Mittwoch, 31. Oktober 2007

Op Kölsch!

Dat tut ma leid, ävver wä kein Kölsch kann, demm fällt et villeicht nich leicht:



Oder soll isch et övversetzen?

Sisyphos

Hab ich im Radio gehört:

"Für die Weicheier da draußen: Wenn du den Mittwoch überlebst... ist Donnerstag!"

Stimmt!

Montag, 29. Oktober 2007

Kopfschütteln

Heute kommen zwei Männer in die Werkstatt, halten die Tür auf und fummeln daran herum.
Ich melde mich nach ein paar Momenten zu Wort: "Kann ich Ihnen helfen?"

"Nööö, wir machen hier nur... murmel-murmel-murmel... Brandschutz... murmel-murmel-murmel..."

"Aha. Na dann..."

Ich lass die beiden also weiterfummeln. Nach etwa einer halben Stunde (!), nachdem sie noch zwei weitere Türen befingert, ihnen ihr Abzeichen verliehen und somit als Brandschutztüre für alle gekennzeichnet hatten
(warum die dafür so lange brauchten und warum sie dafür so lange an den Türen herumgrapschen mussten, wird mir auf immer ein Rätsel bleiben!!!),
verließen sie mich wieder wortlos... uuuuund ließen die Türe auf!!!!!

Halloooo?
Brandschutztüre!!!
Hatten sie doch selber markiert!
Muss ZU sein!!!!

Hirnis!

Sonntag, 28. Oktober 2007

2. Versuch: Video aus YouTube



Naaa?
Geklappt?

Jaaa!
Danke, Herr Klapsenschaffner!!

Es gibt ja noch soo viel herauszufinden!

Aber nicht heute...
Ein andermal.
Bis denne und ein schönes Wochenende euch alle da draußen!

Samstag, 27. Oktober 2007

Gefunden... gelacht... & Zeitumstellung

Nun versuch ich auch mal, etwas aus YouTube einzusetzen...

http://www.youtube.com/watch?v=jWRBTFlXFCk

Mmh, wie macht ihr das bloß alle...?

_

Wie jedes Jahr, wenn die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird, fühle ich mich tagelang noch beschenkt.
Obwohl der Zeitgewinn bereits am Montagmorgen nicht mehr aufwiegt - wahrscheinlich komm ich genauso schlecht aus dem Bett wie immer - ist es zumindest kopfmäßig ein Gewinn.
Morgens ist es wieder ein bisschen heller!
Gut, nur für kurze Zeit.
Trotzdem.
Ist wohl rein psychischer Natur diese Sache.
Dagegen fühle ich mich im Frühjahr regelmäßig beraubt!! Jaa, beraubt!
Wie können diese Bonzen da oben es wagen, mich zu zwingen, eine Stunde früher aufzustehen???
Ich finde das unerhört!
O.k., die Wirtschaft braucht diese Stunde. Dadurch spart sie Strom oder was-weiß-ich.
Ist das eigentlich bewiesen?
Stimmt das überhaupt?
Oder machen wir Jahr für Jahr diesen Mist nur mit, weil sich keiner traut zuzugeben, dass das alles nur ein Irrtum war?

Naja, zunächst einmal werde ich morgen mit dem ruhigen Gefühl aufwachen, dass mir eine Stunde mehr zugestanden wird.
Danke!!!!

Ich hab DOCH nen Vogel!





Das sind meine beiden Süßen:


Freitag, 26. Oktober 2007

Liebe Pollenallergiker

und die, die es noch werden wollen,
dieser Post geht an euch!

Ich lasse mich wieder spritzen!

Jawohl!

Ich mache eine Hyposensibilisierung.
Übersetzt: "Hallo Körper, akzeptier endlich diese blöden Pollen!"

Mir wird also genau der Stoff eingespritzt, auf den ich allergisch reagiere, damit mein Körper sich daran gewöhnt und irgendwann die Gegenwehr drangibt.

