Mittwoch, 15. Juli 2009

aus der Haut fahren



(Bodo Wartke - Die Schlange - aus: Noah war ein Archetyp)

Abgeblitzt

Kein Erfolg.
Desinteresse allenthalben.
Püh!

Automatisch macht sich die Stimme im Kopfe daran, nette Erklärungsansätze zu finden:
  • er ist sicherlich schon vergeben
  • er will mit Nicht-Kölnern nix zu tun haben
  • er steht eher auf große Frauen
  • er steht eher auf schlanke Frauen

und - die ultimative Entschuldigung und Erklärung:

  • er steht überhaupt nicht auf Frauen!

Montag, 13. Juli 2009

Gereizt

Montag.
Die ganze Arbeitswoche noch vor mir und ich musste heute schon sehr an mich halten.
Vielleicht stell ich aber auch einfach die falschen Ansprüche.
Vielleicht bin ich auch nur wegen meiner überbordenden Arbeitsberge gereizt.
Ach, was weiß ich...

Und da ist auch noch die Reinigungskraft, die mich seit zwei Wochen nervt, damit, dass sie auf mich einredet, als sei ich ihre Friseurskundin, und damit, dass sie die Türen, die vorher geschlossen waren, offen lässt und die, die offen waren, zumacht, außerdem die Mülleimer nach dem Leeren auf die Stühle stellt. Bäh.

Samstag, 11. Juli 2009

Ich will Sonne!

Nachdem ich eine arbeitsmäßig harte Woche hinter mich gebracht habe, finde ich es unerhört, dass jetzt nichtmal die Sonne scheint!
Ich würde mich so gerne auf meinem Stückchen Wiese in der Sonne aalen.
Aber nix.
Statt dessen droht der Himmel immer wieder damit, seine gesammelten Regenreserven auf mich herabfallen zu lassen.
Püh.

Und wehe - wehe pünktlich zum Montag scheint wieder die Sonne!!!!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Traumgespinst

Tausendmal schon versank ich in deinen Armen, spürte deine Wärme, nahm deinen köstlichen Duft wahr.
Und obgleich du ein Traum, eine Wunschvorstellung bist, sehne ich mich zutiefst nach dir.

Dienstag, 7. Juli 2009

Kein Teil dieser Welt

Sie war hier verkehrt. Sie gehörte hier nicht hin, das wusste sie genau.

Es hatte mal eine Zeit gegeben, als sie sich "richtig" gefühlt hatte, als sie am rechten Platz gewesen war, im Einklang mit sich... und ihrem angebeteten Ehemann.
Damals war alles richtig.
Zwar schimpfte ihr Mann über die Politiker, die Gewerkschafter, über die Wirtschaft, ach, über alles, worüber er in der Zeitung las. Sie hing an seinen Lippen. Es war egal, aus welchem Grunde sie sich bewegten, zitterten, sich schürzten, aufeinanderpressten - sie liebte diese Lippen.
Sie liebte den Klang seiner Stimme, die Vibrationen, die sie erzeugte: dieses beruhigende Brummen, das sich in ihrem Inneren fortsetzte, widerhallte, wenn sie sich an seinen Brustkorb schmiegte.

Zuletzt hatte sie ihm aus der Zeitung vorgelesen, über die Ereignisse der Welt gewettert, wie er es sonst getan hätte, für ihn. Er hatte keine Kraft mehr, die Zeitung zu halten. Seine Augen vermochten es nicht mehr, den Buchstabenzeilen zu folgen. Selbst seine wunderbare Stimme sollte sie nicht mehr hören - es war kein Atem über, er schwankte nur noch von einem zum nächsten Atemzug.
Viel zu früh war er gegangen und ließ sie übrig in dieser Welt, die ohne ihn farblos war, sich änderte und formte - ohne sie.
Sie nahm keinen Anteil, alles wurde ihr fremd.

Heute wunderte sie sich manchmal, wieviel Zeit seitdem vergangen war, wie alt sie geworden war.
Die Jahre hatten ihren Rhythmus gehabt, jede Jahreszeit hatte andere Anforderungen an sie gestellt. Andere Pflanzen und Blumen waren auf das Grab zu setzen, alles hatte perfekt zu sein, der Grabstein sauber zu schrubben, die Schnecken und Kaninchen zu vertreiben und auch die wurzelfressenden Maulwürfe. Sie kämpfte mit dem Laub und Ästen, die auf das Grab fielen, mit der Trockenheit im Sommer.
An jedem einzelnen Tag war sie dort, kümmerte sich.
Sie brachte sogar ab und zu den Eichhörnchen ein paar Nüsse mit.
Gerne saß sie in Sichtweite des Grabes auf einer Bank, die durch das Laub fallenden Sonnenstrahlen in ihrem Gesicht. Der Gesang und das Gezwitscher der Vögel umgab sie und sie erfühlte die Erinnerung an ihn, gab sich ihr hin, mittlerweile rein und ohne bittere Tränen vergießen zu müssen. Und sie sprach mit ihm.
Die Winter waren hart. Es gab wenig zu tun und der Aufenthalt war schmerzhaft, die Kälte kroch zu schnell in sie hinein. Trotzdem war sie selbst bei Glatteis und Schnee dort, wenigstens kurz.

