brauch nur meine Zeit...

Mittwoch, 13. August 2008

So'st's*


(The Blues Brothers - Everybody needs somebody)

*sagte mal Heinz Erhardt und bedeutet: So ist's! nur noch kürzer. ;)

Sonntag, 10. August 2008

Das Ungetüm

Lissy war auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als das Ungetüm ihr zum ersten Male begegnete.
Sie fuhr mit dem Rad an einer stark befahrenen Straße entlang auf dem Radweg, der den Bürgersteig von der Fahrbahn trennte. In dem Korb hinten auf dem Gepäckträger hatte sie die Einkäufe deponiert, die sie ihrer Großmutter nun bringen wollte.
Lissy hieß eigentlich Elisabeth - nach ihrer Großmutter. Wenn sie allerdings so gerufen wurde, oder auch Betty oder Lisa, pflegte sie unwirsch und manchmal auch gar nicht zu reagieren. Darum waren selbst ihre Eltern dazu umgeschwenkt sie - wie von ihr verlangt - Lissy zu nennen.
Sie liebte ihre Großmutter, daran lag es nicht, aber sie fand, dass dieser Name so alt klang und aus ihr eine andere Person machen wollte, als sie sich selbst sah.
Während sie so über ihr Namens-Debakel nachsann, und das tat sie oft, denn sie war immer unzufrieden damit und hätte am liebsten eine Änderung herbeigeführt, trat sie schneller in ihre Pedalen und trieb sich so vorwärts, dass der Wind ihr durch die langen Haare fuhr und sie durcheinanderfetzte. Heute abend würde sie sie wieder mit schmerzverzerrtem Gesicht bürsten müssen! Die Autos zischten an ihr vorbei, genauso wie die Rollerfahrer, die manchmal ziemlich rücksichtslos zwischen Fahrbahn und Fahrradweg hin- und herpendelten, Hauptsache sie kamen weiter. Als Lissy an einer Straßenkreuzung rechts abbiegen musste, war es plötzlich vor ihr: das Ungetüm! Ihre schreckgeweiteten Augen fielen auf ein stählernes Gebilde mit hochgereckten Armen, das ihr entgegenzuschießen schien, ein Ungetüm, ein Monster aus Alpträumen entsprungen, das Lissy anspringen wollte, sie mit sich zerren wollte, sie zermalmen wollte.
Sie machte eine Vollbremsung und verlor bei ihrer plötzlichen Schräglage ein Päckchen Nudeln aus ihrem Fahrradkorb, das auf dem Asphaltboden auseinanderplatzte und seinen Inhalt über die Straße spritzte.
Das Ungetüm jedoch schien selbst erschreckt und wich mit einem Mal zurück.
Lissy blinzelte.
Und sah.
Sie sah eine Landwirtschaftsmaschine, eine Art Traktor, der bar eines Egg-Gerätes oder sonstiger Werkzeuge, seinen Vorderausleger erhoben, in eine Parklücke zurücksetzte. Ein Mann sprang heraus und lief Lissy entgegen, die immer noch auf dieses Stahlungeheuer blickte und einzig zu Blinzeln imstande war. Der Mann trat neben sie und entschuldigte sich wortreich, fegte mit seinen Füßen ein wenig die Nudeln zusammen und frage Lissy schüchtern nach ihrem Namen und ob er ihr helfen könne.
So kam es, dass Lissy von nun an öfter dem Ungetüm und dessem Fahrer, einem wirklich bezaubernden jungen Mann namens Michael, begegnen sollte. ;)

Samstag, 9. August 2008

Rausschmiss

Gestern wurde ich aus meinem E-Mail Account einfach herausgeschmissen, während ich noch im Adressverzeichnis etwas bearbeitete. Schwupp war ich draußen.
Und aus irgendeinem Grunde wurde erst meine E-Mail-Adresse beim erneuten Einlogversuch nicht akzeptiert und danach war es das Passwort. Jedesmal kam die Meldung, mein Passwort wäre verkehrt.
Also ging ich widerwillig auf "Passwort vergessen", um mir per SMS einen Freischaltcode schicken zu lassen, was erst nach mehreren Versuchen klappte, denn wieder kamen ersteinmal diverse Fehlermeldungen.
Dann schien es zu klappen.
Ich wartete also geduldig, das Handy in der Hand, auf eine befreiende SMS.
Nur leider kam diese nicht.
Völlig frustriert und eigentlich gar nicht hoffend, dass es klappen würde, hämmerte ich nochmal meine E-Mail-Adresse ins Loginfeld ein und dazu mein Passwort.
Und siehe da - es klappte mit einem Male!
Ein Stein fiel mir vom Herzen! Ich regelte also meine Mails in aller Ruhe, beendete auch die Bearbeitungen des Adressbuchs und traute mich irgendwie nicht, mich wieder auszuloggen. Ich hatte so ein Gefühl von "Wenn ich da wieder raus bin, komm ich vielleicht nie wieder rein, so wie der Account gerade spinnt!"
Zur Sicherheit - wie ich dachte - änderte ich mein Passwort. Ich dachte, vielleicht mochte der Account mein altes Passwort einfach nicht mehr. Jaaa, manchmal denke ich, Maschinen haben auch Gefühle. Warum würden sie sonst so oft aus unerfindlichen Gründen spinnen? Na?