Dafür gehe ich einmal die Woche zum Hausarzt und die Arzthelferin spritzt mir das Zeug in steigender Konzentration bzw. Menge in den Oberarmmuskel - eine Woche rechts, die nächste links (wollen ja beide was davon haben, nich?).
Die richtige Zeit dafür ist natürlich der Winter. Dabei kann man teilweise schon im Herbst damit anfangen, je nach Allergie. (Bei Milben- bzw. Stauballergikern ist das natürlich wurscht!)

Ich bin dieses Jahr mit den Gräsern dran.
Zum zweiten Mal, denn letztes Jahr habe ich damit angefangen.
Und glaubt mir, wenn ich sage, es hilft!
Klar, die Allergie verschwindet nicht unbedingt vollständig, aber es kann eine spürbare Besserung eintreten.
Ich hatte früher immer gleich noch Ausschlag im Gesicht und so lustige Sachen! Gerne über Nacht! Da erkennt man sich morgens nicht unbedingt im Spiegel, das kann ich euch sagen!
Aber seitdem ich damit angefangen habe - ich mach das schon seit ein paar Jahren - bin ich voll davon überzeugt!
Bei "Neu-Allergikern" kann sogar eine vollständige Heilung eintreten! Sagte man mir zumindest.
Da ich leider von Geburt an damit zu tun hatte, bin ich schon froh, dass ich oben genannte Überraschungen hinter mir habe.

Gut, es ist ziemlich lästig, jede Woche zum Arzt zu latschen und dort so lange zu sitzen, zwischen all den Kranken mit Triefnase und Böllerhusten. (Man muss nach der Spritze noch mindestens eine halbe Stunde dort warten, denn Überreaktionen können eintreten und müssen sofort behandelt werden - sowas sollte einen nicht auf offener Straße treffen!!! Also hört schön auf eure Meise und haut nicht vorher ab!!!)
Aber wie gesagt: es lohnt sich!

So, genug der Werbung!

Auffi, der Arzt ruft!
;)

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Lobhudelei

Uaaah, das kann ich ja ganz schlecht ab:

Mein Chef, also mein direkter Vorgesetzter, den ich ja so leiden kann wie einen Kropf am Hals, hat mich heute gelobt. Meine Arbeit, meinen Einsatz, meine Selbstständigkeit, ich würde ja auch immer sehen, wo ich gebraucht würde...

Bah, bei sowas wittere ich immer Übles.
Was hat er vor, was kommt da noch?
Will er nur die Wogen glätten, damit er mit einer miesen Sache ankommen kann?

Grrrr!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Blumen abgesahnt

Tja, heute bin ich mal beschenkt worden.
Am Arbeitsplatz!
Wenn das nicht ein rotes Kreuz im Kalender wert ist!
Ich sitze so da, beschäftigt mit einer ganz monotonen Arbeit,
schaue so über die Maschine hinweg (bei mir nicht so ganz einfach, im Sitzen bin ich ja noch kleiner!!!) aus dem Fenster heraus und erblicke einen Arbeiter (ich unterstelle ihm mal, dass er ein waschechter Gärtner ist), der die Büsche im angrenzenden Garten zuschneidet.
Mir ist ein Rätsel, was ein Garten in einer Industriestraße sucht, aber er ist nun mal da und bietet meinereins einen schönen Ausblick, zumindest wenn ich gerade an dieser Maschine zu tun habe.
Jedenfalls treffen sich unsere Blicke. Ich lächle, er lächelt zurück.
Er macht Gesten, die folgern lassen, dass er mich schon beobachtet hatte, denn er fragte mich per Handzeichen, ob ich Musik hören würde.
"Ja," nicke ich ihm zu, denn direkt neben mir, für ihn von der Maschine allerdings verdeckt, steht mein CD-Recorder und haut mir meine Lieblingslieder um die Ohren (ich trage Hörschutz, weil die Maschine so laut ist, muss allerdings die Musik, damit ich sie trotzdem hören kann, noch lauter stellen - vielleicht nicht ganz Sinn der Sache, aber sonst wäre es wirklich eine Sch...arbeit!).
Er hält mit einem Mal einen Ast mit Blüten daran hoch und grinst mich an.
Ich lächle geschmeichelt zurück und winke ihm, dass ich sie mir abholen komme (wir haben eine Waren-Andienung, quasi einen Rückeingang für Lieferanten) und er reicht mir den besagten Ast über einen Zaun. Ich bedanke mich artig und schon ist der Tag gerettet!