Vor einem halben Jahr war das Grab neu belegt worden.
Sie hatte im Vorfeld einen Brief der Friedhofsverwaltung erhalten, mit der Frage, ob sie das Grab für weitere 20 Jahre kaufen wolle, doch sie hatte das Geld dafür nicht.
Und jetzt war dies das Grab eines anderen, sie selbst ein Fremdkörper, wenn sie verloren davorstand, nach ihrem Ehemann suchend, starren Blicks auf dem Friedhof ins Leere laufend - ziellos.

Nachdem sie eingesehen hatte, dass sie dort nichts mehr zu suchen hatte, nichts finden würde, saß sie häufig im Park auf einer Bank, sah Frauen mit Kinderwagen vorbeiziehen, fußballspielende Kinder auf den Wiesen, Hundehalter mit ihren hechelnden Tieren und überhörte mühsam die pöbelnden, Bierflaschen haltenden Jugendlichen.
Es gab auch hier Eichhörnchen und Vögel, aber auf bestürzende Weise war all dies "falsch" für sie, wirkte unecht, erreichte ihr Inneres nicht.

Dies war nicht ihre Welt. War sie nie gewesen.
Sie hatte nie Anteil genommen.

Er war ihr alles gewesen.

Er fehlte ihr so sehr.

Montag, 6. Juli 2009

verträumt

Manchmal scheinen meine Gedanken und Wünsche so sehr verwoben mit den Dingen, die mich umgeben und beeinflusst von den Büchern, die ich lese, dass mir manche Momente surreal erscheinen, als sei ich die Lesende in meinem Lebensbuch.

Sonntag, 5. Juli 2009

Baumeln

Mir liegt was auf der Seele.
Nein, dies ist nicht die Einleitung zu einer umfassenden Beichte.
Ich merke nur, dass mich da was drückt.
Ich kann's nicht genau fassen, ahne vielmehr, was dahinter steckt.
Vielleicht drücke ich mich auch nur.
Vor einer Erkenntnis. Vor einer Entscheidung?
Was auch immer.

Ich gehe jetzt mal raus in die Sonne, auf mein Lieblingsstückchen Wiese in Sichtnähe des Rheins, und lasse besagte Seele baumeln.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Radfahrer aufgepasst!

Blattläuse - in Massen auftretend - können bewirken, dass man, mit den Händen wild herumfuchtelnd, um die fliegenden grünen Biester abzuwehren, seine Fahrtrichtung aus den Augen verliert und anderen in die Quere kommt.
Als Maßnahme wird empfohlen, entweder das Rad am nächstmöglichen Baum oder Laternenpfahl abzustellen und den Rest des Weges auf dem Bauch robbend zurückzulegen, oder sich von einem Schwarm Schwalben und Mauersegler eskortieren zu lassen.
Denkbar sinnlos ist es, die Insekten anzuschreien: "Haut ab!" oder "Seh ich aus wie eine Pflanze?" führen höchstens zur Belustigung anderer Menschen.

dumm das

Der Ehrliche ist der Dumme
und auf ihn wird verächtlich und verständnislos geschaut,
Lippen werden geschürzt,
Köpfe geschüttelt,
denn er hat nicht begriffen, wie das Leben funktioniert.
Meinen sie.

Ich bin manchmal nur verwundert, das eine oder andere mal sogar amüsiert, immer öfter aber wütend, wieviel sich der eine oder andere herausnimmt, schon gewohnheitsmäßig betrügt, beschummelt und hintergeht - alles mit einem Lächeln auf den Lippen, einem überheblichen "Ich weiß eben, wie der Hase läuft!". Es wird so getan, als sei das alles normal.
Schlechtes Gewissen?
Fehlanzeige.
Vielleicht mal die Sorge, erwischt zu werden.
Aber wer sich erwischen lässt, ist ja auch der Dumme.
Es ist, als meinten sie, Betrügen sei ihr gutes Recht.
(Vor allem) die Obrigkeit will betrogen werden.
Verdrehte Welt.

Oder doch nicht?

Manchmal kotzt mich diese Nehmer-Mentalität einfach an.

Sonntag, 28. Juni 2009

keine Power

heute
zu warm
so dick die Luft
kann kaum denken
Bäh
und morgen viiiiel Arbeit
noch mehr bäh

Mittwoch, 24. Juni 2009

Berliner Spatzen

Urlaubsnachtrag: die Raubtierfütterung!
Bei Bild Nummer 2 hatte mir ein Spatz gerade den Muffin-Krumen fliegend aus der Hand abgeholt, ich hab nur zu langsam geknipst. ... müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben.

Hin und zurück


Feierabend!

Nach meinem Urlaub der erste.
Und ich hab ihn mir verdient!

Darum geht's jetzt ab in die Sonne, zum Rhein, auf meine Liegewiese.
*seufz*

Sonntag, 21. Juni 2009

Merkwürdig,

wie man im Traum manchmal einzelne Personen zu einer einzigen verknüpft.