Jedenfalls behielt ich recht.
Und manchmal ist es ziemlich ärgerlich, recht zu behalten!

Als ich später noch einmal meine Mails checken wollte, war's wieder das gleiche Problem:
mein Passwort wurde zum einen nicht akzeptiert und zum anderen wurde ich beim erneuten Versuch, einen Freischaltcode zu erhalten (denn die SMS hatte mich immer noch nicht erreicht!) auf dieses hingewiesen:

Es wurde heute bereits ein Freischaltcode erzeugt.

darunter steht:

Keiner der beschriebenen Wege funktioniert?
Bitte wenden Sie sich an den Support.


Schön.
Wo lande ich, wenn ich den Link anklicke?
Hier:

Passwort vergessen
Wenn Sie das Passwort zu Ihrem Postfach vergessen haben, ist das kein Grund zum Verzweifeln!
(Hier musste ich dann doch lachen!) Zwar ist das alte Passwort unwiederbringlich verloren, aber Sie können sich problemlos ein neues Passwort auswählen. Hierzu ist es natürlich notwendig, dass Sie sich als der tatsächliche Inhaber des Postfachs ausweisen. Vier Wege stehen Ihnen zur Verfügung:
über Ihre bei gespeicherte alternative E-Mail-Adresse,
über Ihre bei gespeicherte Handynummer,
über Ihr Postfach, wenn Sie per Mailprogramm noch darauf zugreifen können,

oder per Digitalfoto/Scan/Fotokopie Ihres Personalausweises--> Datei mit Digitalfoto/Scan senden (empfohlen!)--> Fax mit Fotokopie senden (längere Bearbeitungszeit!)
Alle diese Möglichkeiten werden Ihnen automatisch angeboten, wenn Sie versuchen, sich mit einem beliebigen (falschen) Passwort anzumelden. Folgen Sie danach einfach den weiteren Anweisungen!
Zur Erklärung: ich besitze keine alternative E-Mail-Adresse und ich kann mein Postfach auch nicht per Outlook zuhause einsehen, weil die Einrichtung bei mir nicht geklappt hat. Da war ich zu blöd für, deshalb hab ich es einfach gelassen. Funktionierte ja bisher auch so.
Der Witz ist aber dieses:
Weitere Supportkategorien erhalten Sie nach dem Einloggen auf der Homepage.


Ich folgte dem nächsten Link, der sich nett Zurück nannte...
Hier konnte ich nach Hilfethemen suchen, bzw. erhielt die Telefonnummer des Kundendienstes, den ich aber noch nicht anrufen wollte, da die Kosten solcherart beziffert wurden:
Auswahl DSL: 0,99 Euro/Minute, Auswahl Mail: 1,86 Euro/Minute
Kann mir einer sagen, was die "Auswahl" zu bedeuten hat?
Und 1,86 Euronen fand ich denn doch ein bisschen kostspielig, also suchte ich weiter nach hilfreichen "Hilfethemen", gab "Login" ein und klickte dann auf den Link --> Ich habe keinen Zugang mehr zu meinem GMX Account!

Und was erschien da?

Geben Sie beim Login Ihre Kundennummer und Ihr Passwort oder Ihre vollständige E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein. Bei Passwortverlust lesen Sie bitte unter Passwort vergessen nach. (hab ich ja schon alles gemacht! s.o.) Sollte ein Login aus technischen Gründen - achten Sie auf die entsprechenden Fehlermeldungen - nicht möglich sein, wird unsere Technik automatisch vom System darüber informiert. Bitte beachten Sie: Bitte senden Sie uns deshalb keine Supportanfrage.

Hä? Was denn nu?
Ich beschloss geduldig zu sein, weil ich mich mit deren Anweisungen nur im Kreise drehte und nicht weiterkam. Ich dachte mir, morgen kann ich mir ja nochmal einen Freischaltcode schicken lassen, der dann vielleicht auch ankommen wird.

Tja.
Ich glaube, ihr könnt euch denken, warum dieser Post von mir geschrieben wurde.
Richtig.
Heute kam ich immer noch nicht in meinen E-Mail-Account, weil mein Passwort immer noch nicht akzeptiert wurde (weder das alte noch das neue!) und unter "Passwort vergessen" erschien gleich die Meldung:
Es wurde heute bereits ein Freischaltcode erzeugt.
Das war zwar gestern, aber für mich läuft bei denen die Uhr wahrscheinlich anders. Oder die gehen immer von 24 Stunden aus. Ich weiß es nicht.
Fakt ist, ich komme nicht rein, mich hat nie ein Freischaltcode erreicht und den Kundenservice rufe ich wirklich erst dann an, wenn's gar nicht mehr anders geht, das ist mir einfach zu teuer, dafür, dass ich eigentlich gar nichts dafür kann! Ich HABE schließlich mein Passwort gar nicht vergessen!


Nachtrag von 7:28 Uhr:
Ich bin drin!
Tja, da hätte ich mir diesen Post fast sparen können! Eben hat's geklappt! Ich durfte in meinen Account! *jubilier* Aber löschen will ich den Post nun auch nicht mehr, dokumentiert es doch meine Verzweiflungs-Schweißperlen und den Irrwitz der zu verfolgenden Links, falls man mal ein Problem hat! Ich glaube, ich lege mir gleich mal eine alternative E-Mail-Adresse zu! ;)