Im Laufe der nächsten Stunden übergab er auf diese Weise einen ausgewachsenen Blumenstrauß an mich. (Leider waren einige Untermieter darin, aber ich wollte sie nicht vor die Tür setzen und ich hoffe, bis morgen sind sie ausgezogen!!! Uäääh!)
Zum Schluss gab er mir noch zwei handvoll Walnüsse (langsam wurde es mir echt peinlich!), die wohl auch an irgendeinem Strauch dort gehangen hatten und verabschiedete sich mit: "Bis morgen!"

Na, das kann ja heiter werden!
Da werd ich wohl einen Blumenladen aufmachen müssen!


Nachtrag:
Ich habe mir sagen lassen müssen, dass Walnüsse nicht an Sträuchern sondern auf Bäumen wachsen...

Nidde su einfach

Ich bin ja ein echter Frischling was das Bloggen und Internet usw. angeht.
Ich bin jetzt erst darauf gekommen, ein Bild einzusetzen,
habe jetzt auch Lust bekommen, mal zu erforschen, wie man verlinkt
und wie man evtl. noch andere Veränderungen am Aussehen des Blogs tätigen könnte.
Nicht zuletzt wegen der Seite von Herrn Klapsenschaffner, die ich echt "Erste Sahne" finde!
(Sorry, Herr Schaffner, noch weiß ich nicht, wie das Verlinken geht... Aber Sie werden der Erste sein!)
Ich wurschtel mich da selbst durch, obwohl ich Freunde habe, die sehr viel mehr Ahnung haben (sie haben eine eigene Web-Site), aber irgendwie ist es auch ein bisschen spannend, ob ich es selbst austüfteln kann.
Ich muss sogar zugeben, dass ich heute schon den ganzen Tag darauf gebrannt habe, endlich an meinen Computer zu können!
Und nu guck ich mich mal um, suche mir die Infos raus...

Bis demnächst!!


P.S.: Obiges habe ich überarbeitet! Wie man hoffentlich gleich erkennt, habe ich den Herrn Schaffner ge... äh... verlinkt!

Samstag, 20. Oktober 2007

Gaaanz laaangsaaaam

Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich nicht das gemacht habe, was ich mir vorgenommen hatte.
Statt mal wieder ordentlich am Computer zu arbeiten, also zu schreiben, habe ich den ganzen Tag bisher nur vertrödelt!
Ein bisschen DVD (Gosford Park von Robert Altmann) geguckt, ein bisschen Hörbuch gehört (Herr der Ringe - Die zwei Türme, gelesen von dem grandiosen Gert Heidenreich), ein bisschen Wäsche aufgehängt (dafür türmt sich die abgenommene Wäsche und wartet darauf, gefaltet bzw. gebügelt zu werden...) und mich mit meinen Wellensittichen beschäftigt.
Alles sehr laaaangsaaaam!
Wahrscheinlich drücke ich mich einfach nur vor meiner vorgenommenen Aufgabe...
Wie so oft.
Gleich werde ich den Wagen meines Bruder nehmen (natürlich weiß er davon - für was haltet ihr mich?) und meine Mutter zu einer Geburtstagsfeier kutschieren. Ein einfacher Weg, ich musste mir nicht mal eine Wegbeschreibung ausdrucken oder ähnliches.
Gääähn.
Diese Trägheit killt mich eines Tages noch mal!!!

Also: "Auffi, der Berg ruft!"
(Hat mal ein Animateur in einer Urlaubsklause in Österreich mir zugerufen! Ist seitdem ein Standardspruch bei mir.)

Nu aber!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Unerwünschter Klingler

Gestern Abend meinte ich, ich könnte mal wieder etwas früher ins Bett gehen. Zumal in letzter Zeit eine ganz fiese Müdigkeit von mir Besitz ergriffen hatte. Vielleicht ist es die zunehmende Dunkelheit, die das fördert?
Jedenfalls habe ich, ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit abends noch lange zu lesen, schon früh ein Hörspiel eingelegt und mich der ruhigen sonoren Stimme von Joachim Kerzel (Synchronsprecher von Jack Nicholson, Dustin Hoffmann, Dennis Hopper, Harvey Keitel - nur zur Info!) hingegeben. Er liest hier zwar ein spannendes Stück, trotzdem war ich schon früh weggedöst.
Leider war mir kein langer Schlaf bis zum nächsten Morgen vergönnt!
Ein plötzliches schrilles Klingeln riss mich aus Morpheus' Armen. Wildes Herzklopfen und eine momentane Desorientierung wuchsen zu dem erschreckenden Gedanken "Da ist was passiert... So spät klingelt sonst keiner!", denn mit schnellem Blick auf die Uhr hatte ich gesehen, dass es nach elf war!
Ich also raus aus dem Bett, die Decke um mich geschlungen und zur Wohnungstür getapert!
Bei den paar Schritten formten sich schon diverse Möglichkeiten in meinem Hirn:
Ist es mein Bruder, der früher aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und unten nicht hereinkommt, weil mal wieder die Haustüre abgeschlossen ist? (Er wohnt im gleichen Mietshaus, ein Stockwerk tiefer, und die Haustüre wird mittlerweile nicht mehr abgeschlossen, weil das Schloss von Unbekannt mit einem falschen Schlüssel oder Gegenstand malträtiert worden ist und sich der Riegel nun äußerst unwillig aufschließen lässt - ach, es ist wirklich ein paar Seufzer wert!!)
Oder vielleicht der andere Bruder, der aus welchen Gründen auch immer, jetzt seinen Ersatzschlüssel braucht, den ich ihm aufbewahre?
Einen Anruf von jedem der beiden hätte ich in jedem Fall nicht gehört, weil mein Handy schon ausgeschaltet war und mein Schnurlos-Telefon im Wohnzimmer auf dem Sofa übernachtete.
Oder ist es gar meine Mutter, die aus irgendeinem Grunde meine Hilfe benötigte?
Oder ein Nachbar?
Jedenfalls hatte ich bis dahin die Wohnungstüre erreicht und öffnete diese vorsichtig - man weiß ja nie, wer da draußen stehen könnte.
Aber niemand stand dort!
Also hatte doch unten jemand geklingelt! Bruder 1, Bruder 2 oder die Mutter???
Ich drückte also auf den Türöffner. Im Pyjama und umschlungener Decke wollte ich wirklich nicht die Stufen hinunterstolpern!
Jemand kam herein, meldete sich aber nicht.
Also rief ich: "Wer ist denn da?"
"Ich will nur zu ****"
**** ist meine Nachbarin eine Etage tiefer.
Ich fragte ihn, ob er dort denn nicht geklingelt hätte. "Doch! Aber sie macht nicht auf."
Ich legte ihm nahe, er solle dann doch bitte das Haus verlassen, wenn sie nicht aufmachen würde, wäre sie schließlich nicht da!
Er: "Doch, sie ist da!" Damit klopfte er unten heftig gegen die Türe, die dann auch tatsächlich geöffnet wurde.
Nun entspann sich im Hausflur ein reger Wortwechsel, worin der Mann meine Nachbarin nach deren Freund fragte, der anscheinend nicht da war, was den Besucher aber keinesfalls zum Anlass nahm, wieder zu gehen. Im Gegenteil, er verlangte zu wissen, wann dieser denn wiederkäme, was darin gipfelte, dass sie diesen anrief und dem Besucher anscheinend das Telefon reichte.
Eigentlich hatte ich mich noch beschweren wollen, dass ich zu so später Stunde aus dem Bett geklingelt werde, nur weil meine Nachbarin ihre Klingel ausgestellt hatte und dieser Tuppes nicht akzeptieren konnte, dass sie nicht gestört werden will! Und den Gesprächsfetzen nach zu urteilen, die ich bis dahin hatte verfolgen können, ging es hier mitnichten um Leben und Tod oder ähnliches!
Aber ich wollte nicht auch noch durch den Hausflur brüllen oder meckern, und runtergehen konnte ich ja auch nicht wegen besagter unpassender Kleidung. Also schloss ich kurzerhand die Türe wieder, sperrte die Stimmen aus und ging wütend murmelnd zurück ins Schlafzimmer, wo ich das Hörspiel wieder in Gang brachte, um mich von schon beschriebenem Hörbuch-Sprecher wieder einlullen zu lassen - was leider nicht klappte!
Bestimmt zwei Stunden lang ärgerte ich mich über diesen unverschämten Kerl, der nicht nur keine Achtung davor hatte, dass **** nicht gestört werden wollte, sondern auch noch andere Leute herausklingelt, nur um seine Belange durchsetzen zu können. = "Scheiß doch auf die anderen!"

Frechheit!
Frechheit, Frechheit, Frechheit!
So hallte es in meinem Schädel wider! Zwei Stunden lang!
Ich bereute, dass ich diesen Kerl nicht sofort zur Rede gestellt hatte. Man sollte sich von solchen Leuten einfach nicht auf der Nase herumtanzen lassen, sondern ihnen klarmachen, dass ihr momentanes Verhalten inakzeptabel ist!

In abgeschwächter Form habe ich das heute nachgeholt.
Meine Nachbarin ist mir begegnet. Ihr teilte ihr mit, dass sie ihren Freunden doch nahelegen solle, nicht andere Klingeln zu betätigen, wenn sie ihnen nicht öffnen würde.
Das Problem ist, ich weiß, dass sie nicht die Person ist, die sich da wirkungsvoll durchsetzen kann. Ich bezweifle, dass sie meine Worte überhaupt weitergeben wird, und wenn doch, dann werden ihre komischen Freunde darüber wahrscheinlich nur lachen. Denn in der Wohnung unter mir herrschen öfter komische Sitten. Da ist das wahllose Drücken anderer Klingeln nur eine von vielen!

Ich habe für meinen Teil beschlossen, die Türe ab dem Zeitpunkt, da ich nicht mehr passend gekleidet bin, nicht mehr zu öffnen. Außerdem werde ich ab sofort mein Schnurlos-Telefon mit in das Schlafzimmer mitnehmen, damit ich mir nicht die Frage stellen muss, ob ich einen Not-Anruf meiner Familie überhört haben könnte. Und ich werde dem nächsten frechen Kerl direkt die Meinung geigen!

Ob's das bringt?
Abwarten.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Vögel ärgern Kater

Letzten Samstag hatte ich eine Feier - eine nachgeschobene Geburtstagsfeier, um genau zu sein.
An meinem Geburtstag und direkt danach, ging es mir nicht so sonderlich gut, ich hatte diverse gesundheitliche Probleme und der betriebliche Umzug fand zeitgleich statt.
Also beschloss ich, meine geplante Feier zu verschieben.
Im Nachhinein eine gar weise Entscheidung, denn der Umzug war wirklich kräftezehrend und danach wurde ich ja schon wieder krank!!!
Nun ja, jedenfalls habe ich, fast genau einen Monat nach der zuerst geplanten Feier, meine Gäste in meiner Wohnung empfangen.
Und ich muss sagen, die Feier wurde richtig schön.
Richtig schön!
Das muss ich mal betonen!
Wobei ich sagen muss, dass diese Feier nicht von lauter Musik, viel Bier und Zigarettenqualm geprägt war, sondern von nettem Beisammensitzen, leiser Musik im Hintergrund als Untermalung, leckerem Essen, Bier, Wein und diverser anderer (antialkoholischer) Getränke und vor allem netter Gespräche! DAS ist es: mit Leuten zusammensitzen, die ich mag, die mich mögen, und mit ihnen richtig schön klönen!
NEIN, nicht klonen!!!

Schnacken, Witzeln, Reden, Lachen, Schmunzeln, Kichern, Lästern, Diskutieren, Orakeln...
Puh, ich muss Luft holen.

Auf jeden Fall ist dieser Abend ein wenig in den Morgen gerutscht vor lauter Klönen!
Der Letzte verließ mich gegen fünf Uhr morgens. Und bis dahin hatte ich jede Menge Rotwein konsumiert!
Und der zeigte ein paar Stunden später immer noch seine Wirkung:
gegen 9 Uhr weckten mich nämlich meine Vögel!
Sie schienen zu meinen, dass es endlich Zeit sei, die Jalousien ganz hochzuziehen!!
Und Futter zu bekommen!!
Und auch mal wieder raus zu dürfen, die Flügelchen zu strecken!!

Ich hatte nämlich, um Platz für meine Gäste zu machen, meine beiden Racker samt Käfig in das Schlafzimmer quartiert, wo sie mir also morgens die Hölle heiß machten!

Ich pellte mich also aus meiner Decke und tappte mit schwerem Kopf und schweren Gliedern Richtung Käfig - musste dabei höllisch acht geben, dem Schlafzimmerschrank auszuweichen, der mir bedrohlich nahe kam. Fieser Schrank!
Fahrig und reichlich unkoordiniert gab ich den beiden, wonach sie verlangten, machte ihnen auch endlich die Jalousien hoch, damit sie ihr Tageslicht bekamen (welches mich jedoch enorm schmerzte!! - ich musste meine Augen ein wenig mit den Händen abschirmen...).
Nur ihren letzten Wunsch - den Freiflug, musste ich ihnen leider verwehren. Denn im Schlafzimmer frei Fliegen? Nee, nee.
Aber zum Aufräumen im Wohnzimmer war ich zur Zeit einfach nicht fähig! Statt dessen holte ich mir selbst auch was zu Trinken (da war noch leckere Bionade übrig!) und plumpste ungraziös wieder zurück ins Bett, wo ich, mit kurzen Unterbrechungen (Toilette, was zu Essen holen, noch mehr zu Trinken holen), bis 16 Uhr verblieb.

Meine lieben Vögelchen machten mir diese Zeit allerdings ganz schön madig!
So schön ihr Schwatzen und Singen sonst auch ist, an diesem Tag gingen sie in Wettstreit mit dem Katzenjammer, der mich plagte!
Aber meine Unmutsbekundungen (ärgerliches Grunzen oder Stöhnen) schienen sie nicht zu verstehen - oder sie ignorierten sie einfach...
Tirili und Tschick-tschick-tschick waren nur ein paar der gekonnten Vertonungen ihrer Lebensgeschichte, die sie unbedingt am Sonntagmorgen ausdauernd von sich geben mussten.
Vielleicht war's auch eine Litanei - ich hab keine Ahnung!

Aber gut, dass sie so hartnäckig waren, sonst hätte ich vielleicht direkt bis zum nächsten Morgen untätig im Salz gelegen und hätte nicht aufgeräumt und gespült und den Käfig wieder zurückgeschoben und, und, und.
So war abends alles wieder an seinem Platze und ich konnte den kleinen Schreihälsen auch noch eine Runde im Wohnzimmer zugestehen.
Fazit: So lecker Rotwein auch ist, man sollte übers Klönen nicht vergessen, darauf zu achten, wieviel man davon zu sich nimmt.
Naja.
Bereut hab ich's trotzdem nicht!!!
;-)

Tschiep-tschiep-tschiep!